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Kosten und Kooperation
Satellit Der Satellit MTG-I2 ist beim Start 3,8 Tonnen schwer. Mit ausgefahrenen Solar-Modulen wird er 11,3 mal 3,0 mal 5,3 Meter groß sein.
Kooperation Basis für die Meteosat-Satelliten ist eine Partnerschaft zwischen der Europäischen Weltraumorganisation Esa und Eumetsat. Das ist der Betreiber europäischer Wettersatelliten. 30 europäische Länder sind an Eumetsat beteiligt.
Lebensdauer Jeder MTG-Satellit wird eine Lebensdauer von mindestens acht Jahren haben. Bei MTG-I2 soll sie sogar bei mehr als zehn Jahren liegen. Eventuell kann das noch um bis zu drei Jahre verlängert werden. Nach ihrem Ende werden sie in einen etwas höheren Friedhofsorbit befördert.
Kosten Über die gesamte Laufzeit belaufen sich die Gesamtkosten für das MTG-Projekt auf 4,3 Milliarden Euro. Davon trägt Eumetsat 2,9 Milliarden Euro und die Esa den Restbetrag. Allerdings stammt die Zahl von 4,3 Milliarden aus dem Jahre 2010. Inflationsbereinigt wären das heute mehr als sechs Milliarden Euro.
Nachfolge Für alle drei bald aktiven Wetterbeobachter wurden die Nachfolger bereits gebaut, die sie nach dem Ende ihrer Lebenszeit ersetzen sollen. Sie werden in einer Stickstoff-Atmosphäre gelagert, bis sie zum Einsatz kommen.
Hauptauftragnehmer Die Hauptauftragnehmer für den Bau der Satelliten sind Thales Alenia Space in Frankreich und OHB in Deutschland. Beim Bau sind 17 europäische Länder und Kanada beteiligt.
Vermächtnis Die Satelliten der ersten Generation starteten zwischen 1977 und 1997, die der zweiten Generation zwischen 2002 und 2015.
Blitzlicht Noch ungeklärt ist, was mit den Sensor-Daten des Lightning-Imagers an Bord des MTG-I2 geschehen wird. Der erfasst Blitze in der Atmosphäre. Allerdings sind solche Detektoren bereits im 2022 gestarteten MTG-I1 eingebaut worden. Man will erst einmal testen, wie gut zwei solcher Systeme in zwei Satelliten funktionieren.
Schäden Die wirtschaftlichen Verluste in der EU durch Wetter- und Klimaextreme haben zwischen 1980 und 2024 nach Angaben der Europäischen Umweltagentur EEA 822 Milliarden Euro erreicht. Etwa ein Viertel davon, 208 Milliarden Euro, wurden nur zwischen 2021 und 2024 erreicht.