{"id":25165,"date":"2026-05-07T06:39:51","date_gmt":"2026-05-07T06:39:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/25165\/"},"modified":"2026-05-07T06:39:51","modified_gmt":"2026-05-07T06:39:51","slug":"der-cyberkrieg-sticht-ins-herz-der-europaeischen-infrastruktur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/25165\/","title":{"rendered":"Der Cyberkrieg sticht ins Herz der europ\u00e4ischen Infrastruktur"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/589270660_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Arbeiter in orangefarbener Kleidung sichern w\u00e4hrend der Bauarbeiten an einer Hochspannungsleitung ein Bauteil\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Monteure befestigen ein Bauteil w\u00e4hrend der Bauarbeiten am Hochspannungsnetzprojekt von Swissgrid. Der Energiesektor ist ein kritischer Infrastrukturbereich.            <\/p>\n<p>            Keystone \/ Peter Schneider        <\/p>\n<p>        Parallel zu bewaffneten Konflikten und den F\u00e4higkeiten der k\u00fcnstlichen Intelligenz nimmt die Bedrohung durch b\u00f6swillige Angriffe auf die schweizerische Strom-, Telekommunikations- und Verkehrsinfrastruktur zu. In einer zunehmend vernetzten Welt ist das ein Risiko f\u00fcr die Schweiz und ihre europ\u00e4ischen Nachbarn.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        07. Mai 2026 &#8211; 08:00\n<\/p>\n<p>Kaum ein Tag vergeht, ohne dass es irgendwo einen neuen Cyberangriff auf die kritische Infrastruktur der Schweiz gibt.<\/p>\n<p>Anlagen, die f\u00fcr eine stabile Gesellschaft und Wirtschaft unerl\u00e4sslich sind \u2013 von Energie und Finanzen bis hin zu Gesundheitsversorgung, Produktion von Nahrungsmitteln und Verkehr \u2013, sind laut dem ersten halbj\u00e4hrlichen Datenbericht der Regierung zu diesem Problem fast t\u00e4glich Ziel von Angriffen von Kriminellen oder feindlich gesinnten Staaten.<\/p>\n<p>Das ist nicht nur f\u00fcr die Schweiz besorgniserregend. Das Land im Zentrum Europas ist ein Knotenpunkt f\u00fcr Energie-, Telekommunikations- und Verkehrsverbindungen zwischen Deutschland, Frankreich und Italien.<\/p>\n<p>Seine Wasserkraftwerke in den Alpen <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/wirtschaft\/eine-riesige-wasserbatterie-in-den-schweizer-alpen\/46909402\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fungieren als riesige Batterien<\/a> und helfen, die schwankende Solar- und Windenergieerzeugung in Europa zu stabilisieren, indem sie Strom nach Bedarf speichern und abgeben.<\/p>\n<p>\u00abCyberangriffe machen nicht an organisatorischen, branchenspezifischen oder nationalen Grenzen halt\u00bb, sagt Florian Sch\u00fctz, Direktor des Nationalen Zentrums f\u00fcr Cybersicherheit (NCSC), das Ende M\u00e4rz Halbjahreszahlen zur kritischen Infrastruktur ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>\u00abNeben der anhaltenden Bedrohung durch Cyberkriminalit\u00e4t m\u00fcssen Organisationen auch zunehmend ausgefeilten Angriffen durch staatlich gef\u00f6rderte Akteure standhalten, die strategische Interessen verfolgen.\u00bb<\/p>\n<p>Betreiber kritischer Infrastrukturen, die seit April des vergangenen Jahres verpflichtet sind, Cyberangriffe innerhalb von 24 Stunden zu melden, <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/de\/newnsb\/1qIx-8jjt9q5-qfFKHqCS\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">berichteten dem Zentrum zufolge im zweiten Halbjahr von 145 solchen Vorf\u00e4llenExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/682937005_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Soldaten der Schweizer Armee bei einer Gefechts\u00fcbung mit einem M\u00f6rser auf dem Waffenplatz in Hinterrhein.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Schweizer Politik\n        <\/p>\n<p>        Schwache Armee: Warum die Schweiz mit ihrer Verteidigung hadert    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        19. Feb. 2026                    <\/p>\n<p>                Die Schweiz wird in Europa zur Sicherheitsl\u00fccke. Doch Verteidigung hat im Inland keine Priorit\u00e4t. Die Politik verliert sich in Finanzdebatten. Das Volk fremdelt mit seiner Armee. Analyse.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/schwache-armee-warum-die-schweiz-mit-ihrer-verteidigung-hadert\/90960885\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Schwache Armee: Warum die Schweiz mit ihrer Verteidigung hadert<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Neben der Versch\u00e4rfung der Meldepflicht arbeitet der Schweizer Bundesrat an Pl\u00e4nen, um besser auf Bedrohungen reagieren zu k\u00f6nnen. Bis Ende Jahr will er unter anderem Gesetze zu Zuverl\u00e4ssigkeits- und Sicherheitsstandards sowie zum Schutz sicherheitsrelevanter Daten vorlegen.<\/p>\n<p>J\u00fcngste Ereignisse in Europa verdeutlichen die Risiken von Sabotage und Spionage durch feindliche Akteure. Laut dem NCSC-Sicherheitsbericht vermutet die franz\u00f6sische nationale Cybersicherheitsbeh\u00f6rde, dass im zweiten Halbjahr 2025 Angriffe auf \u00f6ffentliche Dienste, Telekommunikation, Finanzen und Verkehr von Gruppen mit Verbindungen zu russischen und chinesischen Geheimdiensten durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Schweiz in diesem Zeitraum <a href=\"https:\/\/cms.news.admin.ch\/dam\/en\/bacs\/cFWQRo2eonAz\/BACS-HJB-2025-2_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">offenbar keine Cybersabotage an Industrieanlagen erlittenExterner Link<\/a> hat, wurde das Mobilfunknetz Luxemburgs am 23. Juli f\u00fcr mehrere Stunden lahmgelegt. Dadurch waren Notrufnummern, der Internetzugang und Online-Banking-Dienste beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n<p>Die Welt ver\u00e4ndert sich; Angriffe auf die Infrastruktur stellen eine neue Art der Kriegsf\u00fchrung dar:<\/p>\n<p>Ukraine, Iran und k\u00fcnstliche Intelligenz<\/p>\n<p>Konflikte in Europa und im Nahen Osten erh\u00f6hen die Bedrohung zus\u00e4tzlich: Russlands Krieg gegen die Ukraine geht ins vierte Jahr, der Iran vergilt Bombardierungen durch die USA und Israel, indem er ihre ausl\u00e4ndischen Interessen und Verb\u00fcndeten ins Visier nimmt.<\/p>\n<p>Die Verbreitung k\u00fcnstlicher Intelligenz erh\u00f6ht die Risiken weiter: So warnte das KI-Unternehmen Anthropic in diesem Monat, dass <a href=\"https:\/\/www.anthropic.com\/glasswing\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">sein neustes Modell \u00abMythos\u00bbExterner Link<\/a> jahrzehntealte Schwachstellen in weit verbreiteter Software in kritischer Infrastruktur gefunden habe. Solche Informationen k\u00f6nnten genutzt werden, um Systeme aus der Ferne zum Absturz zu bringen.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/667411205_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Ein Mann im Anzug\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Christian Dussey, Direktor des Bundesnachrichtendiensts.            <\/p>\n<p>            Keystone \/ Alessandro Della Valle        <\/p>\n<p>\u00abDie Schweiz muss ihre Sicherheitslage in einem globalen Kontext betrachten\u00bb, sagte Christian Dussey, Direktor des Nachrichtendiensts des Bundes (NDB), bei der Ver\u00f6ffentlichung des j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/www.vbs.admin.ch\/de\/ndb-sicherheit-schweiz-2025\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Lageberichts der Beh\u00f6rde im Juli des vergangenen JahresExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>\u00abDie globale Konfrontation betrifft uns direkt. Unser strategischer Radar verfolgt derzeit gleichzeitig 15 Krisenherde. Eine solche Bedrohungsdichte haben wir noch nie erlebt.\u00bb<\/p>\n<p>Im Bericht schreibt der Geheimdienst, das Land sei gegen\u00fcber Cyber- oder physischen Angriffen durch staatliche Akteure anf\u00e4llig, die anderen Nationen, B\u00fcndnissen oder Institutionen Schaden zuf\u00fcgen wollen, die auf die kritische Infrastruktur der Schweiz angewiesen sind.<\/p>\n<p>Die Schweiz im Mittelpunkt des europ\u00e4ischen Stromnetzes<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Schl\u00fcsselrolle der Schweiz im europ\u00e4ischen Elektrizit\u00e4tssystem.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.entsoe.eu\/data\/map\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Das so genannte SynchronnetzExterner Link<\/a> verbindet die Stromnetze der L\u00e4nder auf dem gesamten Kontinent und erm\u00f6glicht es, Nachfrage\u00fcbersch\u00fcsse mit dem Angebot aus anderen Regionen auszugleichen.<\/p>\n<p>Die Schweiz ist ein Knotenpunkt f\u00fcr den \u00fcber die Alpen \u00fcbertragenen Strom zwischen den gr\u00f6ssten Volkswirtschaften Europas sowie f\u00fcr die Speicherung von Reserveenergie in ihren Wasserkraftreservoirs.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Profile_Pic_2020.jpg\" width=\"500\" height=\"667\" alt=\"Ein \u00e4lterer Mann mit Brille\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Wolfgang Kr\u00f6ger, emeritierter Professor an der ETH Z\u00fcrich und Experte f\u00fcr Infrastrukturrisiken.            <\/p>\n<p>            zVg        <\/p>\n<p>Doch was die Struktur effizient und zuverl\u00e4ssig macht, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0951832019311998\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">macht sie auch anf\u00e4lligExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>\u00abKettenreaktionen von Ausf\u00e4llen \u00fcber Grenzen hinweg sind m\u00f6glich und haben stattgefunden\u00bb, sagt Wolfgang Kr\u00f6ger, emeritierter Professor an der Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschule (ETH) Z\u00fcrich und Spezialist f\u00fcr Infrastrukturrisiken, gegen\u00fcber Swissinfo.<\/p>\n<p>\u00abSt\u00f6rungen und abnormale Lastfl\u00fcsse k\u00f6nnen von aussen in das Schweizer Netz eindringen. Sie m\u00fcssen vom Systembetreiber wirksam gemanagt werden\u00bb, sagt er.<\/p>\n<p>\u00abDie gr\u00f6ssten Schwachstellen k\u00f6nnen aus potenziellen Cyberangriffen resultieren, da das immer komplexer werdende Netz durch ausgefeilte digitale Systeme gesteuert, \u00fcberwacht und verwaltet wird.\u00bb<\/p>\n<p>Der erste erfolgreiche Cyberangriff auf ein Stromnetz fand 2015 in der Ukraine statt, als russische Hacker 230\u2019000 Menschen ohne Stromversorgung zur\u00fcckliessen.<\/p>\n<p>Im April 2026 <a href=\"https:\/\/www.cisa.gov\/news-events\/cybersecurity-advisories\/aa26-097a\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">warnten amerikanische Beh\u00f6rdenExterner Link<\/a>, dass mit dem Iran verbundene Hacker die US-amerikanische Strom- und Wasserversorgung ins Visier genommen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Schwachstellen vom Cyberbereich bis zum Transportwesen<\/p>\n<p>\u00dcber die Energie hinaus ist die Schweiz ein zentrales Element des europ\u00e4ischen Glasfasernetzes und leitet grosse Mengen des kontinentalen Internetverkehrs \u00fcber ihre Knotenpunkte.<\/p>\n<p>Auch der G\u00fcterverkehr auf Schiene und Strasse ist in regionale Lieferketten eingebunden und transportiert alles von Lebensmitteln bis hin zu Hightech-Teilen und Ausr\u00fcstungen, die f\u00fcr die europ\u00e4ische Fertigung unerl\u00e4sslich sind.<\/p>\n<p>Im Jahr 2023 f\u00fchrte ein gebrochenes Rad zu einer Entgleisung eines G\u00fcterzugs, durch die der Gotthardbasistunnel blockiert wurde \u2013 der l\u00e4ngste und tiefste Eisenbahntunnel der Welt und eine wichtige Transitroute f\u00fcr Frachttransporte zwischen Deutschland und Italien. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis der Tunnel <a href=\"https:\/\/www.railway-technology.com\/news\/gotthard-base-tunnel-fully-reopens-derailment\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">wieder vollst\u00e4ndig ge\u00f6ffnet werden konnteExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>In der Schweiz kommt es aufgrund der bergigen Landschaft h\u00e4ufig zu solchen Vorf\u00e4llen. \u00abDie Schweiz hat eine Tradition darin, seltene oder folgenschwere Ereignisse \u2013besonders Naturgefahren \u2013 anzugehen und zu bew\u00e4ltigen\u00bb, sagt Kr\u00f6ger. \u00abB\u00f6swillige Angriffe werden gesondert behandelt.\u00bb<\/p>\n<p>Bislang wurde das Land von physischen Angriffen auf die Infrastruktur verschont, wie sie andere europ\u00e4ische L\u00e4nder erlitten haben. Der polnische Ministerpr\u00e4sident Donald Tusk <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c4gknv8nxlzo\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">machte im vergangenen Jahr russische Geheimagenten daf\u00fcr verantwortlichExterner Link<\/a>, Bahnlinien mit milit\u00e4rischem Plastiksprengstoff in die Luft gesprengt zu haben.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/newsletter_teaser_foreign_affairs.jpg\" width=\"880\" height=\"587\" alt=\"Newsletter sobre a pol\u00edtica externa\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Aussenpolitik\n        <\/p>\n<p>        Unser Newsletter zur Aussenpolitik    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                Die Schweiz in einer Welt, die sich bewegt. Beobachten Sie mit uns die Schweizer Aussenpolitik und ihre Entwicklungen \u2013 wir liefern die Vertiefung dazu.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/aussenpolitik\/newsletter-aussenpolitik\/46741298\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Unser Newsletter zur Aussenpolitik<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Resilienz, Redundanz, Ersatz<\/p>\n<p>Diese Ereignisse zeigen den Bedarf an Vorsorge gegen physische Angriffe auf die Infrastruktur.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden m\u00fcssen kritische Systeme widerstandsf\u00e4hig machen \u2013 nicht nur durch die Vermeidung von St\u00f6rungen, sondern auch durch die Vorbereitung auf eine schnelle Wiederherstellung oder den Ersatz von gewissen Diensten.<\/p>\n<p>Laut Kr\u00f6ger geh\u00f6rt dazu, Teile auf Vorrat zu haben, die kurzfristig schwer zu beschaffen sind, wie grosse Leistungstransformatoren, sowie Prognosesimulationen zur Ermittlung von Schwachstellen durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Im Februar <a href=\"https:\/\/www.ncsc.admin.ch\/ncsc\/de\/home\/aktuell\/im-fokus\/2026\/mo233001_233002.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">teilte der Schweizer Bundesrat mitExterner Link<\/a>, dass er Pl\u00e4ne vorantreiben werde, um die Widerstandsf\u00e4higkeit und Datensicherheit von Systemen zu verbessern, die f\u00fcr die Wirtschaft und das t\u00e4gliche Leben des Landes unerl\u00e4sslich sind. Dazu geh\u00f6ren Energie, Gesundheitsversorgung und Telekommunikation.<\/p>\n<p>Die Massnahmen w\u00fcrden verbindliche Standards f\u00fcr die Zuverl\u00e4ssigkeit kritischer Infrastrukturen und klarere Regeln f\u00fcr den Schutz sensibler Daten durch Bundesbeh\u00f6rden, Kantone und Betreiber einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Weitere Massnahmen, die wesentliche Redundanz in Systeme einf\u00fchren, damit diese mit einer Krise umgehen k\u00f6nnen, d\u00fcrften jedoch teuer werden, da Ersatzausr\u00fcstungen gekauft und gelagert werden m\u00fcssen. Daher muss die Schweiz klar festlegen, wer die finanzielle Last daf\u00fcr tragen soll.<\/p>\n<p>Wer soll das bezahlen?<\/p>\n<p>\u00abDie Finanzierung kostspieliger Massnahmen zur St\u00e4rkung der Resilienz erfordert einen klaren gesetzlichen Rahmen und einen regulatorischen Mechanismus \u2013 beispielsweise, um private Unternehmen mit \u00f6ffentlichen Mitteln zu entsch\u00e4digen und\/oder um eine leichte Erh\u00f6hung des Stromtarifs f\u00fcr Konsumentinnen und Konsumenten zu erm\u00f6glichen\u00bb, sagt Kr\u00f6ger.<\/p>\n<p>Dieser Finanzierungsbedarf kommt zu den ohnehin bereits steigenden Verteidigungsausgaben hinzu.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2026 <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/de\/newnsb\/Al37oumOKghJpYX86F54z\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">hat die Regierung 3,4 Milliarden Franken f\u00fcr ihre Sicherheitsanforderungen beantragtExterner Link<\/a>, wobei der Schwerpunkt auf Luftverteidigung, Drohnenabwehr und Cybersicherheit liegt.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6sste Anteil fliesst in den Ausbau der bodengebundenen Luftverteidigungssysteme und den Ersatz von Kurzstrecken-Luftverteidigungskapazit\u00e4ten. Weitere Mittel fliessen in die Bek\u00e4mpfung von Bedrohungen durch Mini-Drohnen, ein neues halbstation\u00e4res Radarsystem und Cyberf\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Editiert von Tony Barrett\/vm\/gw, \u00dcbertragung aus dem Englischen: Christian Raaflaub<\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>            \u00abReich und schwach\u00bb: Ist die Schweiz leichte Beute?        <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-debate-card__text\">\n<p>                Ist die Schweiz stabil aufgestellt f\u00fcr das neue Zeitalter, in dem sich das Recht des St\u00e4rkeren durchsetzt? Was m\u00fcsste sie tun, um sich behaupten zu k\u00f6nnen?\n        <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-debate-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/krieg-frieden\/reich-und-schwach-ist-die-schweiz-leichte-beute\/90775291\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>             Diskussion anzeigen<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Monteure befestigen ein Bauteil w\u00e4hrend der Bauarbeiten am Hochspannungsnetzprojekt von Swissgrid. Der Energiesektor ist ein kritischer Infrastrukturbereich. 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