{"id":15355,"date":"2026-04-21T14:42:14","date_gmt":"2026-04-21T14:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/15355\/"},"modified":"2026-04-21T14:42:14","modified_gmt":"2026-04-21T14:42:14","slug":"grosse-hoffnung-schon-gehackt-eu-app-zum-alters-check-ist-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/15355\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Hoffnung, schon gehackt: EU-App zum Alters-Check ist da"},"content":{"rendered":"<p>Die Schwachstelle liegt laut Moore in der Identit\u00e4tspr\u00fcfung. Ein Hacker k\u00f6nne die PIN-Datei ver\u00e4ndern und so eine neue PIN-Nummer festlegen. Baptiste Robert, bekannter IT-Sicherheitsexperte, sieht ebenfalls viele Probleme, wie <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/eu-brussels-launched-age-checking-app-hackers-say-took-them-2-minutes-break-it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">er Politico gegen\u00fcber erkl\u00e4rte<\/a>. So k\u00f6nnten Hacker etwa die Authentifizierungsfunktionen der App umgehen. Der Kryptografieforscher Olivier Blazy bem\u00e4ngelt die Cybersicherheitsstandards\u00a0und mahnt:<\/p>\n<p>We were worried that the Commission would launch its app in a hurry, no matter its security issues, and now we can see it wants to launch something that is not technically ready. Such a rushed launch could undermine trust in future digital identity wallets.<\/p>\n<p>Wie reagiert die EU-Kommission auf die Kritik?<\/p>\n<p>Obwohl die kritischen Stimmen lauter werden, <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/next\/2026\/04\/18\/eu-alters-app-cybersicherheit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">bleibt die EU-Kommission bei ihrer Alters-Check-App<\/a>. Das Hacken sei bei einer \u00e4lteren Version der App m\u00f6glich gewesen und die L\u00fccke sei mittlerweile geschlossen worden.<\/p>\n<p>Die Expert:innen widersprechen jedoch, sie h\u00e4tten mit der aktuellsten Version gearbeitet, die sie dank Open Source einsehen konnten. Der Digitalpolitiksprecher Thomas Regnier erkl\u00e4rte hierzu jedoch, dass es keine endg\u00fcltige Version der App gebe, da sie stets \u00fcberarbeitet werde.<\/p>\n<p>Die Diskussion wird weiter laufen, da Politiker:innen Kinder und Jugendliche im Netz besser sch\u00fctzen wollen, w\u00e4hrend IT-Expert:innen immer wieder darauf hinweisen, dass solche Systeme bez\u00fcglich der Sicherheit noch nicht weit genug entwickelt sind.<\/p>\n<p>Wird es ein Social-Media-Verbot f\u00fcr Minderj\u00e4hrige in Deutschland geben?<\/p>\n<p>In Deutschland haben sich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/koalition-social-media-verbot-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">SPD und CDU ebenfalls f\u00fcr ein Verbot<\/a> von Social Media unter 14 Jahren ausgesprochen. Doch der Koalitionspartner CSU ist dagegen, sodass noch unklar ist, ob und wann in Deutschland die Social-Media-Nutzung eingeschr\u00e4nkt wird. Auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke erkl\u00e4rte die Bundesregierung, dass der Meinungsbildungsprozess <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1164926\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">noch nicht abgeschlossen<\/a> sei.<\/p>\n<p>Bildungsministerin Prien l\u00e4sst zurzeit <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/jugendschutz-experten-ziehen-bericht-fuer-koalition-zum-social-media-verbot-vor\/100217407.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Expert:innen die Regelung pr\u00fcfen<\/a>, da das Vorhaben umstritten ist. So kritisiert etwa der nieders\u00e4chsische Landesjugendring, dass solche Verbote die Lebensrealit\u00e4t junger Menschen verkenne und stattdessen mehr Medienbildung und bessere Schutzkonzepte n\u00f6tig seien. In einem <a href=\"https:\/\/www.ljr.de\/vollversammlung2026\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Statement schreibt<\/a> der Verband:<\/p>\n<p>Junge Menschen m\u00fcssten bef\u00e4higt werden, digitale R\u00e4ume selbstbestimmt und sicher zu nutzen. Sie haben ein Recht darauf, auch am digitalen Leben teilhaben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So sieht es in anderen L\u00e4ndern aus<\/p>\n<p>Als Vorreiter:in in puncto Altersbeschr\u00e4nkungen in den sozialen Medien gilt Australien. Hier wurden weltweit die ersten User unter 16 Jahren aus den <a href=\"https:\/\/onlinemarketing.de\/digitalpolitik\/australien-social-media-verbot-kinder-jugendliche\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sozialen Netzwerken ausgeschlossen<\/a>. Eine repr\u00e4sentative Umfrage von YouGov zeigte <a href=\"https:\/\/onlinemarketing.de\/digitalpolitik\/social-media-verbot-jugendliche-australien-deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">vor zwei Jahren<\/a>, dass ein \u00e4hnliches Gesetz auch in Deutschland gro\u00dfe Zustimmung gefunden h\u00e4tte. Laut eines Berichts des <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/australien-deutsche-mehrheit-befuerwortet-radikales-social-media-verbot-fuer-kinder-und-jugendliche-a-e13bde55-9e92-4ecc-9ecd-bbc325c829e2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Spiegels<\/a>\u00a0bef\u00fcrworteten damals 77 Prozent der Befragten ein solches Verbot.<\/p>\n<p>Auch andere L\u00e4nder <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/social-media-verbote-beschraenkungen-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">folgten Australiens Beispiel<\/a>: Spanien erarbeitet ebenfalls ein Social-Media-Verbot f\u00fcr Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Griechenland will die Nutzung von sozialen Netzwerken unter 15 Jahren verbieten. In D\u00e4nemark gilt die gleiche Regelung wie in Griechenland \u2013allerdings d\u00fcrfen Eltern ihren Kindern ab 13 Jahren die Nutzung bestimmter Plattformen erlauben. In Frankreich und Gro\u00dfbritannien werden zurzeit \u00e4hnliche Gesetze ausgearbeitet.<\/p>\n<p>Bist du f\u00fcr eine Altersbeschr\u00e4nkung in den sozialen Medien? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/BBC-Studie:%20Meta%20und%20TikTok%20pushten%20toxische%20Inhalte%20systematisch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BBC-Studie: <\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/BBC-Studie:%20Meta%20und%20TikTok%20pushten%20toxische%20Inhalte%20systematisch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Meta und TikTok pushten toxische Inhalte systematisch<\/a><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"400\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Kopie-von-Titelbild-neu-29.png\" alt=\"Eine junge Frau mit Kopfh\u00f6rern und Smartphone geht an einem U-Bahn-Plakat vorbei, auf dem in einfacher Schrift \u201eLess social media.\u201c steht.\" class=\"wp-image-357542\"  \/>\u00a9 <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/eine-frau-steht-vor-einem-schild-mit-der-aufschrift-weniger-social-media-e1xl7iby_Ug%20\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\"> Jon Tyson<\/a> \u2013 Unsplash<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Schwachstelle liegt laut Moore in der Identit\u00e4tspr\u00fcfung. Ein Hacker k\u00f6nne die PIN-Datei ver\u00e4ndern und so eine neue&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15356,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[2265,21,22],"class_list":{"0":"post-15355","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-apps","9":"tag-eu","10":"tag-europaeische-union"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15355"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15355\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15356"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}