{"id":11813,"date":"2026-04-15T13:45:12","date_gmt":"2026-04-15T13:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/11813\/"},"modified":"2026-04-15T13:45:12","modified_gmt":"2026-04-15T13:45:12","slug":"messenger-dienst-eu-droht-meta-wegen-whatsapp-ki-mit-zwangsmassnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/11813\/","title":{"rendered":"Messenger-Dienst: EU droht Meta wegen WhatsApp-KI mit Zwangsma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel &#8211; Die Europ\u00e4ische Kommission setzt den WhatsApp-Konzern Meta weiter unter Druck. Hintergrund ist, dass Meta nach Angaben der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde nur dem eigenen KI-Assistenten Zugang zum Messenger-Dienst WhatsApp gibt und damit nach vorl\u00e4ufigen Ergebnissen gegen Wettbewerbsrecht verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Die Wettbewerbsh\u00fcter drohen dem Konzern deshalb nun erneut mit einstweiligen Ma\u00dfnahmen, um &#8222;schweren und irreparablen Schaden f\u00fcr den Markt&#8220; zu verhindern. Meta k\u00f6nnte zuvor noch versuchen, dies abzuwenden. Zudem ist die laufende Untersuchung in dem Fall noch nicht endg\u00fcltig abgeschlossen. Bis wann die Ermittlungen beendet sind, bleibt unklar &#8211; eine gesetzliche Frist gibt es nicht.<\/p>\n<p>Nur &#8222;Meta AI&#8220; als Helfer <\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/EU\" title=\"EU\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a>-Kommission untersucht den Fall seit Dezember 2025. Der US-Konzern hatte demnach im Oktober 2025 angek\u00fcndigt, Konkurrenz-Anbieter von KI faktisch von seinem Messenger-Dienst auszuschlie\u00dfen &#8211; und macht dies aus EU-Sicht trotz der laufenden Untersuchung seit Mitte Januar 2026.\u00a0<\/p>\n<p>Das Vorgehen f\u00fchrt laut EU-Kommission dazu, dass f\u00fcr Nutzerinnen und Nutzer nur Metas eigene KI (&#8222;Meta AI&#8220;) zur Verf\u00fcgung stehe. Der KI-Chatbot kann Texte zusammenfassen, \u00fcbersetzen, erstellen sowie Fragen beantworten und nutzt dabei auch aktuelle Informationen aus dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Internet\" title=\"Internet\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Internet<\/a>. Er funktioniert \u00e4hnlich wie etwa ChatGPT, Gemini und andere KI-Modelle. Wer die KI nutzen m\u00f6chte, kann daf\u00fcr in der App einen Chat mit ihr starten.\u00a0<\/p>\n<p>EU: Angek\u00fcndigte \u00c4nderungen reichen nicht <\/p>\n<p>Anfang Februar hatte die Beh\u00f6rde Meta bereits damit gedroht, den Zugang f\u00fcr Konkurrenten auf dem KI-Markt mit Zwangsma\u00dfnahmen wiederherzustellen. Meta k\u00fcndigte daraufhin Anfang M\u00e4rz \u00c4nderungen an. Doch diese k\u00e4men faktisch dem bisherigen Zugangsverbot gleich, schreibt die EU-Kommission nun. Die nun angek\u00fcndigten einstweiligen Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden so lange in Kraft bleiben, bis die Kommission ihre Untersuchung abgeschlossen und eine endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber das Verhalten von Meta getroffen hat, teilte sie mit.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission wacht in der EU \u00fcber die Einhaltung des Wettbewerbsrechts. Wie genau sie vorgehen w\u00fcrde, um den Konkurrenten von Meta Zugang zu WhatsApp zu gew\u00e4hren, blieb zun\u00e4chst unklar.\u00a0<\/p>\n<p>Meta: Viele KI-Optionen <\/p>\n<p>Ein Sprecher von Meta hatte im Februar mitgeteilt, es gebe keinen Grund f\u00fcr die EU, einzugreifen. &#8222;Es gibt viele KI-Optionen, die \u00fcber App-Stores, Betriebssysteme, Ger\u00e4te, Websites und Industriepartnerschaften genutzt werden k\u00f6nnen&#8220;, argumentierte der Sprecher. Die EU-Kommission gehe f\u00e4lschlicherweise davon aus, dass die Schnittstelle bei WhatsApp ein wichtiger Vertriebskanal f\u00fcr diese Chatbots sei.<\/p>\n<p>Gegen den Facebook-Konzern Meta laufen bereits Verfahren der EU wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen europ\u00e4ische Digitalgesetze. Ihm drohten etwa wegen mangelnder Datentransparenz und dem Umgang mit illegalen Inhalten auf seinen Plattformen hohe Geldstrafen, hatte die Kommission Ende Oktober mitgeteilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel &#8211; Die Europ\u00e4ische Kommission setzt den WhatsApp-Konzern Meta weiter unter Druck. 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