Dänemark will abgelehnte Asylsuchende vom kommenden Jahr an in Abschiebezentren außerhalb Europas schicken. Die Regierung in Kopenhagen gehe davon aus, dass sie bis Ende 2027 bereit sein werde, erste Migranten in ein Partnerland zu schicken, sagte Migrationsminister Morten Bødskov. Gemeinsam mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Kollegen aus Österreich, den Niederlanden und Griechenland berät er an diesem Freitag in der dänischen Hauptstadt über die Einrichtung solcher Abschiebezentren außerhalb der EU.

Die Pläne bezeichnete Bødskov als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem effizienteren Asyl- und Migrationssystem. »Wir akzeptieren nicht, dass sich Ausländer, die sich illegal in Dänemark aufhalten, unsere Schwierigkeiten bei ihrer Rückführung zunutze machen«, sagte er.

Vergangene Woche führten Vertreter Deutschlands und anderer Staaten, die am Treffen in Kopenhagen teilnahmen, im ostafrikanischen Ruanda laut der dortigen Regierung Gespräche über die Einrichtung sogenannter Return Hubs. Auch Uganda wird als ein mögliches Aufnahmeland genannt. Unterhändler aus dem EU-Parlament und den Mitgliedstaaten hatten sich Anfang Juni auf eine Rückführungsverordnung geeinigt, mit der mehr Abschiebungen aus der EU ermöglicht werden sollen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Pläne für Abschiebezentren für abgelehnte Asylbewerber in Drittstaaten.

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