{"id":17225,"date":"2026-04-24T05:01:08","date_gmt":"2026-04-24T05:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/17225\/"},"modified":"2026-04-24T05:01:08","modified_gmt":"2026-04-24T05:01:08","slug":"schah-sohn-kritisiert-europa-im-illner-interview-scharf-der-kampf-wird-fortgesetzt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/17225\/","title":{"rendered":"Schah-Sohn kritisiert Europa im Illner-Interview scharf: &#8222;Der Kampf wird fortgesetzt werden&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"uk-text-muted\">24.04.2026 von SWYRL\/Doris Neubauer<\/p>\n<p>Entschlossen zum Kampf gegen das iranische Mullah-Regime zeigte sich Schah-Sohn Reza Pahlavi im Interview mit Maybrit Illner. Im anschlie\u00dfenden ZDF-Talk zum &#8222;\u00d6l-Schock&#8220; wurde eine \u00d6konomin deutlich: Eine Krise unvorstellbarer Dimension rolle auf uns zu.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt keinen Weg zur\u00fcck!&#8220;, steht f\u00fcr den iranischen Oppositionspolitiker im Exil Reza Pahlavi fest. Die Menschen in Iran seien &#8222;entschlossener als je zuvor, dieses Regime weiter zu bek\u00e4mpfen&#8220;, betonte der Schah-Sohn im Interview mit Maybrit Illner, das vorab aufgezeichnet im ZDF-Talk am Donnerstagabend ausgestrahlt wurde. &#8222;Der Kampf wird fortgesetzt werden, ob uns die Welt nun hilft oder nicht&#8220;, meinte er, denn: &#8222;Wir zahlen doch nicht den Preis f\u00fcr die Freiheit, damit die Welt sagt: &#8218;Vergesst es&#8216;, und wir versuchen einen Deal mit dem aktuellen Regime einzugehen. Das kann nicht die Antwort sein &#8211; darf sie auch nicht sein.&#8220;<\/p>\n<p>Pahlavi machte aus seiner Entt\u00e4uschung \u00fcber die &#8222;westliche Welt und vor allen Dingen von Europa&#8220; keinen Hehl: &#8222;Die freie Welt hat sich zur\u00fcckgezogen vor diesem Regime und nicht anders herum &#8211; das muss umgekehrt werden&#8220;. Illners Interview-Gast kritisierte, dass es zu wenig Druck auf die Mullahs und die Revolutionsgarden gebe. Dass auch er umstritten sei, weil sein Vater gegen Kurden und linke Progressive mit brutaler H\u00e4rte vorgegangen war, wies er von sich: &#8222;So eine Situation gab es zuvor nicht, das ist eine falsche Erz\u00e4hlung&#8220;, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber Illner und f\u00fcgte hinzu: &#8222;Jeder einzelne B\u00fcrger muss gleichberechtigt unterst\u00fctzt werden &#8211; das ist die Zukunft, auf die wir hoffen und f\u00fcr die wir arbeiten.&#8220; <\/p>\n<p>Genau dar\u00fcber h\u00e4tte er bei seinem Berlin-Besuch gerne mit Mitgliedern der Bundesregierung gesprochen. Letztere habe sich aber durch die Situation in der Stra\u00dfe von Hormus &#8222;erpressbar&#8220; gemacht und werde von &#8222;Iran als Geisel gehalten&#8220;. Statt Pahlavi zu empfangen, habe die schwarz-rote Koalition wieder diplomatische Gespr\u00e4che mit Teheran er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Chef Felix Banaszak fordert Orientiertung: &#8222;Wo ist die Ansprache des Bundeskanzlers?&#8220;<\/p>\n<p>Diese Kritik nahm die Moderatorin mit in die Talkshow-Runde, die am Abend \u00fcber die Frage &#8222;Welt im \u00d6l-Schock &#8211; untersch\u00e4tzt die Regierung die Krise?&#8220; diskutierte. &#8222;Ein Oppositionspolitiker ist nicht unsere erste Adresse&#8220;, konterte Bundeskanzleramtschef Thorsten Frei (CDU), lehnte aber den Vorwurf ab, erpressbar zu sein &#8211; auch wenn die Blockade der Stra\u00dfe von Hormus f\u00fcr das wirtschaftlich angeschlagene Deutschland eine Herausforderung darstelle.<\/p>\n<p>Das war milde ausgedr\u00fcckt. &#8222;Es ist eine Krise, die Dimensionen hat, die wir uns noch gar nicht vorstellen k\u00f6nnen&#8220;, verglich sie Wirtschaftswissenschaftlerin Isabella M. Weber mit einem Tsunami, dessen Sch\u00e4den nicht abzusch\u00e4tzen seien. &#8222;Es ist nicht nur eine Energiekrise, sondern eine Lebensmittel-, eine D\u00fcngemittelkrise&#8220;, z\u00e4hlte sie auf. Betroffen seien auch kritische Rohmaterialien und die Halbleiterproduktion. <\/p>\n<p>Dass angesichts dieser Dimension die Bundesregierung &#8222;business as usual&#8220; mache, ist f\u00fcr den Gr\u00fcnen-Parteivorsitzenden Felix Banaszak unverst\u00e4ndlich: &#8222;Wo ist die Ansprache des Bundeskanzlers, Samstag Abend um 20.15 in ARD und ZDF, parallel?&#8220;, vermisste er eine Einordnung des Weltgeschehens, wie es Angela Merkel nach Beginn der COVID-Pandemie getan h\u00e4tte. Auch Robert Habeck h\u00e4tte sich nach dem Ukraine-Angriff w\u00f6chentlich an die Bev\u00f6lkerung gewandt.<\/p>\n<p>Volkswirt Schularick kritisiert den Tankrabatt<\/p>\n<p>Dass sich Friedrich Merz nicht an die Menschen wende, liege laut Banaszak daran, dass er &#8222;Angst vor ihnen hat&#8220;, der Kanzler habe Angst vor der &#8222;Konfrontation mit dieser schweren Realit\u00e4t und Zumutungen&#8220;, unterstellte der Gr\u00fcnen-Co-Chef. Dabei seien die Menschen sehr wohl bereit, ihr Verhalten anzupassen, &#8222;aber sie erwarten eine Bundesregierung, die ihrerseits ihren Job erledigt.&#8220; Gefragt seien nun Orientierung und Klarheit, &#8222;und Friedrich Merz gibt diese Klarheit nicht mit Blick auf die internationale Lage&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Er macht es doch permanent&#8220;, widersprach Frei &#8211; sehr zum Erstaunen von Illner, die mit einem &#8222;Wirklich?&#8220; aufhorchen lie\u00df. Frei sei \u00fcberzeugt, dass die Menschen Einsparm\u00f6glichkeiten eigenst\u00e4ndig suchten und f\u00e4nden. Man d\u00fcrfe nicht auf alle Herausforderungen mit \u00f6ffentlichem Geld reagieren, sondern m\u00fcsse die Strukturen anpassen. Deshalb seien kartellrechtliche Ma\u00dfnahmen auf den Weg gebracht worden. Den umstrittenen Tankrabatt sowie die gleichfalls umstrittene 1.000-Euro-Pr\u00e4mie nannte er finanzierbare, unb\u00fcrokratische Instrumente.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn ich einen Benzinpreis mache, gehe ich ja gegen diese Anreize vor&#8220;, verortete Volkswirtschafts-Professor Moritz Schularick einen Widerspruch zur Spar-Behauptung. Statt Benzin billiger zu machen, h\u00e4tte man die Stromsteuer senken oder abschaffen sollen. Damit h\u00e4tte man die Krise genutzt, um die erneuerbaren Energien zu f\u00f6rdern. <\/p>\n<p>\u00d6konomin Isabella M. Weber: &#8222;Die grundlegende Frage ist der echte Mangel&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Die grundlegende Frage ist der echte Mangel&#8220;, konnte auch Wirtschaftswissenschaftlerin Weber den Ma\u00dfnahmen wenig abgewinnen. 20 Prozent des global gehandelten \u00d6ls w\u00fcrden fehlen, und in dieser Situation k\u00f6nne Preis ein Mechanismus sein, mit der Knappheit umzugehen. Sie forderte eine europaweite Koordination, eine Art &#8222;Einkaufsklub&#8220;, &#8222;um den Preis zu verteidigen und eine fairen Verteilmechanismus zugrunde zu legen&#8220;.<\/p>\n<p>Gleichzeitig m\u00fcssten Alternativen wie der \u00d6PNV sehr billig oder gratis angeboten werden, um diese attraktiver zu machen. Sonst gebe es bald eine Ungleichheitskrise, die &#8222;unsere Gesellschaft spaltet und unmittelbar unterwandert in einer Zeit, in der die Demokraten zusammenhalten m\u00fcssen&#8220;, warnte sie. <\/p>\n<p>In einer solch existenziellen Bedrohungslage m\u00fcsse man &#8222;alles auffahren, um damit umzugehen und das Energiesystem von der fossilen Abh\u00e4ngigkeit in die Erneuerbaren zu \u00fcberf\u00fchren.&#8220; W\u00fcrden diese Mittel nicht mobilisiert werden, &#8222;dann verspielen wir unsere Zukunft&#8220;, warnte sie die Bundesregierung. <\/p>\n<p>Die Antwort k\u00f6nne auf keinen Fall sein, mehr Schulden zu machen, erg\u00e4nzte Journalistin Helene Bubrowski. Neben strukturellen und gezielten Abfederungsma\u00dfnahmen m\u00fcsse man deshalb die Menschen darauf vorbereiten, dass es nicht weitergehen k\u00f6nne wie bisher. Der Appell der Journalistin: &#8222;Lasst uns der Realit\u00e4t ins Auge sehen &#8211; mit aller Ernsthaftigkeit und Zumutungen, die nicht abzufedern sind.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"24.04.2026 von SWYRL\/Doris Neubauer Entschlossen zum Kampf gegen das iranische Mullah-Regime zeigte sich Schah-Sohn Reza Pahlavi im Interview&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17226,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2864,9297,6348,249,7205,250,6,88,9298,9296,9294,9295,34,6506,1182,7198],"class_list":{"0":"post-17225","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-afd","9":"tag-anke-rehlinger","10":"tag-bundeskanzler","11":"tag-cdu","12":"tag-cinema-u0026-tv","13":"tag-csu","14":"tag-europa","15":"tag-friedrich-merz","16":"tag-gerrit-huy","17":"tag-grundabsicherung","18":"tag-markus-lanz","19":"tag-pension","20":"tag-politik","21":"tag-rente","22":"tag-spd","23":"tag-zdf"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17225\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}