{"id":19792,"date":"2026-04-29T07:14:13","date_gmt":"2026-04-29T07:14:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/19792\/"},"modified":"2026-04-29T07:14:13","modified_gmt":"2026-04-29T07:14:13","slug":"meta-konzern-eu-facebook-und-instagram-schuetzen-kinder-nicht-ausreichend-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/19792\/","title":{"rendered":"Meta-Konzern &#8211; EU: Facebook und Instagram sch\u00fctzen Kinder nicht ausreichend &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Facebook und Instagram sch\u00fctzen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kinder\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kinder<\/a> nach vorl\u00e4ufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission nicht ausreichend vor den Gefahren ihrer Angebote. Die Br\u00fcsseler Internetw\u00e4chter verlangen von den Plattformen, das selbst in den Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren durchzusetzen, ansonsten droht dem Mutterkonzern Meta unter Leitung von Mark Zuckerberg laut Mitteilung eine empfindliche Strafe.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Metas Ma\u00dfnahmen sind demnach nicht ausreichend, um j\u00fcngeren Kindern den Zugang zu den Plattformen zu verwehren. Das Unternehmen identifiziere und entferne die Benutzerkonten der Kinder auch nicht unverz\u00fcglich, nachdem sie Zugang erlangt h\u00e4tten. Die EU-Kommission sieht darin einen Versto\u00df gegen das Gesetz \u00fcber digitale Dienste (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Digital\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digital<\/a> Services Act, kurz DSA).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Meta ermittle, bewerte und mindere die Risiken f\u00fcr Minderj\u00e4hrige nicht sorgf\u00e4ltig genug. So habe der Konzern verf\u00fcgbare wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert, die belegten, dass j\u00fcngere Kinder gegen\u00fcber potenziellen Sch\u00e4den durch Dienste wie Facebook und Instagram besonders anf\u00e4llig seien. In der Union nutzen laut Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde etwa 10 bis 12 Prozent der Kinder unter 13 Jahren Instagram oder Facebook.<\/p>\n<p>EU-Regeln gelten auch f\u00fcr TikTok, Snapchat und Co.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zwar gibt es bisher kein europaweites Mindestalter f\u00fcr soziale Netzwerke, der DSA verpflichtet gro\u00dfe Online-Plattformen aber dazu, Kinder und Jugendliche effektiv vor nicht altersgerechten Inhalten zu sch\u00fctzen. Zudem verlangt das Gesetz von den Online-Riesen, ihre eigenen Nutzungsbedingungen durchzusetzen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Ermittlungsergebnisse der EU-Kommission d\u00fcrften daher auch Snapchat, YouTube oder TikTok interessieren. Auch sie legen in ihren Nutzungsbedingungen f\u00fcr die Erstellung eines Kontos ein Mindestalter von 13 Jahren fest. Allerdings lassen sich die Plattformen auch ohne Konto nutzen &#8211; wobei die Einschr\u00e4nkungen bei der Nutzung dann stark variieren.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Plattformen bald das Alter per EU-App?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Langfristig dr\u00e4ngt Br\u00fcssel darauf, dass Instagram, Snapchat, TikTok und Co. eine von der EU-Kommission entwickelte App zur Altersverifikation nutzen, um Altersangaben zu pr\u00fcfen. Oder sie finden eine aus Sicht der EU mindestens genauso effektive, anonyme und datenschutzkonforme Alternative.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Damit die EU-App als Goldstandard pr\u00e4sentiert und damit als Druckmittel gegen\u00fcber den Plattformen genutzt werden kann, setzt die EU-Kommission allerdings auch auf die Regierungen der Mitgliedstaaten. Die L\u00e4nder, die es bisher nicht getan haben, sollen die EU-App zur Altersverifikation an ihre nationalstaatlichen Bedingungen anpassen und zur Verf\u00fcgung stellen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gibt es die App in allen EU-L\u00e4ndern, bleibt den Online-Riesen nach Ansicht der EU-Kommission keine Ausrede mehr. Das Problem: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> und auch andere EU-Staaten sind z\u00f6gerlich, die App zu nutzen und k\u00f6nnten laut Medienberichten eigene technische L\u00f6sungen bevorzugen. Einen Flickenteppich will die Europ\u00e4ische Kommission in jedem Fall verhindern.<\/p>\n<p>Debatte um Social-Media-Verbot erh\u00f6ht Druck auf Br\u00fcssel<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Unterdessen w\u00e4chst seit Monaten der Druck auf Br\u00fcssel, den Mitgliedsl\u00e4ndern ein Mindestalter f\u00fcr Social Media rechtlich zu erm\u00f6glichen. Mehrere EU-Staaten, darunter Frankreich, Spanien, Griechenland und \u00d6sterreich, haben bereits angek\u00fcndigt, ein Social-Media-Verbot f\u00fcr Minderj\u00e4hrige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen zu wollen. Auch innerhalb der deutschen Bundesregierung gibt es Bestrebungen f\u00fcr eine solche Altersgrenze.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/6f17ea64-1785-4670-b594-e5b5e9310e00.jpg\"   alt=\"Die EU-Kommission spielt in der Debatte um ein m\u00f6gliches Social-Media-Verbot eine entscheidende Rolle. (Symbolbild)\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die EU-Kommission spielt in der Debatte um ein m\u00f6gliches Social-Media-Verbot eine entscheidende Rolle. (Symbolbild) Alicia Windzio\/dpa<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bisher ist offen, ob die Europ\u00e4ische Kommission die Vorhaben unterst\u00fctzt und von ihrer alleinigen Kompetenz Gebrauch macht, den gro\u00dfen Plattformen in der EU entsprechende Regeln vorzuschreiben. Ansonsten w\u00fcrden die nationalstaatlichen Verbote n\u00e4mlich ausschlie\u00dflich die Kinder und Eltern in die Verantwortung nehmen k\u00f6nnen. Eine von der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde eingesetzte Expertenkommission soll im Sommer Vorschl\u00e4ge zum weiteren Vorgehen pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Untersuchung: Kinder k\u00f6nnen sich Alter ausdenken<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bis dahin setzt die EU-Kommission auf den DSA und betont die bereits existierenden Verpflichtungen f\u00fcr die Plattformen beim Kinder- und Jugendschutz. In ihren vorl\u00e4ufigen Untersuchungsergebnissen kritisieren die Br\u00fcsseler Internetw\u00e4chter Meta etwa daf\u00fcr, dass Kinder bei der Anmeldung problemlos ein falsches Geburtsdatum angeben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die M\u00f6glichkeit, Kinder unter 13 auf Instagram und Facebook zu melden, sei zudem umst\u00e4ndlich und ineffektiv. Allein der Zugang zum Meldeformular erfordere bis zu sieben Klicks, kritisiert die EU-Beh\u00f6rde. H\u00e4ufig erfolge dann keine angemessene Nachverfolgung des Benutzerkontos und das gemeldete Kind k\u00f6nne den Dienst ohne eine Pr\u00fcfung weiternutzen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Unternehmen hat nun die M\u00f6glichkeit, sich gegen die Vorw\u00fcrfe zu verteidigen oder k\u00f6nnte mit entsprechenden \u00c4nderungen die Bedenken der EU ausr\u00e4umen. Findet sich keine einvernehmliche L\u00f6sung, k\u00f6nnte es f\u00fcr Meta theoretisch teuer werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die EU-Kommission w\u00fcrde dann formell einen Versto\u00df feststellen und eine Strafe von bis zu sechs Prozent des j\u00e4hrlichen Konzernumsatzes verh\u00e4ngen. Auch t\u00e4gliche Strafen w\u00e4ren m\u00f6glich, um das US-Unternehmen zum Einlenken zu bewegen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260429-930-7712\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Facebook und Instagram sch\u00fctzen Kinder nach vorl\u00e4ufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission nicht ausreichend vor den Gefahren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19793,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[218,82,1330,21,232,6,22,838,4459,900,159,385,194,160],"class_list":{"0":"post-19792","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-ausland","9":"tag-deutschland","10":"tag-digital","11":"tag-eu","12":"tag-eu-kommission","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-internet","16":"tag-jugend","17":"tag-kinder","18":"tag-medien","19":"tag-sueddeutsche-zeitung","20":"tag-usa","21":"tag-wirtschaft"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19792"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19792\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}