{"id":21647,"date":"2026-05-01T19:18:33","date_gmt":"2026-05-01T19:18:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/21647\/"},"modified":"2026-05-01T19:18:33","modified_gmt":"2026-05-01T19:18:33","slug":"us-handelspolitik-trump-kuendigt-zoelle-von-25-prozent-auf-pkw-und-lkw-an-eu-droht-mit-gegenmassnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/21647\/","title":{"rendered":"US-Handelspolitik: Trump k\u00fcndigt Z\u00f6lle von 25 Prozent auf Pkw und Lkw an\u00a0\u2013 EU droht mit Gegenma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcndigt an, die Z\u00f6lle auf Pkw und Lkw aus der Europ\u00e4ischen Union auf 25 Prozent anzuheben. Grund sei die \u201eNichteinhaltung unseres vollst\u00e4ndig vereinbarten Handelsabkommens\u201c vonseiten der EU, wie er <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/truthsocial.com\/@realDonaldTrump\/posts\/116500111621281950\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/truthsocial.com\/@realDonaldTrump\/posts\/116500111621281950&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">auf seiner Plattform Truth Social bekannt gab<\/a>. <\/p>\n<p>\u201eEs ist allgemein bekannt und vereinbart, dass f\u00fcr die Produktion von Pkw und Lkw in US-amerikanischen Werken KEINE Z\u00d6LLE anfallen\u201c, erg\u00e4nzte Trump. \u201eZahlreiche Automobil- und Lkw-Werke befinden sich derzeit im Bau, mit Investitionen von \u00fcber 100 Milliarden US-Dollar \u2013 ein Rekord in der Geschichte der Automobilindustrie. Diese Werke, in denen amerikanische Arbeitskr\u00e4fte besch\u00e4ftigt sein werden, werden in K\u00fcrze er\u00f6ffnet.\u201c <\/p>\n<p>Trump und die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hatten sich im Juli vergangenen Jahres auf ein Handelsabkommen geeinigt. Darin wurde f\u00fcr die meisten Waren ein Zollsatz von 15 Prozent festgelegt. Der Status des Abkommens wurde jedoch durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Februar in Frage gestellt, der entschieden hatte, dass Trump nicht befugt ist, einen wirtschaftlichen Notstand auszurufen, um Z\u00f6lle auf EU-Waren zu erheben.<\/p>\n<p>Die Zollobergrenze sank auf zehn Prozent, weil die Trump-Regierung auf der Grundlage anderer Gesetze neue Z\u00f6lle erhob. Derzeit untersucht sie Handelsungleichgewichte und nationale Sicherheitsrisiken, um eine neue Zollregelung einzuf\u00fchren, die letztlich das Abkommen mit der EU gef\u00e4hrden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Von der Leyen hatte nach dem Urteil des Supreme Court erkl\u00e4rt, die EU erwarte, dass sich die US-Regierung ebenso wie die EU an die in einer Gemeinsamen Erkl\u00e4rung gemachten Zusagen halte. \u201eEU-Produkte m\u00fcssen weiterhin die wettbewerbsf\u00e4higste Behandlung erfahren, ohne dass die Z\u00f6lle \u00fcber die zuvor vereinbarte klare und umfassende Obergrenze hinaus erh\u00f6ht werden\u201c, forderte sie. \u201eEin Abkommen ist ein Abkommen.\u201c<\/p>\n<p>Der Wert des Waren- und Dienstleistungsverkehrs zwischen der EU und den USA belief sich nach Angaben der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat im Jahr 2024 auf 1,7 Billionen Euro, was durchschnittlich 4,6 Milliarden Euro pro Tag entspricht. Die EU hat erkl\u00e4rt, sie gehe davon aus, dass das Handelsabkommen mit den USA den europ\u00e4ischen Automobilherstellern monatlich Kosten von etwa 500 bis 600 Millionen Euro einsparen werde.<\/p>\n<p>\u201eWir bekennen uns weiterhin uneingeschr\u00e4nkt zu einer berechenbaren Beziehung\u201c<\/p>\n<p>Falls Trump die US-Z\u00f6lle wie angek\u00fcndigt anheben sollte, beh\u00e4lt sich die EU Gegenma\u00dfnahmen vor Das machte eine Sprecherin der EU-Kommission am Abend in Br\u00fcssel deutlich. \u201eWir bekennen uns weiterhin uneingeschr\u00e4nkt zu einer berechenbaren, f\u00fcr beide Seiten vorteilhaften transatlantischen Beziehung\u201c, teilte die Sprecherin mit. Sollten die USA Ma\u00dfnahmen ergreifen, die im Widerspruch zum gemeinsamen Handelsabkommen st\u00fcnden, behalte man sich \u201ealle Optionen vor, um die Interessen der EU zu sch\u00fctzen\u201c.<\/p>\n<p>Die Sprecherin versicherte, die Europ\u00e4ische Union setze die eingegangenen Verpflichtungen im Einklang mit der \u00fcblichen Gesetzgebungspraxis um und halte die US-Regierung dabei stets umfassend auf dem Laufenden. \u201eWir stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern, auch um Klarheit \u00fcber die Verpflichtungen der USA zu erlangen.\u201c <\/p>\n<p>\u201eDer Schritt zeigt, wie unzuverl\u00e4ssig die US-Seite ist\u201c<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange, hat die angek\u00fcndigten Z\u00f6lle auf europ\u00e4ische Autos scharf kritisiert. \u201eDieser j\u00fcngste Schritt zeigt, wie unzuverl\u00e4ssig die US-Seite ist\u201c, erkl\u00e4rte der SPD-Politiker am Freitag. So gehe man nicht mit engen Partnern um. Trumps Verhalten sei inakzeptabel. Die Europ\u00e4ische Union m\u00fcsse nun mit \u00e4u\u00dferster Klarheit und Entschlossenheit aus einer Position der St\u00e4rke heraus reagieren, forderte Lange. W\u00e4hrend sich die EU an das sogenannte Schottland-Abkommen halte und die entsprechende Gesetzgebung voraussichtlich im Juni abschlie\u00dfen werde, h\u00e4tten die USA die Vereinbarung wiederholt gebrochen.<\/p>\n<p>\u201eEinseitige Zolldrohungen untergraben Vertrauen und belasten den transatlantischen Handel erheblich\u201c, sagte der Pr\u00e4sident des Bundesverbandes Gro\u00dfhandel, Au\u00dfenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Vollkommen unklar sei zudem, auf welcher rechtlichen Basis Trump die angek\u00fcndigte Zollerh\u00f6hung umsetzen wolle. Umso wichtiger seien k\u00fcnftig durchsetzbare Schutzklauseln, die Verl\u00e4sslichkeit schafften und schnelles Handeln erm\u00f6glichten. \u201eEuropa muss kooperationsbereit bleiben, aber seine Interessen konsequent verteidigen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr den \u00d6konomen Marcel Fratzscher kommt die erneute Eskalation im Handelskonflikt mit den USA durch die Zolldrohungen von Pr\u00e4sident Donald Trump nicht \u00fcberraschend. \u201eDenn Pr\u00e4sident Trump nutzt Deutschlands und Europas stetiges Nachgeben als Schw\u00e4che aus\u201c, sagte der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. \u201eEs r\u00e4cht sich nun erneut, dass die Europ\u00e4ische Union und auch die Bundesregierung im Konflikt mit Trump immer wieder nachgegeben und ihn gew\u00e4hren lassen haben.\u201c<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung erfolgte kurz nachdem Trump Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert hatte. Trump forderte Merz auf, sich auf die Beendigung des Ukraine-Kriegs zu konzentrieren, anstatt sich in die Angelegenheiten des Iran \u201eeinzumischen\u201c. Zudem solle Merz \u201esein marodes Land in Ordnung bringen\u201c, erkl\u00e4rte Trump am Donnerstag in Onlinemedien. <\/p>\n<p>Deutschland ist f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Autoexporte aus der EU verantwortlich und w\u00fcrde von h\u00f6heren Z\u00f6llen vermutlich hart getroffen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcndigt an, die Z\u00f6lle auf Pkw und Lkw aus der Europ\u00e4ischen Union auf 25 Prozent&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21513,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[10879,670,21,22,674,10884,10878,1285,10873,10885,671,330,669,1286,98],"class_list":["post-21647","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-bernd-spd","tag-donald-geb-1946","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-europaeische-union-eu","tag-fratzscher","tag-lange","tag-leyen","tag-lkw-lastkraftwagen-ks","tag-marcel","tag-newsteam","tag-texttospeech","tag-trump","tag-ursula-von-der","tag-zoll"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21647","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21647"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21647\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21647"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21647"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}