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Riga (Lettland) – Die Schleuser werden immer dreister: Weil Zäune, Kameras und Grenzpatrouillen den Weg versperren, setzen Migranten an der EU-Außengrenze nun offenbar auf den Untergrund. In Lettland haben Behörden erneut einen Geheim-Tunnel aus Belarus entdeckt.

Nahe der Stadt Kraslava im Südosten Lettlands griff der Grenzschutz zunächst 28 Migranten auf, die illegal ins Land eingereist waren. Bei der anschließenden Suche machten die Beamten dann einen brisanten Fund: Nur rund 20 Meter von der Grenze entfernt stießen sie auf einen mit Moos getarnten Geheimgang. Es ist bereits der zweite Tunnel-Fund innerhalb weniger Tage. Schon in der Vorwoche hatten lettische Grenzer einen geheimen Tunnel unter der Grenze zu Belarus entdeckt.

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Auch in Polen und Litauen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder unterirdische Schleuser-Routen aufgedeckt. Die Vermutung europäischer Behörden: Das Regime in Belarus spielt bei der Migrationsroute Richtung EU eine aktive Rolle. Lettland, Polen und Litauen werfen Belarus unter Diktator Alexander Lukaschenko (71) seit Jahren vor, Migranten gezielt an die EU-Außengrenze zu bringen. Die Regierungen sprechen von einer bewusst geschaffenen Migrationskrise des Vertrauten von Kreml-Chef Wladimir Putin (73).

2021 stürmten Migranten die Grenze zu Polen, indem sie den Zaun niederdrückten

2021 stürmten Migranten die Grenze zu Polen, indem sie den Grenzzaun niederdrückten

Foto: @Straz_Graniczna/Twitter

„Operation Werwolf“ gegen Migranten-Schleuser

Die Reaktion Lettlands fällt immer härter aus. Neben einem Grenzzaun und verstärkten Patrouillen läuft inzwischen die sogenannte „Operation Werwolf“. Dabei arbeiten Grenzschutz, Polizei, Armee und Geheimdienste enger zusammen als zuvor. Zusätzlich werden im Grenzgebiet verstärkt Drohnen und Radarsysteme eingesetzt, um illegale Grenzübertritte frühzeitig zu erkennen. Unterstützung kommt auch aus den Nachbarstaaten. Estland und Litauen haben eigene Grenzschützer nach Lettland geschickt.

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