Am 6. September wählte Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag – und den Ministerpräsidenten. Dabei entschieden die Bürgerinnen und Bürger, welche Parteien in den kommenden Jahren die Politik im Land prägen und wer künftig die Landesregierung stellt. Eine erste Prognose zum Wahlausgang lag gegen 18 Uhr vor. Diese basiert auf repräsentativen Nachwahlbefragungen. Kurz danach folgten erste Hochrechnungen.

Feiert die AfD den laut Wahlprognosen erwarteten Triumph? Reicht es am Ende eventuell sogar für eine Alleinregierung der im Bundesland als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei? Wer wird am Ende triumphieren: AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund? Der bisherige Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU? Oder doch jemand ganz anderes? Wird das BSW zum Zünglein an der Waage? Alle Infos zur Wahl in Sachsen-Anhalt finden Sie im Liveticker:

Gewählt wurde nach dem personalisierten Verhältniswahlrecht: Mit der Erststimme bestimmten die Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt einen Direktkandidaten oder eine Direktkandidatin im Wahlkreis. Mit der Zweitstimme entschieden die Wählerinnen und Wähler über die Mehrheitsverhältnisse im Landtag.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wie wichtig wird die Fünf-Prozent-Hürde?

Wegen der Fünf-Prozent-Hürde schaffen es in der Regel nur Parteien mit ausreichend landesweiter Unterstützung ins Parlament – Ausnahmen sind möglich, wenn eine Partei genügend Direktmandate gewinnt. Laut Umfragen war es in Sachsen-Anhalt zuletzt unsicher, ob die Grünen und das BSW den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Diese Frage könnte am Ende auch große Auswirkungen auf die Frage haben, wer sich am Ende als Ministerpräsident durchsetzt.

Nach Schließung der Wahllokale am Abend des 6. September werden zunächst Prognosen und Hochrechnungen veröffentlicht, das amtliche Endergebnis folgt später. Anschließend beginnen voraussichtlich Sondierungen und Koalitionsgespräche. Welche Konstellation am Ende zustande kommt, hängt von den Mehrheitsverhältnissen und der Bereitschaft zur Zusammenarbeit ab.