{"id":16338,"date":"2026-04-22T18:03:26","date_gmt":"2026-04-22T18:03:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/16338\/"},"modified":"2026-04-22T18:03:26","modified_gmt":"2026-04-22T18:03:26","slug":"eu-kommission-rtl-darf-sky-uebernehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/16338\/","title":{"rendered":"EU-Kommission: RTL darf Sky \u00fcbernehmen"},"content":{"rendered":"<p>              EU-Kommission: RTL darf Sky \u00fcbernehmen<\/p>\n<p>Die RTL Group darf Sky Deutschland \u00fcbernehmen. Gut zehn Monate nach der Ank\u00fcndigung des \u00dcbernahmeplans hat die EU-Kommission uneingeschr\u00e4nkt gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Gesch\u00e4ft gegeben.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/RTL-meldet-Sky-Deutschland-Uebernahme-bei-EU-Kommission-an-11193940.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">EU-Kommission pr\u00fcft bei Fusionen und \u00dcbernahmen<\/a> gro\u00dfer Unternehmen im Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum regelm\u00e4\u00dfig, ob wettbewerbsrechtliche Bedenken bestehen. Im Fall von RTL und Sky stellte die Beh\u00f6rde \u201enach sorgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung\u201c fest, dass die Transaktion den Wettbewerb \u201enicht erheblich verringern w\u00fcrde\u201c und <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_26_852\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">genehmigte sie ohne Auflagen<\/a>.<\/p>\n<p>\u201eDie Transaktion erm\u00f6glicht es etablierten europ\u00e4ischen Mediengruppen, ihre Position in einer Zeit des Branchenwandels zu festigen, in der sie zunehmend unter Druck von globalen Streaming-Plattformen stehen\u201c, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera mit. Durch die B\u00fcndelung ihrer Kompetenzen seien RTL und Sky besser ger\u00fcstet, um in diesem sich rasant ver\u00e4ndernden Markt wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben.<\/p>\n<p>RTL will sein Abonnementgesch\u00e4ft ausbauen<\/p>\n<p>Im Juni 2025 hatte die RTL Group ihre <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/RTL-kauft-Sky-Deutschland-10461914.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pl\u00e4ne zur \u00dcbernahme von Sky Deutschland<\/a> vorgestellt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Marktposition im deutschen Streaming- und TV-Gesch\u00e4ft gegen\u00fcber gro\u00dfen US-Anbietern zu st\u00e4rken. Durch die Integration von Sky will RTL au\u00dferdem sein Abonnementgesch\u00e4ft ausbauen und unabh\u00e4ngiger vom klassischen TV-Werbemarkt werden, der weiter unter Druck steht.<\/p>\n<p>Die RTL Group setzt zunehmend auf digitale Abo-Modelle, um den R\u00fcckgang klassischer Werbeerl\u00f6se im linearen Fernsehen auszugleichen. Dazu wurde auch das Angebot von RTL+ weiterentwickelt \u2013 etwa durch neue B\u00fcndelangebote wie die Kooperation mit HBO Max, die \u00fcber die Vermarktungstochter AdAlliance vertrieben wird. Der zu Bertelsmann geh\u00f6rende Konzern will so seine Position als f\u00fchrender Anbieter in der deutschsprachigen Medienlandschaft festigen.<\/p>\n<p>RTL hatte bei der Ank\u00fcndigung der Sky-\u00dcbernahme im Juni 2025 mitgeteilt, dass RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter CEO des neuen Gemeinschaftsunternehmens werden soll. Sky Deutschland wird k\u00fcnftig Teil von RTL Deutschland. Zu Sky Deutschland geh\u00f6ren neben klassischen Fernsehsendern auch der Streamingdienst Wow.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Comcast-setzt-sich-in-der-Bieterschlacht-um-Sky-durch-4170807.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sky Deutschland z\u00e4hlt bislang zum US-Medienkonzern Comcast<\/a>. Der Kaufpreis betr\u00e4gt rund 150 Millionen Euro in bar, hinzu kommt eine variable Komponente, die an den Aktienkurs der RTL Group gekoppelt ist. Je nach Kursentwicklung k\u00f6nnten f\u00fcr RTL noch bis zu 377 Millionen Euro zus\u00e4tzlich f\u00e4llig werden. Mit der \u00dcbernahme vereint die b\u00f6rsennotierte RTL Group im deutschsprachigen Raum ein breites Portfolio aus frei empfangbaren TV-Sendern, Bezahlsendern und Streaming-Portalen \u2013 erg\u00e4nzt um Zeitschriften und Audioangebote.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die wechselvolle Geschichte von Sky<\/p>\n<p>Der Jahresumsatz von Sky Deutschland lag zuletzt bei rund 2 Milliarden Euro, der der RTL Group bei rund 6 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte zuletzt mit einer schwachen Werbekonjunktur und sinkenden Produktionserl\u00f6sen zu k\u00e4mpfen. Auch ein Stellenabbau geh\u00f6rte zu den Folgen.<\/p>\n<p>Sky blickt auf eine wechselvolle Geschichte zur\u00fcck: Der Sender ging aus dem einstigen Kirch-Unternehmen Premiere hervor, das lange Zeit die Fu\u00dfball-Bundesliga exklusiv im Pay-TV zeigte, wirtschaftlich aber nie dauerhaft profitabel war. 2018 \u00fcbernahm schlie\u00dflich Comcast den Bezahlsender.<\/p>\n<p>Seit Gr\u00fcndung des Bezahlsenders liegt der Schwerpunkt auf Sport\u00fcbertragungen, vor allem Fu\u00dfball. Erg\u00e4nzt wird das Angebot um Filme und Serien. Eigene Serienproduktionen wie \u201eBabylon Berlin\u201c oder \u201eDer Pass\u201c hatte das Unternehmen zuletzt eingestellt.<\/p>\n<p>RTL und Sky kooperierten bereits h\u00e4ufiger bei Rechten<\/p>\n<p>Intern gelten rund 80 Prozent der Abonnenten als Sport-Kunden. Die wichtigsten Sportrechte von Sky sind die Freitags- und Samstagsspiele der Fu\u00dfball-Bundesliga sowie die gesamte 2. Bundesliga. Zu den wichtigen Rechten geh\u00f6ren au\u00dferdem die englische Premier League, die Formel 1 und Tennis.<\/p>\n<p>RTL und Sky haben in den vergangenen Jahren h\u00e4ufiger Rechte ausgetauscht. So durfte RTL zuletzt sieben Rennen der Formel 1 im Free-TV zeigen. F\u00fcr die laufende Saison der wichtigsten Motorsport-Serie gab es bisher keine Einigung zwischen den beiden Sendern. Nach dem Kauf wird mit einer z\u00fcgigen Kl\u00e4rung gerechnet.<\/p>\n<p>Die Br\u00fcsseler Wettbewerbsh\u00fcter hatten insbesondere die Auswirkungen der Transaktion auf vier M\u00e4rkte untersucht: das Angebot und den Erwerb von audiovisuellen Inhalten, den Gro\u00dfhandel mit Fernsehkan\u00e4len und audiovisuellen Dienstleistungen, den Einzelhandel mit audiovisuellen Dienstleistungen an Endkunden und das Angebot von Werbefl\u00e4chen in audiovisuellen Inhalten. In keinem der Bereiche hatten sie Bedenken. Sie stellten unter anderem fest, dass die beiden Sender bisher sowohl im Sport- als auch Unterhaltungsbereich unterschiedliche Schwerpunkte haben und daher keine engen Wettbewerber beim Erwerb audiovisueller Inhalte sind.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vbr@heise.de\" title=\"Volker Briegleb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vbr<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EU-Kommission: RTL darf Sky \u00fcbernehmen Die RTL Group darf Sky Deutschland \u00fcbernehmen. 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