{"id":30419,"date":"2026-05-13T04:50:08","date_gmt":"2026-05-13T04:50:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30419\/"},"modified":"2026-05-13T04:50:08","modified_gmt":"2026-05-13T04:50:08","slug":"oelkonzerne-profitieren-2026-massiv-auf-kosten-der","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30419\/","title":{"rendered":"\u00d6lkonzerne profitieren 2026 massiv auf Kosten der\u2026"},"content":{"rendered":"<p dir=\"ltr\">Neue Daten des <a href=\"https:\/\/www.transportenvironment.org\/topics\/energy\/oil\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">T&amp;E-\u00d6lprofit-Trackers<\/a> zeigen, dass Raffinerien und Tankstellen in Deutschland infolge des Iran-Konflikts  im Jahr 2026 voraussichtlich 4,9 Milliarden Euro \u00dcbergewinn erzielen werden, sollte sich die derzeitige Marktentwicklung fortsetzen. [1] [2] Seit dem Angriff der USA und Israels auf Iran haben Raffinerien und Tankstellenbetreiber in Deutschland eine Milliarde \u00dcbergewinn erzielt. T&amp;E fordert von der Bundesregierung, sich f\u00fcr eine \u00dcbergewinnsteuer einzusetzen und Ma\u00dfnahmen, die E-Mobilit\u00e4t f\u00f6rdern statt der aktuellen Steuergeschenke f\u00fcr \u00d6lkonzerne (bekannt als \u201cTankrabatt\u201d).<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die Spritpreise sind seit Ausbruch des Konflikts am 28. Februar schnell gestiegen. Der T&amp;E-\u00d6lprofit-Tracker erfasst w\u00f6chentlich den letzten Stand. In Deutschland kostet das Bef\u00fcllen eines 55-Liter-Dieseltanks laut Tracker durchschnittlich 28,60 Euro mehr als vor Beginn des Konflikts. Im Schnitt stieg der Preis f\u00fcr einen Liter Benzin um 33 Cent, f\u00fcr einen Liter Diesel um 52 Cent. Dabei profitieren die \u00d6lkonzerne am meisten: Vom Diesel-Anstieg flossen 43 Cent an die \u00d6lindustrie und 9 Cent an die deutsche Regierung. <\/p>\n<p dir=\"ltr\">Sebastian Bock, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei T&amp;E Deutschland, sagt: \u201eDie Bundesregierung wirkt handlungsunf\u00e4hig und strategielos, indem ihre einzige Ma\u00dfnahme gegen die \u00d6lkrise ein Steuergeschenk f\u00fcr die \u00d6lkonzerne in Form des Tankrabatts ist. Statt nun beherzt auf Unabh\u00e4ngigkeit durch Elektrifizierung zu setzen, man\u00f6vrieren wir uns immer weiter in eine wirtschafts- und sicherheitspolitische Sackgasse. Wir brauchen dringend eine EU-\u00dcbergewinnsteuer, um trotz der angespannten Haushaltslage schnellstm\u00f6glich den Verkehrssektor zu elektrifizieren. Nur so werden wir wirklich unabh\u00e4ngiger gegen Schocks am \u00d6lmarkt.\u201d<\/p>\n<p dir=\"ltr\">T&amp;E fordert von der Bundesregierung, statt des teuren und wenig treffsicheren Tankrabatts kurzfristig mit zielgerichteten Ma\u00dfnahmen wie Social Leasing Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen den Umstieg auf E-Autos zu erleichtern. Nach T&amp;E-Berechnungen k\u00f6nnten mit den 1,6 Milliarden Euro, die der Tankrabatt im Mai und Juni kosten wird, rund 400.000 Social Leasing Vertr\u00e4ge erm\u00f6glicht werden. [3] Gleichzeitig fordert T&amp;E von der Bundesregierung ein Bekenntnis zu den bestehenden CO2-Flottengrenzwerte f\u00fcr Pkw, da sie EU-weit der wichtigste Hebel sind, um den \u00d6lverbrauch im Verkehrssektor zu senken. <\/p>\n<p dir=\"ltr\">Zudem braucht es eine EU-weite \u00dcbergewinnsteuer, so T&amp;E. Die EU hat es bisher vers\u00e4umt, eine Sondersteuer auf \u00dcbergewinne der \u00d6lkonzerne vorzulegen. T&amp;E ruft die deutsche Regierung auf, sich auf EU-Ebene daf\u00fcr einzusetzen, da die Margen der \u00d6lkonzerne weiterhin hoch sind und sie den von der Bundesregierung eingef\u00fchrten Tankrabatt <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/tankrabatt-tracker\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nicht vollst\u00e4ndig an die Bev\u00f6lkerung weitergeben<\/a>.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Schon 2022 f\u00fchrte die EU eine \u00dcbergewinnsteuer von 33 Prozent aus fossilen Kraftstoffen ein. \u00dcbergewinn wurde als 20 Prozent oder mehr \u00fcber dem Durchschnitt der Jahre 2018\u20132021 liegend definiert. Sch\u00e4tzungen zufolge konnten so zwischen 2022 und 2023 28 Milliarden Euro eingenommen werden. Inzwischen haben \u00f6konomische Studien die M\u00e4ngel dieses Mechanismus aufgezeigt, und es w\u00e4re m\u00f6glich, einen robusteren Mechanismus mit einer breiteren Steuerbasis und einer umfassenderen sektoralen Abdeckung zu entwickeln. Ein solcher Mechanismus sollte die Grundlage f\u00fcr einen \u00fcberarbeiteten EU-Vorschlag bilden, so T&amp;E. [4]<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Anmerkungen f\u00fcr die Redaktion:<\/p>\n<p dir=\"ltr\">[1] Hochgerechnet auf das ganze Jahr 2026 auf Basis der derzeitigen Margen. Die Zahl \u00e4ndert sich w\u00f6chentlich, sobald der Tracker aktualisiert wird.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">[2] Die Sch\u00e4tzung von T&amp;E ist insofern konservativ, als dass sie nur Kraftstoffe f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr umfasst und keine \u00dcbergewinne aus dem Verkauf von Flug- oder Schiffskraftstoff, Heiz\u00f6l oder anderen in Europa verkauften Raffinerieprodukten ber\u00fccksichtigt. Weitere Einzelheiten finden Sie in den methodischen Hinweisen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">[3] T&amp;E schl\u00e4gt vor, Social Leasing als \u201eAdd-on\u201c zur bestehenden Kauff\u00f6rderung einzuf\u00fchren mit einem Preisdeckel, der bezahlbare Modelle f\u00f6rdert (40.000 \u2013 45.000 Euro). Ausgehend von der h\u00f6chsten Kauff\u00f6rderung (6.000 Euro) k\u00f6nnten mit 4.000 Euro zus\u00e4tzlich Leasingraten von 170 bis 220 Euro pro Monat geschaffen werden (bei einem Autopreis von 30.000 Euro und einer Leasingdauer von 6 Jahren).<\/p>\n<p dir=\"ltr\">[4] Die \u00dcbergewinne k\u00f6nnen nicht 1:1 als Bemessungsgrundlage f\u00fcr eine Steuer herangezogen werden, da nicht die gesamte Raffination in Europa stattfindet und \u00d6lkonzerne ihre Gewinne auf ihre verschiedenen M\u00e4rkte verteilen k\u00f6nnen. Eine EU-weite Sondersteuer w\u00e4re dennoch wirksam, um einen Teil dieser Sondergewinne zu besteuern. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Daten des T&amp;E-\u00d6lprofit-Trackers zeigen, dass Raffinerien und Tankstellen in Deutschland infolge des Iran-Konflikts im Jahr 2026 voraussichtlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30420,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[137,21,13309,22,2719,6495,2720,5855,3889,9735,13308,13310,13307],"class_list":{"0":"post-30419","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-bundesregierung","9":"tag-eu","10":"tag-eu-sondersteuer","11":"tag-europaeische-union","12":"tag-fordert","13":"tag-leasing","14":"tag-oelkonzerne","15":"tag-programm","16":"tag-social","17":"tag-statt","18":"tag-tankrabatt","19":"tag-uebergewinne","20":"tag-wirkungsschwachen"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30419"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30419\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}