Die Bundesregierung macht ernst mit ihrem Vorhaben, abgelehnte Asylbewerber in Abschiebezentren außerhalb Europas zu schicken. Innenminister Alexander Dobrindt traf sich zu dem Zweck am Freitag in Kopenhagen mit seinen Kollegen aus Dänemark, Griechenland, Österreich und den Niederlanden. Die fünf Staaten haben vor einigen Monaten verabredet, gemeinsam geeignete Partnerländer zu suchen. „Wir wollen in diesem Jahr noch eine Vereinbarung mit Drittländern erreichen“, sagte Dobrindt nach dem Treffen in Kopenhagen. „Technische Gespräche“ mit möglichen Partnerländern hätten bereits stattgefunden. Als erster Kandidat gilt offenbar Ruanda. Der dänische Minister Morten Bødskov kündigte in Kopenhagen an, seine Regierung wolle bis spätestens Ende nächsten Jahres erste Migranten in ein derartiges Lager schicken.