{"id":30347,"date":"2026-05-13T03:13:08","date_gmt":"2026-05-13T03:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30347\/"},"modified":"2026-05-13T03:13:08","modified_gmt":"2026-05-13T03:13:08","slug":"eurovision-song-contest-wird-vom-boykott-von-fuenf-laendern-ueberschattet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30347\/","title":{"rendered":"Eurovision Song Contest wird vom Boykott von f\u00fcnf L\u00e4ndern \u00fcberschattet"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Boykotte statt Geburtstagsparty: Der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/sarah-engels-vor-esc-finale-in-anderen-laendern-mehr-zusammenhalt-114197632\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Eurovision Song Contest (ESC)<\/a> w\u00fcrde am liebsten unaufgeregt seinen runden Geburtstag in Wien feiern. Der europaweite Gesangswettbewerb geht in seine 70. Ausgabe, doch in den Schlagzeilen dominiert gerade das Politische. Spanien, Irland, Slowenien, die Niederlande und Island boykottieren den diesj\u00e4hrigen Wettbewerb wegen der Teilnahme Israels. Nimmt der Wettbewerb, der eigentlich Menschen aus unterschiedlichen L\u00e4ndern friedlich f\u00fcr eine gro\u00dfe Party zusammenbringen will, dadurch irreparablen Schaden?\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nein, ist alles nicht so schlimm \u2013 oder besser \u2013 es ist alles so wie all die Jahre zuvor, findet der Historiker Dean Vuletic aus Luxemburg. Er hat als Wissenschaftler das Buch \u201ePostwar Europe and the Eurovision Song Contest\u201c geschrieben und verfolgt Jahr f\u00fcr Jahr den Wettbewerb. Er sagt: \u201eDer Eurovision Song Contest hat immer schon die Politik der jeweiligen Zeit gespiegelt.\u201c Das w\u00fcrde auch den Reiz dieses Wettbewerbs ausmachen, weshalb ihn so viele Menschen gerne schauen. Das hei\u00dft, der Boykott der f\u00fcnf L\u00e4nder in diesem Jahr trifft den Wettbewerb zwar, aber nicht ins Mark. Es gab zuvor auch schon politische Krisen, die sich im Wettbewerb gespiegelt haben und die \u00fcberwunden worden sind. \u201eIch bin \u00fcberzeugt, dass der ESC auch das \u00fcberleben wird.\u201c\n  <\/p>\n<p>            F\u00fcnf L\u00e4nder boykottieren den Eurovision Song Contest 2026 wegen Israel<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Streitpunkt der f\u00fcnf boykottierenden L\u00e4nder war die Teilnahme Israels am Wettbewerb. Ausgetragen wurde die Diskussion dann innerhalb der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/eurovision-song-contest-ebu-rekordverdaechtige-166-millionen-sahen-den-basler-esc-109139586\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">European Broadcasting Union (EBU)<\/a>, einem Zusammenschluss von \u00fcber 100 \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aus mehr als 50 L\u00e4ndern. Vuletic weist darauf hin, dass man immer bedenken solle, dass die EBU keine politische Organisation sei. Die Konflikte werden von der Politik in die EBU hineingetragen. \u201eWenn wir dort, in der Politik, einen breiten Konsens dar\u00fcber sehen, Ma\u00dfnahmen gegen Israel zu ergreifen, dann k\u00f6nnten wir einen gro\u00dffl\u00e4chigen Boykott oder sogar einen Ausschluss Israels erleben.\u201c Genau darin liege auch der Unterschied zum Umgang mit Russland. \u201eDie europ\u00e4ischen Staaten haben in einem breiten Konsens 2022 Sanktionen gegen\u00fcber Russland verh\u00e4ngt.\u201c Eine Folge davon war im Anschluss auch, dass die EBU Russland vom Eurovision Song Contest ausschloss.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch dass die Regeln in diesem ge\u00e4ndert werden, ordnet Vuletic in die Rubrik \u201eweniger dramatsich\u201c ein. \u201eSie wurden immer wieder ver\u00e4ndert, um auf Anliegen der Mitglieder zu reagieren\u201c, sagt er. Deshalb \u00e4ndert die EBU nun, dass die Halbfinals komplett durch das Televoting entschieden werden. \u201e<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/eurovision-song-contest-beschwerden-wegen-zuschauervoting-beim-esc-eingegangen-109085636\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Aufgrund der israelischen Kampagne zur Mobilisierung von Stimmen<\/a> im vergangenen Jahr wurde jetzt das Jury-Voting in den Halbfinals wieder eingef\u00fchrt\u201c, sagt er. Au\u00dferdem sind die Maximalstimmen im Televoting begrenzt worden. Pro Kanal k\u00f6nnen nur noch zehn statt wie bisher 20 Stimmen abgegeben werden.\n  <\/p>\n<p>            ESC-Fans reisen trotz Boykottaufrufen nach Wien<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vuletic sieht, dass der Wettbewerb schon einmal mehr teilnehmende L\u00e4nder hatte. Das Maximum seien 43 L\u00e4nder im Jahr 2018 gewesen. Jetzt w\u00fcrden 37 einen eigenen Wettbewerbsbeitrag zum ESC schicken. \u201eDas ist die niedrigste Teilnehmerzahl seit 2003\u201c, sagt Vuletic. Doch im Verh\u00e4ltnis zu den Anf\u00e4ngen sind 37 nicht wenig. 1956 beim ersten ESC im Teatro Kursaal in Lugano beteiligten sich sieben L\u00e4nder. Walter Andreas Schwarz trat damals f\u00fcr Deutschland mit \u201eIm Wartesaal zum gro\u00dfen Gl\u00fcck\u201c an. Als zehn Jahre sp\u00e4ter Udo J\u00fcrgens mit \u201eMerci, Cher\u00ede\u201c erstmals den ESC f\u00fcr \u00d6sterreich entschied, musste er sich schon gegen 17 weitere Konkurrenten durchsetzen. Aus dieser Perspektive heraus seien 37 L\u00e4nder immer noch eine gro\u00dfe Anzahl an L\u00e4ndern.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Und ob die Proteste gegen die Teilnahme Israels den ESC-Wettbewerb \u00fcberschatten werden? Die Er\u00f6ffnungszeremonie am Sonntag auf dem Rathausplatz in Wien sei sehr entspannt und sehr lebendig gewesen, berichtet Vuletic, der selbst vor Ort war. \u201eDie Sicherheitskontrollen waren nicht besonders hoch.\u201c Nat\u00fcrlich habe es Extra-Schutz f\u00fcr die israelische Delegation gegeben, doch als er den israelischen S\u00e4nger Noam Bettan zuf\u00e4llig am Samstagabend in der Stadt getroffen habe, sei ihm das Sicherheitspersonal erst gar nicht aufgefallen. F\u00fcr Vuletics Begriffe bewegt sich der Eurovision Song Contest gerade wieder darauf zu, als Gro\u00dfveranstaltung das Niveau der Vor-Corona-Zeit zu erreichen, vor allem was die zus\u00e4tzlichen Events drumherum angehe. Was ihm au\u00dferdem aufgefallen ist: Dass Fans aus den boykottierenden L\u00e4ndern nach Wien gekommen sind. Das zeige, dass sie den ESC lieben, trotz der politischen Diskussionen um den Wettbewerb.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Boykotte statt Geburtstagsparty: Der Eurovision Song Contest (ESC) w\u00fcrde am liebsten unaufgeregt seinen runden Geburtstag in Wien feiern.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30348,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11172],"tags":[11370,13283,11173,11176,11174,3404,4816,34,35,4030,661,694],"class_list":{"0":"post-30347","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eurovision","8":"tag-boykott","9":"tag-dean-vuletic","10":"tag-eurovision","11":"tag-eurovision-song-contest","12":"tag-eurovision-song-contest-2026","13":"tag-irland","14":"tag-jubilaeum","15":"tag-politik","16":"tag-russland","17":"tag-slowenien","18":"tag-spanien","19":"tag-wien"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30347\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}