(openPR) Mit der Weiterentwicklung des europäischen Rechtsrahmens steigen die Anforderungen an die Geldwäscheprävention für Versicherer. Neben den bestehenden gesetzlichen Pflichten rücken insbesondere ein risikoorientiertes Vorgehen, Kundensorgfaltspflichten, Überwachung und Meldewesen sowie die künftigen Vorgaben der EU-Geldwäsche-Verordnung in den Fokus. Für Versicherungsunternehmen stellt sich damit die Frage, wie regulatorische Anforderungen fachlich korrekt und zugleich angemessen in bestehende Prozesse und Organisationsstrukturen integriert werden können.
Das Online-Seminar „Praxiswissen Geldwäsche für Versicherer“ der Akademie Heidelberg am 23. November 2026 ordnet die wesentlichen Anforderungen ein und behandelt versicherungsspezifische Besonderheiten der Geldwäscheprävention. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Risikomanagement und den Veränderungen, die sich aus dem künftigen europäischen Rahmen ergeben.
Geldwäscheprävention weist versicherungsspezifische Besonderheiten auf
Versicherer und Vermittler müssen zunächst beurteilen, in welchen Fällen eine produktbezogene Verpflichtetenstellung besteht. Für die Praxis ist außerdem entscheidend, Risiken der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu erkennen, voneinander abzugrenzen und angemessen zu bewerten.
Zu den zentralen Pflichten der Geldwäscheprävention gehören das Risikomanagement und die Kundensorgfaltspflichten ebenso wie Überwachung, Auffälligkeitsprüfung und Meldewesen. Hinzu kommen organisatorische Fragen: Dazu zählen die Rolle und Zuständigkeit des Geldwäschebeauftragten, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten sowie Outsourcing und gruppenweite Präventionsstrukturen.
Risikomanagement und Aufsicht im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Geldwäsche-Risikoanalyse für Versicherer. Sie muss die spezifischen Risiken des jeweiligen Versicherungsumfelds berücksichtigen und bildet eine wesentliche Grundlage für interne Sicherungsmaßnahmen. Gleichzeitig spielen die Erwartungen von Aufsicht und Abschlussprüfern eine wichtige Rolle.
Das Seminar behandelt deshalb nicht nur rechtliche Grundlagen, sondern auch die praktische Einordnung aufsichtsrechtlicher Anforderungen. Dazu gehört insbesondere die Frage, wie Versicherungsunternehmen ihre Geldwäscheprävention risikoorientiert organisieren und die einzelnen Verantwortlichkeiten innerhalb des Unternehmens abgrenzen können.
EU-Geldwäsche-Verordnung verändert den regulatorischen Rahmen
Mit der EU-Geldwäsche-Verordnung kommen weitere Veränderungen auf die Geldwäscheprävention für Versicherer zu. Das Seminar greift zentrale Neuerungen im Risikomanagement auf und thematisiert auch die künftig stärker datenbasierte Aufsicht. Damit verbindet sich für betroffene Unternehmen die Aufgabe, bestehende Herangehensweisen und Prozesse auf Anpassungsbedarf zu prüfen.
Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:
Definition, Phasen und Methoden der Geldwäsche sowie Terrorismusfinanzierungproduktbezogene Verpflichtetenstellung von Versicherern und VermittlernRisikomanagement, Kundensorgfaltspflichten, Überwachung und MeldewesenRisikoanalyse und interne SicherungsmaßnahmenRolle des Geldwäschebeauftragten und Zusammenarbeit mit weiteren OrganisationseinheitenOutsourcing und gruppenweite GeldwäschepräventionRolle der BaFin und weiterer AufsichtsbehördenNeuerungen durch die EU-Geldwäsche-Verordnung und daraus resultierender HandlungsbedarfFachliche Einordnung für Compliance und Versicherungsunternehmen
Das Thema richtet sich insbesondere an Personen, die in Versicherungsunternehmen mit Geldwäscheprävention, Compliance, Risikomanagement oder aufsichtsrechtlichen Fragestellungen befasst sind. Relevant ist es außerdem für Geldwäschebeauftragte und deren Mitarbeitende sowie für Fach- und Führungskräfte, die an der Umsetzung geldwäscherechtlicher Pflichten oder an entsprechenden Kontroll- und Organisationsprozessen beteiligt sind.
Referierende sind Dr. Lena Leffer und Dr. Paul Schultess. Leffer ist bei der R+V Lebensversicherung AG in den Bereichen Recht, Geldwäscheprävention und Compliance tätig und verfügt über fachliche Expertise an der Schnittstelle von Geldwäschebekämpfung sowie KI- und IT-Recht. Schultess ist Rechtsanwalt und externer Geldwäschebeauftragter mit Schwerpunkt auf Compliance und Aufsichtsrecht sowie Lehrbeauftragter am Frankfurter Institut für Versicherungsrecht. Beide verbinden regulatorische Fragestellungen mit praktischer Erfahrung im Finanz- beziehungsweise Versicherungssektor.
Online-Seminar am 23. November 2026
Das Intensiv-Seminar „Praxiswissen Geldwäsche für Versicherer“ findet am Montag, 23. November 2026, von 9:30 bis 13:30 Uhr als Online-Veranstaltung statt. Inhaltliches Ziel ist ein fundiertes Grundverständnis der gesetzlichen Anforderungen, der versicherungsspezifischen Besonderheiten und der aufsichtsrechtlichen Erwartungen sowie ihrer risikoorientierten Umsetzung in der Praxis.
Weitere Informationen: https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/praxiswissen-geldwaesche-fuer-versicherer
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