{"id":18927,"date":"2026-04-27T19:58:09","date_gmt":"2026-04-27T19:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/18927\/"},"modified":"2026-04-27T19:58:09","modified_gmt":"2026-04-27T19:58:09","slug":"interoperabilitaet-mit-googles-android-eu-kommission-schlaegt-massnahmen-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/18927\/","title":{"rendered":"Interoperabilit\u00e4t mit Googles Android: EU-Kommission schl\u00e4gt Ma\u00dfnahmen vor"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat im Rahmen eines Pr\u00fcfverfahrens dem US-Konzern Google ihre vorl\u00e4ufigen Ergebnisse \u00fcbermittelt. Das teilte die Kommission <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_26_887\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in einer am Sonntag ver\u00f6ffentlichten Presseerkl\u00e4rung<\/a> mit. Die Google \u00fcbermittelten Feststellungen skizzieren die Ma\u00dfnahmen, die das Unternehmen umsetzen soll, um Dritten effektiven Zugang zu den wichtigsten Funktionen von Android zu erm\u00f6glichen und deren Interoperabilit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ende Januar hatte die EU-Kommission <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Google-EU-fordert-Oeffnung-von-Android-fuer-KI-Konkurrenz-binnen-sechs-Monaten-11155741.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">das Feststellungsverfahren begonnen<\/a> und Google eine Frist von sechs Monaten gesetzt, um etwaige technische H\u00fcrden f\u00fcr KI-Assistenten der Mitbewerber auf Android abzubauen. Die Aufsichtsbeh\u00f6rden der Europ\u00e4ischen Union pr\u00fcfen, ob Google die EU-Vorgaben nach <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Digital-Markets-Act\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">dem Gesetz \u00fcber digitale M\u00e4rkte (DMA)<\/a> einh\u00e4lt und konkurrierende KI-Software in Android fair behandelt.<\/p>\n<p>Interoperabilit\u00e4t f\u00fcr alternative KI-Dienstleister<\/p>\n<p>\u201eAngesichts der sich rasch wandelnden KI-Landschaft ist klar, dass Interoperabilit\u00e4t der Schl\u00fcssel ist, um das volle Potenzial dieser Technologien auszusch\u00f6pfen\u201c, so Henna Virkkunen, EU-Kommissarin f\u00fcr technologische Souver\u00e4nit\u00e4t, Sicherheit und Demokratie. \u201eDiese Ma\u00dfnahmen werden Android-Ger\u00e4te f\u00fcr ein breiteres Spektrum an KI-Diensten \u00f6ffnen, sodass Nutzer die Freiheit haben, die KI-Dienste zu w\u00e4hlen, die ihren Bed\u00fcrfnissen und Werten am besten entsprechen, ohne dabei auf Funktionalit\u00e4t verzichten zu m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Die nun vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen sollen sicherstellen, schreibt die EU-Kommission in ihrer Mitteilung, \u201edass konkurrierende KI-Dienste effektiv mit Anwendungen auf Android-Ger\u00e4ten interagieren und Aufgaben wie das Versenden von E-Mails \u00fcber die vom Nutzer bevorzugte E-Mail-App, das Bestellen von Essen oder das Teilen von Fotos mit Freunden ausf\u00fchren k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>Derzeit behalte sich Google diese Funktionen weitgehend f\u00fcr die Nutzung durch seine eigenen KI-Angebote auf Android-Smartphones und -Tablets vor, so die Kommission. Die von ihr vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden es Nutzerinnen und Nutzern k\u00fcnftig beispielsweise erm\u00f6glichen, konkurrierende KI-Dienste einfach \u00fcber ein individuelles \u201eWeckwort\u201c zu aktivieren. Zudem erm\u00f6glichten die Ma\u00dfnahmen, so die Kommission weiter, es konkurrierenden Anbietern von KI-Diensten, Innovationen voranzutreiben und Nutzerinnen und Nutzern auf Android-Smartphones und -Tablets neben den KI-Diensten von Alphabet, wie Gemini, tief integrierte KI-Erlebnisse anzubieten.<\/p>\n<p>\u201eDie heute vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen werden Android-Nutzern mehr Auswahlm\u00f6glichkeiten hinsichtlich der KI-Dienste bieten, die sie nutzen und in ihr Smartphone integrieren, einschlie\u00dflich der gro\u00dfen Bandbreite an KI-Diensten, die mit Googles eigener KI konkurrieren\u201c, erkl\u00e4rte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.<\/p>\n<p>Aufruf zur Stellungnahme<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Um sicherzustellen, dass die von ihr vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen wirksam sind, l\u00e4dt die EU-Kommission interessierte Parteien zur Stellungnahme <a href=\"https:\/\/digital-markets-act.ec.europa.eu\/dma100220-consultation-proposed-measures-interoperability-google-android-article-67-dma_en\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">im Rahmen einer \u00f6ffentlichen Konsultation<\/a> ein. Diese Stellungnahmen k\u00f6nnen bis zum 13. Mai eingereicht werden.<\/p>\n<p>Die Kommission k\u00fcndigt an, die R\u00fcckmeldungen der Beteiligten und von Google selbst sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen und die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen gegebenenfalls anzupassen. Den endg\u00fcltigen Beschluss wird die Aufsichtsbeh\u00f6rde innerhalb von sechs Monaten nach Einleitung des Feststellungsverfahrens am 27. Januar erlassen. Dieser werde dann die endg\u00fcltigen verbindlichen Ma\u00dfnahmen enthalten, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Digital Markets Act (DMA) ist seit November 2022 in Kraft und soll der Marktmacht von sogenannten Gatekeepern wie Google, Amazon oder Apple Grenzen setzen und den Wettbewerb im Digitalsektor fairer machen. Als Gatekeeper oder Torw\u00e4chter werden laut der EU-Verordnung Unternehmen eingestuft, die zentrale Plattformdienste anbieten und dauerhaft einen erheblichen Einfluss auf den EU-Binnenmarkt haben. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die EU-Kommission plant, die Digitalgesetzgebung rund um Digital Services Act (DSA) und DMA im Jahr 2026 <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/DSA-und-DMA-EU-Digitalgesetze-sollen-staerker-durchgesetzt-werden-11130605.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">entschiedener durchzusetzen<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:akn@heise.de\" title=\"Andreas Knobloch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">akn<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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