Das informelle Treffen der Fischereiministerinnen und -minister der EU-Mitgliedstaaten fand vom 28. bis 29. Juli 2026 in Cork statt.
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Die Fischereiministerinnen und -minister berieten über das Thema „Generationswechsel in der Fischerei“ auf der Grundlage eines Hintergrundpapiers der Präsidentschaft mit diskussionsleitenden Fragen:
Unter Berücksichtigung der Evaluierung [der GFP-Grundverordnung]: Welche Aspekte des EU-Fischereirechtsrahmens müssen aktualisiert/geändert werden, um den Generationswechsel in Fischerei und Aquakultur besser zu fördern?Welche Maßnahmen sind von allen Beteiligten erforderlich, um die Arbeitsbedingungen an Bord von Schiffen und die Sicherheit im gesamten Fischereisektor zu verbessern?Wie sollte die EU, unter Berücksichtigung der Erfahrungen anderer Sektoren, die Wettbewerbsfähigkeit des Fischereisektors über das Jahr 2028 hinaus unterstützen, um den Generationswechsel zu ermöglichen?
Die IRL-Präsidentschaft führte einleitend aus, dass das Thema des Generationswechsels in den vergangenen Jahren auf EU-Ebene stark an Bedeutung gewonnen habe, denn das Durchschnittsalter der Betriebsleiter sei hoch. Dem Sektor müsse eine wirtschaftliche Perspektive angesichts sich erheblich verändernder Rahmenbedingungen sowie eines umfassenden Modernisierungs- und Erneuerungsbedarfs geboten werden.
Fischereikommissar Kadis sah ebenfalls den Generationswechsel und die Steigerung der Attraktivität als große Herausforderung an, die angegangen werdenmüssten, insbesondere im Hinblick auf die sozio-ökonomische Bedeutung des Sektors. Die Resilienz müsse gesteigert werden. Die Möglichkeiten des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFAF) müssten ausgeweitet werden. Die Kommission erarbeite einen strategischen Rahmen, wobei vier Schlüsselthemen im Fokus stünden:
– Fischbestände erhalten
– Profitabilität steigern
– Arbeitsbedingungen verbessern
– Weiterbildung, Umschulung, Flottenerneuerung und Energiewende fördern.
Der neue mehrjährige Finanzrahmen (MFR) erlaube es den Mitgliedstaaten, die für sie jeweils angemessenen Lösungen umzusetzen. Auch die Ausbildungsnormen sollen vereinheitlicht werden. KOM strebe an, die Zukunftsfähigkeit des Fischereisektors zu steigern.
Für das Europäische Parlament führte Paolo do Nascimento Cabral aus, dass die Verwaltungsbelastung reduziert und der Selbstversorgungsgrad gesteigert werden müssten. Einfachere Regeln, insbesondere bei der Anlandeverpflichtung, seien notwendig. Stabile Einkommen müssten gesichert werden. Bei der Umsetzung der Kontrollverordnung sollten zusammen mit dem Sektor praktische, gut umsetzbare Lösungen entwickelt werden. Der Generationswechsel müsse durch Dekarbonisierung der Flotte und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen gefördert werden. Gerade junge Fischer müssten ausreichenden Zugang zu Finanzmitteln bekommen, dies insbesondere auch im Rahmen des neuen MFR.
John Lynch als Vertreter des irischen Berufsstands führte aus, dass Frauen eine ganz wichtige Rolle im Fischereisektor spielen würden. Die Ernährungssicherheit müsse gewährleistet und insbesondere die kleine Küstenfischerei unterstützt werden. Die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) müsse dringend überarbeitet werden (Förderung der Dekarbonisierung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen etc.).
Staatssekretär Prof. Dr. Dr. Schick führte insbesondere aus, dass Fischerei und Aquakultur für junge Menschen attraktiver gemacht werden müssten, wobei folgende Punkte zentral seien: Vereinfachung der Rechtsvorschriften, Flexibilisierung des Beihilferahmens auf EU-Ebene und eine planbare Ressourcenbewirtschaftung. Zentral seien moderne Schiffe mit neuen Technologien, eine gute Aus- und Fortbildung der Beschäftigten und faire und verlässliche Einkommen, angemessene Arbeits- und Ruhezeiten und soziale Absicherung. Dem Generationswechsel sollte im zukünftigen MFR ein herausgehobener Stellenwert beigemessen und die Wettbewerbsfähigkeit (insbesondere durch Investitionsförderung und Bürokratieabbau) sowie die Krisenresilienz des Fischerei- und Aquakultursektors gestärkt werden. Es sollte eine Initiative der Kommission für ein europäisches Finanzierungsinstrument zur Unterstützung der Energiewende und des Generationswechsels geben.
Die Mitgliedstaaten hoben die Bedeutung des Sektors für die Ernährungssicherheit hervor und hielten insbesondere eine angemessene Finanzierung sowie einen klaren und vereinfachten Rechtsrahmen für erforderlich. Moderne Schiffe mit zeitgemäßen und sicheren Arbeitsbedingungen müssten gefördert werden. Auch bei der Aquakultur gebe es ähnliche Anliegen. Lösungen sollten gemeinsam mit dem Berufsstand gesucht und die GFP entsprechend ausgerichtet werden.
Fischereikommissar Kadis sagte zu, diese vorgetragenen Punkte sowohl im Rahmen der Evaluierungsumsetzung also auch in die Vision 2040 einfließen zu lassen.
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