Europa-League-Auslosung: Machbare Gegner für Sturm Graz
Nach
den letzten Qualifikationsspielen am Donnerstagabend stehen alle 36
Teilnehmer der Europa-League-Saison 2026/27 fest. Mit Red Bull Salzburg und Sturm Graz sind zwei österreichische Mannschaften dabei. Die Mannschaft von Fabio Ingolitsch stieg aus der Champions-League-Qualifikation ab. Dort schlugen die Blackies in der zweiten Runde Heart of Midlothian (2:0, 4:0), wurden in Runde drei aber von Fenerbahce (0:2, 0:1) eliminiert. Damit stieg Sturm automatisch in die Ligaphase der Europa League ab. Bei der siebten Teilnahme am zweitwichtigsten Bewerb Europas haben die Steirer in der Ligaphase spannende Duelle vor sich. Unter anderem trifft man auf Olympique Marseille, Bournemouth und Hoffenheim. Das ergab die Auslosung am Freitagnachmittag.
Auf diese Teams trifft Sturm Graz in der Ligaphase
Sturm Graz war bei der Ziehung in Monaco in Topf drei platziert. Die
Mannschaft von Fabio Ingolitsch bekommt es nun mit mehreren interessanten
Gegnern zu tun.
Die Gegner von Sturm Graz in der Ligaphase: AZ Alkmaar (Niederlande, Auswärts), Olympique Marseille (Frankreich, Heim), Stade Rennes (Frankreich, Heim), Dinamo Zagreb (Kroatien, Auswärts), NK Celje (Slowenien, Heim), AFC Bournemouth (Vereinigtes Königreich, Auswärts), OFI Kreta (Griechenland, Heim), TSG 1899 Hoffenheim (Deutschland, Auswärts)
Aus der Vergangenheit kennen die Grazer lediglich Olympique Marseille und Dinamo Zagreb. In der Saison 1999/2000 duellierte man sich mit beiden in der Champions-League-Gruppenphase. Gegen Marseille, damals unter anderem mit William Gallas und Robert Pirés, gab es eine 0:2-Auswärtsniederlage und einen 3:2-Heimsieg. Gegen Zagreb, die damals unter dem Namen Croatia Zagreb aufliefen, verloren die Steirer mit 0:3 in Kroatien und holten zuhause einen 1:0-Erfolg. Damaliger Spieler der Kroaten war unter anderem Robert Prosinecki.
Ein interessantes Duell wird aber auch das Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Denn mit Trainer Christian Ilzer und Geschäftsführer Sport Andreas Schicker stehen zwei Meister des Grazer Erfolges bei den Sinsheimern unter Vertrag. Von 2020 bis 2024 arbeiteten gemeinsam für die Steirer, holten einen Meistertitel sowie zweimal den Pokal. Auch Alexander Prass hat Sturm-Vergangenheit und wechselte vor zwei Jahren für zwölf Millionen Euro von Graz zur TSG.
Die wichtigsten Termine der EL-Saison 2026/27
Die Reihenfolge der computergenerierten Duelle gibt keinen Aufschluss über die
Ansetzung der Partien. Die UEFA wird die genaue Terminierung der
Paarungen bis spätestens Sonntag veröffentlichen. Bisher stehen damit
nur die Begegnungen selbst fest. Der erste Spieltag der Ligaphase findet am 16. und 17. September statt.
Die
weiteren fünf Spieltage in diesem
Jahr sind für den 15. Oktober, den 22. Oktober, den 5.
November, den 26. November und den 10. Dezember angesetzt. Der
siebte Spieltag, der erste des neuen Jahres, findet am 21.
Januar 2027 statt. Der finale, achte Spieltag am 28. Januar wird wieder
parallel mit 18 Paarungen und einer XXL-Konferenz ausgetragen. Das
Europa-League-Finale der aktuellen Saison findet am 26. Mai im
Frankfurter Waldstadion statt.
Wie ist die Europa-League-Bilanz von Sturm Graz?
Die internationale Geschichte von Sturm Graz reicht lange zurück. Die Blackies zeigten sich in der Saison 1986/69 im damaligen Mitropacup zum ersten Mal international. Rund um die Jahrtausendwende durften sich die Steirer in der Champions League unter anderem mit Inter Mailand, Real Madrid und Manchester United messen. Vor zwei Jahren kehrte Sturm zurück in die Königsklasse, schied jedoch in der Ligaphase aus. In der Europa League kann man unter anderem mit Lazio Rom, Feyenoord Rotterdam und Atalanta Bergamo auf namhafte Duelle zurückblicken.
Die bitterste Pille in der Europa League schluckte der fünffache österreichische Meister in der Saison 2022/23. In einer Gruppe mit Lazio Rom, dem FC Midtyjlland und Feyenoord Rotterdam errangen alle Klubs acht Punkte, doch die Grazer schieden aufgrund der Tordifferenz als Gruppenletzter aus.
In der Europa League duellierte sich Sturm noch nie mit einem deutschen Gegner. Die meisten Begegnungen gab es im UI-Cup, UEFA-Cup und Europapokal der Pokalsieger. Bei der letzten Champions-League-Teilnahme spielten die Grazer gegen RB Leipzig (1:0) und Borussia Dortmund (0:1). Gegen den BVB stand damals der jetzige Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer an der Seitenlinie. Sturm traf bisher insgesamt 25-mal auf deutsche Teams, weist mit fünf Siegen, acht Remis und zwölf Niederlagen eine negative Bilanz auf.