Für den EU-Beitritt müssten „leistungsbasierte Voraussetzungen“ gelten, da ansonsten die Zustimmung zur EU-Erweiterung deutlich schlechter ausfallen würde. „Und das ist eben die große Gefahr, wenn man über die Ukraine beispielsweise diskutiert, wo ja schon immer Sonderlösungen auch gefordert werden.“ Bauer glaubt, dass die Ukraine bis zu 20 Jahre braucht, um Beitrittsverhandlungen mit der EU zu führen. Wenn man den Beitrittsprozess der Ukraine mit anderen Ländern wie etwa Montenegro vergleiche, das jetzt Frontrunner im Beitrittsprozess sei, „dann weiß man, dass das deutlich mehr als ein Jahrzehnt, möglicherweise auch 20 Jahre, in Anspruch nehmen kann, bis der Beitrittsvertrag in die finale Phase kommt“. Bei der Ukraine als einem Land im Kriegszustand geht Bauer „davon aus, dass der Prozess mindestens so lange dauern wird wie bei den Ländern des Westbalkans“. Klar sei aber auch: „Wir können nicht am Beginn der Verhandlungen ein fixes Beitrittsdatum vereinbaren.“