{"id":16307,"date":"2026-04-22T17:16:09","date_gmt":"2026-04-22T17:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/16307\/"},"modified":"2026-04-22T17:16:09","modified_gmt":"2026-04-22T17:16:09","slug":"rtl-am-ziel-eu-kommission-gibt-sky-uebernahme-frei-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/16307\/","title":{"rendered":"RTL am Ziel: EU-Kommission gibt Sky-\u00dcbernahme frei &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es ist eines der gr\u00f6\u00dften Gesch\u00e4fte der j\u00fcngeren Zeit, die der Bertelsmann-Konzern eingef\u00e4delt hat. Jetzt ist der Deal endg\u00fcltig durch: Die Konzerntochter <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/RTL\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RTL<\/a> kann den Abosender <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Sky\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sky<\/a> aus Unterf\u00f6hring bei M\u00fcnchen \u00fcbernehmen. Am Mittwochabend hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass sie uneingeschr\u00e4nkt gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Gesch\u00e4ft gibt. Zehn Monate hat es gedauert seit der Ank\u00fcndigung. Das ist lang, es ist viel wertvolle Zeit verloren gegangen, in der RTL und Sky noch v\u00f6llig voneinander unabh\u00e4ngig agieren mussten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gemeinsam, so die Hoffnung, werden RTL und Sky k\u00fcnftig zu den gro\u00dfen Streaminganbietern in Deutschland aufschlie\u00dfen und ihnen besser Konkurrenz machen. Das Streamingangebot RTL Plus habe derzeit in Deutschland etwa sieben Millionen zahlende Kunden, Tendenz steigend, teilte das <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Unternehmen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unternehmen<\/a>\u00a0Mitte M\u00e4rz mit. Sky kommt gleichzeitig auf etwa f\u00fcnf Millionen Abonnenten. Zusammen mit Sky w\u00e4re RTL mit zw\u00f6lf Millionen Kundinnen und Kunden auf dem Streamingmarkt in Deutschland die klare Nummer drei hinter Marktf\u00fchrer <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Netflix\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Netflix<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Amazon\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amazon<\/a> Prime. \u201eUnsere St\u00e4rke sind lokale Inhalte\u201c, sagte der scheidende RTL-Chef Thomas Rabe vor wenigen Wochen. Er hofft darauf, einen \u201eChampion\u201c mit Sitz in Deutschland zu schaffen. Damit k\u00f6nnte im Medienbereich auch \u201edie industrielle Souver\u00e4nit\u00e4t Europas\u201c ausgebaut werden, teilte Rabe jetzt mit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die EU-Kommission teilte \u201enach sorgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung\u201c des Falls mit, dass die Transaktion den Wettbewerb \u201enicht erheblich verringern w\u00fcrde\u201c, und genehmigte sie ohne Auflagen. \u201eDie Transaktion erm\u00f6glicht es etablierten europ\u00e4ischen Mediengruppen, ihre Position in einer Zeit des Branchenwandels zu festigen, in der sie zunehmend unter Druck von globalen Streaming-Plattformen stehen\u201c, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera dazu mit. RTL zahlt f\u00fcr Sky zun\u00e4chst 150 Millionen Euro in bar, hinzu kommt eine variable Komponente, die an den Aktienkurs von RTL gekoppelt ist.<\/p>\n<p>Sportrechte sind f\u00fcr beide sehr wichtig<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die beiden Anbieter RTL und Sky sind vergleichsweise komplement\u00e4r, die Kundschaft \u00fcberlappt sich nur wenig. Bei RTL sind die Abonnentinnen eher j\u00fcnger und weiblicher, bei Sky eher \u00e4lter und m\u00e4nnlich, was auch an dem gro\u00dfen Sportangebot, etwa der Fu\u00dfball-Bundesliga, liegt. Es gebe im Gesch\u00e4ft nur wenige \u00dcberschneidungen, ist sich Rabe deshalb sicher. Zuletzt wurde betont, dass beide Unternehmen zun\u00e4chst unabh\u00e4ngig weiter gef\u00fchrt werden sollen, auch die Zentrale in Unterf\u00f6hring bei M\u00fcnchen soll erhalten bleiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/netflix-gruender-reed-hastings-rueckzug-unternehmen-li.3469626\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;eine_legende_geht_netflix_gruender_hastings_zieht_sich_zurueck&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;unternehmen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3469626&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wirtschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedewirtschaftnetflix-gruender-reed-hastings-rueckzug-unternehmen-li3469626\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bd7e7c44-c7ab-4d47-87c1-377853938211.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Streaming<\/p>\n<p>:Eine Legende geht: Netflix-Gr\u00fcnder Hastings zieht sich zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Vor fast 30 Jahren gr\u00fcndete er einen DVD-Versand und machte dann daraus den gr\u00f6\u00dften Streamingdienst der Welt. Jetzt will sich Reed Hastings zur\u00fcckziehen\u00a0 \u2013 und k\u00fcnftig Gutes tun.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sky <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a>\u00a0mit einem Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro und rund 2200 Mitarbeitenden geh\u00f6rte bislang \u00fcber Sky in London zum amerikanischen Medienkonzern Comcast, der suchte aber bereits seit L\u00e4ngerem nach einem K\u00e4ufer. Sky hat unter anderem einen gr\u00f6\u00dferen Teil der attraktiven Pay-TV-Rechte an der Fu\u00dfball-Bundesliga, zeigt aber in seinem Streamingdienst Wow auch Filme und Serien. Sky ist seit Jahren auch einer der wichtigsten Geldgeber der Fu\u00dfball-Bundesliga. Bei der letzten Rechte-Auktion der Deutschen Fu\u00dfball Liga (DFL) hat sich der Sender Ende des Jahres f\u00fcr viel Geld die Rechte an allen Bundesliga-Spielen am Freitag und Samstag gesichert. RTL wiederum zeigt Begegnungen der Fu\u00dfball-Nationalmannschaft und Spiele in der Europa League. Bei der Formel Eins kooperieren Sky und RTL bereits.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die j\u00e4hrlichen Synergien durch die \u00dcbernahme wurden im vergangenen Jahr mit 250 Millionen Euro beziffert, voll wirksam drei Jahre nach Abschluss der Transaktion, also von 2029 an. Der \u00fcberwiegende Teil davon soll offenbar aus einer Reduktion der Kosten erfolgen, damit sind auch Jobs in Gefahr. Klar ist, dass es an den beiden bisherigen Standorten, K\u00f6ln und Unterf\u00f6hring bei M\u00fcnchen, k\u00fcnftig Doppelfunktionen geben wird. Kompliziert werden d\u00fcrfte auch, die beiden technischen Plattformen zusammen zuf\u00fchren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">RTL hatte 2025 einen Umsatz von sechs Milliarden Euro und einen Gewinn von gut einer Milliarde Euro gemacht. Darin enthalten ist auch der Erl\u00f6s aus dem Verkauf der TV-Aktivit\u00e4ten in den Niederlanden. Der operative Gewinn ist 2025 gesunken, auch deshalb wurde <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/rtl-deutschland-gewinnbeteiligung-mitarbeiter-altersvorsorge-unzufriedenheit-li.3467272\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">f\u00fcr die Mitarbeitenden die Gewinnbeteiligung f\u00fcr 2025 gestrichen<\/a>, was zu erheblicher Unruhe f\u00fchrte. Zudem werden Stellen abgebaut. Seit Langem geht das Gesch\u00e4ft mit linearen Fernsehsendern zur\u00fcck, die Werbeeinnahmen sinken. Auch deshalb will der Konzern das Streaminggesch\u00e4ft verst\u00e4rken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist eines der gr\u00f6\u00dften Gesch\u00e4fte der j\u00fcngeren Zeit, die der Bertelsmann-Konzern eingef\u00e4delt hat. 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