{"id":20245,"date":"2026-04-29T13:56:22","date_gmt":"2026-04-29T13:56:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/20245\/"},"modified":"2026-04-29T13:56:22","modified_gmt":"2026-04-29T13:56:22","slug":"arbeitsstunde-in-deutschland-kostet-45-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/20245\/","title":{"rendered":"Arbeitsstunde in Deutschland kostet 45 Euro"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/frau-laptop-108.jpg\" alt=\"Eine Frau arbeitet an einem Laptop.\" title=\"Eine Frau arbeitet an einem Laptop. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.04.2026 \u2022 15:45 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die Arbeitskosten in Deutschland sind 2025 gestiegen, wenn auch weniger stark als im EU-Schnitt. Seit 2020 haben sich Arbeitsstunden um ein F\u00fcnftel verteuert. Unternehmen versch\u00e4rfen indes ihre Pl\u00e4ne zum Stellenabbau.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die im europ\u00e4ischen Vergleich hohen Arbeitskosten in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Eine Arbeitsstunde in der Produktion und f\u00fcr Dienstleistungen kostete im Schnitt 45 Euro je Stunde, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegen\u00fcber dem Vorjahr wuchsen die Arbeitskosten um 3,6 Prozent und damit etwas weniger als im EU-Durchschnitt von 4,1 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten wie Sozialbeitr\u00e4gen der Arbeitgeber oder Kosten zur Weiterbildung zusammen. Zu den Bruttoverdiensten z\u00e4hlen das Entgelt f\u00fcr geleistete Arbeitszeit, Sonderzahlungen, verm\u00f6genswirksame Leistungen und die Verg\u00fctung f\u00fcr nicht gearbeitete Tage wie Urlaubstage.<\/p>\n<p>    Nur wenige EU-L\u00e4nder teurer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gemessen am EU-Mittel von 34,90 Euro zahlten Unternehmen hierzulande damit 29 Prozent mehr. Damit liegt Deutschland in der Spitzengruppe. H\u00f6her waren die Arbeitskosten 2025 nur in Luxemburg (56,80 Euro), D\u00e4nemark (51,70), den Niederlanden (47,90) und \u00d6sterreich (46,30).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings gab es f\u00fcr Belgien noch keine Ergebnisse, das Land lag im Vorjahr auf Platz drei. Das Land mit den EU-weit niedrigsten Arbeitskosten 2025 war Bulgarien mit 12,00 Euro pro Arbeitsstunde, gefolgt von Rum\u00e4nien (13,60 Euro) und Ungarn (15,20 Euro).<\/p>\n<p>    Gr\u00f6\u00dfte Anstiege in Osteuropa<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">2025 h\u00e4tten sich die deutschen Arbeitskosten unterdurchschnittlich zum Euroraum und der EU entwickelt, schrieb Ulrike Stein, Arbeitsmarktexpertin am Institut f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung. &#8222;W\u00e4hrend sich die Arbeitskosten im privaten Dienstleistungssektor im Durchschnitt bewegten, fiel der Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich unterdurchschnittlich aus.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am st\u00e4rksten stiegen die Arbeitskosten 2025 in Bulgarien (+13,1 Prozent), gefolgt von Kroatien mit 11,6 Prozent und Polen mit 10,5 Prozent. Nur relativ wenig verteuerte sich Arbeit in Frankreich (+2,0 Prozent), D\u00e4nemark (+3,0) und Italien (+3,2). In Malta sanken die Arbeitskosten sogar leicht.<\/p>\n<p>    An Wettbewerbsposition wenig ge\u00e4ndert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mittelfristig habe sich die Arbeitsstunde in Deutschland seit 2020 um gut ein F\u00fcnftel verteuert (+22,3 Prozent), schrieb das Statistische Bundesamt weiter, besonders stark im Gastgewerbe mit einem Plus von 30 Prozent. Der Abstand zum EU-Schnitt \u00e4nderte sich aber kaum.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So lagen die Arbeitskosten in Deutschland 2020 mit 30 Prozent fast ebenso deutlich \u00fcber dem EU-Mittel wie 2025 mit 29 Prozent. Aus Sicht der Expertin Stein zeigt das, dass sich an der Wettbewerbsposition Deutschlands bei den Lohnkosten wenig ge\u00e4ndert habe. Wirtschaftsverb\u00e4nde fordern immer wieder Reformen, um die hohen Arbeitskosten in Deutschland zu senken.<\/p>\n<p>    Stellenabbau in allen Branchen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wegen der weltweiten Krisen wollen die Unternehmen in Deutschland derweil nach Angaben des ifo-Instituts mehr Stellen abbauen. Das entsprechende Besch\u00e4ftigungsbarometer sank demnach im M\u00e4rz auf den niedrigsten Wert seit fast sechs Jahren. &#8222;Die geopolitische Unsicherheit greift auf die Personalplanungen der Unternehmen \u00fcber&#8220;, sagte der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. &#8222;Es werden mehr Arbeitspl\u00e4tze ab- als aufgebaut.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor allem der ungel\u00f6ste Konflikt im Nahen Osten belastet die Weltwirtschaft erheblich. Ein Ende der fast vollst\u00e4ndigen Blockade der Stra\u00dfe von Hormus, die von zentraler Bedeutung f\u00fcr die \u00d6lversorgung ist, ist nicht abzusehen. In der Folge sind die Energiepreise enorm gestiegen und Lieferketten unterbrochen. Zuvor hatte bereits das Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sich pessimistisch ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kaum eine Branche bleibt laut ifo vom Arbeitsplatzabbau verschont. So haben sich das Barometer f\u00fcr die Arbeitsmarktsituation in der Industrie verschlechtert, ebenso im Gro\u00df- und Einzelhandel. Bei den Dienstleistern sank der entsprechende Indikator auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise. Der Logistik machen gestiegenen Kosten zu schaffen. Auch im Tourismus w\u00fcrden Arbeitspl\u00e4tze abgebaut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.04.2026 \u2022 15:45 Uhr Die Arbeitskosten in Deutschland sind 2025 gestiegen, wenn auch weniger stark als im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20246,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[10244,21,22,10316,10356,10357],"class_list":["post-20245","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-arbeitskosten","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-gehalt","tag-lohn","tag-stellenabbau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20245\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}