Europa steht vor einer Gaskrise im Vorfeld des Winters.

Europa steht vor einer Gaskrise im Vorfeld des Winters. Foto: Inspenet.

Daten der Europäischen Gasinfrastrukturagentur (GIE) von Anfang September 2026 zeigen, dass die Gasreserven der Europäischen Union (EU) derzeit nur zu 65,6 % gefüllt sind – der niedrigste Stand zu diesem Zeitpunkt seit 15 Jahren. Normalerweise decken diese Reserven etwa ein Drittel des europäischen Wintergasverbrauchs.

Nach der Energiekrise infolge des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und der Unterbrechungen der Gaslieferungen aus Russland hat die EU den Gasreserven besondere Bedeutung beigemessen. 2022 strebte die EU an, die Reserven bis zum 1. November auf 80 % zu erhöhen; ab 2023 wurde das Ziel auf 90 % angehoben. Im Frühjahr dieses Jahres schlug die Europäische Kommission jedoch vor, das Ziel wieder auf 80 % zu senken, um den Mitgliedstaaten angesichts steigender Preise mehr Flexibilität beim Gaskauf zu ermöglichen.

Die Erwartung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran hat viele europäische Unternehmen veranlasst, ihre Gaskäufe aufzuschieben und auf eine Erholung der LNG-Lieferungen aus Katar und sinkende Preise zu warten. Der Konflikt dauert jedoch bereits den siebten Monat an, und die Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus gehen weiter. Laut Kpler haben nur wenige LNG-Tanker die Straße von Hormus verlassen. Derzeit sind vermutlich nur 6 der 14 Produktionslinien der LNG-Anlage Ras Laffan in Katar in Betrieb.

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Aufgrund von Lieferengpässen sind die Erdgaspreise in Europa in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 75 % gestiegen. Foto: The New York Times.

Aufgrund von Lieferengpässen sind die europäischen Gaspreise in den letzten zwei Monaten um mehr als 75 % gestiegen und haben damit den höchsten Stand seit drei Jahren erreicht. Unternehmen versuchen nun, ihre Lagerbestände in der verbleibenden Zeit bis zum Winter aufzufüllen und konkurrieren gleichzeitig mit asiatischen Kunden um die begrenzten LNG-Lieferungen.

Experten gehen davon aus, dass die niedrigen Reserven derzeit keine unmittelbare Gasknappheit verursachen, da der europäische Verbrauch in den letzten Jahren um 17 % gesunken ist. Ein ungewöhnlich kalter Winter in Verbindung mit LNG-Lieferengpässen und einer rückläufigen Produktion erneuerbarer Energien könnte die Lage jedoch verschärfen. Dieser Faktor dürfte die europäischen Gaspreise in den kommenden Monaten weiterhin erheblich beeinflussen.

Thanh Giang

Quelle: Chosun.

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Quelle: https://baothanhhoa.vn/chau-au-doi-mat-khung-hoang-du-tru-khi-dot-truc-them-mua-dong-300755.htm