{"id":25172,"date":"2026-05-07T06:49:07","date_gmt":"2026-05-07T06:49:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/25172\/"},"modified":"2026-05-07T06:49:07","modified_gmt":"2026-05-07T06:49:07","slug":"militaerische-autonomie-fuer-europa-bis-2035","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/25172\/","title":{"rendered":"Milit\u00e4rische Autonomie f\u00fcr Europa bis 2035"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die europ\u00e4ischen R\u00fcstungsausgaben sind die zweith\u00f6chsten weltweit. Dennoch ist <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> abh\u00e4ngig von US-Waffen und Technik. Das lie\u00dfe sich \u00e4ndern, argumentieren ein \u00d6konom und seine Mitstreiter.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Europa k\u00f6nnte seine milit\u00e4rische Abh\u00e4ngigkeit von den USA nach einer Analyse f\u00fcnf prominenter K\u00f6pfe innerhalb weniger Jahre ohne Mehrkosten absch\u00fctteln. Notwendig w\u00e4re nach Einsch\u00e4tzung des \u00d6konomen Moritz Schularick und seiner Mitautoren haupts\u00e4chlich der politische Wille, die bisherige Kleinstaaterei in der Verteidigungspolitik zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Substanzieller Fortschritt hin zu eigenst\u00e4ndiger Handlungsf\u00e4higkeit sei mittelfristig innerhalb von drei bis f\u00fcnf Jahren realistisch, hei\u00dft es in dem mit \u201eSparta 2.0\u201c betitelten Papier. Weitgehende Autonomie sei in den meisten Bereichen in f\u00fcnf bis zehn Jahren erreichbar.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4tzte Kosten von einer halben Billion Euro      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Kosten sch\u00e4tzen der Pr\u00e4sident des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft und seine Mitautoren auf 150 bis 200 Milliarden Euro bis 2030, und bis Mitte des n\u00e4chsten Jahrzehnts auf insgesamt etwa 500 Milliarden Euro. \u201eDiese Agenda ist im Rahmen der aktuellen Finanzplanung umsetzbar, wenn ein Drittel des geplanten Aufwuchses der europ\u00e4ischen Verteidigungsbudgets von j\u00e4hrlich 200 Milliarden Euro entsprechend investiert wird\u201c, hei\u00dft es in dem Aufsatz.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEuropa\u201c bezieht sich in dem Papier auf die EU plus Gro\u00dfbritannien und Norwegen. Im Verh\u00e4ltnis zur europ\u00e4ischen Wirtschaftsleistung entspreche das etwa 0,25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Co-Autoren des Aufsatzes sind neben Schularick der Airbus-Verwaltungsratschef Ren\u00e9 Obermann; Tom Enders, der Verwaltungsratsvorsitzende des R\u00fcstungskonzerns KNDS; die Investorin Jeannette F\u00fcrstenberg und der Politikberater Nico Lange. Die f\u00fcnf Verfasser betonen in dem Aufsatz aber auch, dass es sich um Kostensch\u00e4tzungen mit m\u00f6glichen gro\u00dfen Abweichungen handelt.<\/p>\n<p>Europa an Nummer zwei der weltweiten R\u00fcstungsausgaben      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das IfW hatte schon in einer k\u00fcrzlich erschienenen Studie teure Ineffizienz beklagt. Als Beispiel listete das Kieler Institut auf, dass die europ\u00e4ischen Streitkr\u00e4fte vierzehn unterschiedliche Hauptkampfpanzer beschafft haben, w\u00e4hrend das US-Milit\u00e4r mit einem einzigen Modell auskommt. Die USA gaben demnach 2025 mehr als900 Milliarden Dollar f\u00fcr ihre Streitkr\u00e4fte aus, Europa gut 500 Milliarden, China folgte demnach mit etwa 300 Milliarden Dollar erst auf Rang drei. Diese Analyse deckt sich weitgehend mit den Berechnungen der US-Denkfabrik Center for International und Strategic Studies (CSIS).<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der entscheidende Engpass sei weder Geld noch Technologie, hei\u00dft es in dem neuen \u201eSparta\u201c-Papier. \u201eDie Umsetzung des Programms h\u00e4ngt an politischer Priorisierung und F\u00fchrung, industrieller Koordination und der Bereitschaft, die ineffiziente und teure Fragmentierung der europ\u00e4ischen Verteidigung hinter sich zu lassen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Autoren nennen zehn milit\u00e4rische Bereiche, in denen Europa in gro\u00dfem Ma\u00dfstab eigene Systeme entwickeln sollte, um unabh\u00e4ngig von importierter R\u00fcstungstechnologie zu werden. Das beinhaltet die Massenproduktion von Drohnen, die Entwicklung ballistischer Raketen mit gro\u00dfer Reichweite, die Luftverteidigung, ein milit\u00e4risches Satellitennetzwerk und elektronische Kampff\u00fchrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die europ\u00e4ischen R\u00fcstungsausgaben sind die zweith\u00f6chsten weltweit. Dennoch ist Europa abh\u00e4ngig von US-Waffen und Technik. 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