{"id":30500,"date":"2026-05-13T06:16:08","date_gmt":"2026-05-13T06:16:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30500\/"},"modified":"2026-05-13T06:16:08","modified_gmt":"2026-05-13T06:16:08","slug":"eurovision-2026-belgien-steht-dank-essyla-im-finale-esc-erneut-von-gaza-debatte-ueberschattet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30500\/","title":{"rendered":"Eurovision 2026: Belgien steht dank Essyla im Finale \u2013 ESC erneut von Gaza-Debatte \u00fcberschattet"},"content":{"rendered":"<p>\n\t13.05.2026 um 07:27 Uhr |\t<\/p>\n<p>Lesedauer: 3 min<\/p>\n<p>Belgien hat sich etwas \u00fcberraschend f\u00fcr das Finale des 70. Eurovision Song Contest qualifiziert. Die belgische S\u00e4ngerin Essyla setzte sich am Dienstagabend im ersten Halbfinale in Wien mit ihrem Elektro-Pop-Song \u201eDancing on the Ice\u201c durch, obwohl die Buchmacher ihr zuvor kaum Chancen einger\u00e4umt hatten. Gleichzeitig wurde der ESC erneut stark von politischen Spannungen rund um die Teilnahme Israels \u00fcberschattet.<\/p>\n<p>Die 29-j\u00e4hrige Alice Van Eesbeeck aus Perwez in der Provinz Wallonisch-Brabant, die unter dem K\u00fcnstlernamen Essyla auftritt, \u00fcberzeugte mit einer energiegeladenen B\u00fchnenshow. Ganz in Wei\u00df gekleidet und begleitet von vier T\u00e4nzern pr\u00e4sentierte sie eine Performance in einer eisartigen Kulisse. Vor allem ihre starke Stimme und die dynamische Choreografie kamen beim Publikum offenbar gut an. F\u00fcr Belgien bedeutet die Finalqualifikation durchaus eine kleine \u00dcberraschung. Kurz vor der Show wurde Essyla von Wettanbietern noch im hinteren Bereich des Teilnehmerfeldes gesehen. Umso gr\u00f6\u00dfer war die Erleichterung bei der belgischen Delegation nach der Verk\u00fcndung der Finalisten. Essyla wurde einem breiteren Publikum durch ihre Teilnahme bei \u201eThe Voice Belgique\u201c bekannt. Danach studierte sie am Musikinstitut Imep in Namur. Die RTBF setzte in diesem Jahr bewusst auf einen modernen, international ausgerichteten Pop-Sound mit englischsprachigem Titel,<\/p>\n<p>Neben Belgien qualifizierten sich auch mehrere Favoriten problemlos f\u00fcr das gro\u00dfe Finale. Finnland, Griechenland und Israel galten bereits im Vorfeld als sichere Kandidaten f\u00fcr die n\u00e4chste Runde. Ebenfalls weiter sind Schweden, Moldau, Serbien, Kroatien, Litauen und Polen. Ausgeschieden sind dagegen Estland, Georgien, Montenegro, Portugal und San Marino. Insgesamt nehmen in diesem Jahr nur noch 35 L\u00e4nder am Eurovision Song Contest teil \u2013 so wenige wie seit Jahren nicht mehr. Mehrere Staaten entschieden sich wegen der Teilnahme Israels zum Boykott. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren sorgt die Teilnahme Israels auch 2026 f\u00fcr massive Kontroversen. Der Wettbewerb in Wien findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Hintergrund ist der Krieg im Gazastreifen nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 auf Israel und den darauffolgenden israelischen Milit\u00e4roperationen. Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien boykottieren den diesj\u00e4hrigen Wettbewerb ausdr\u00fccklich aus Protest gegen die israelische Teilnahme. Zudem haben mehr als tausend K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler europaweit zum Boykott aufgerufen, darunter auch bekannte Namen wie Peter Gabriel und Massive Attack. Der Auftritt des israelischen Kandidaten Noam Bettan verlief am Dienstagabend zwar ohne gr\u00f6\u00dfere Zwischenf\u00e4lle, blieb aber nicht ohne Proteste. W\u00e4hrend seiner Performance waren vereinzelte \u201eFree Palestine\u201c-Rufe und Buhrufe aus dem Publikum zu h\u00f6ren. Nach Angaben des \u00f6sterreichischen Senders ORF sowie der Europ\u00e4ischen Rundfunkunion mussten vier Personen aus der Halle begleitet werden.<\/p>\n<p> Proteste auch in Belgien<\/p>\n<p>Auch in Belgien selbst sorgte der ESC f\u00fcr politische Spannungen. Rund hundert Demonstrierende versammelten sich am Dienstag vor dem Geb\u00e4ude der RTBF in Br\u00fcssel, um einen belgischen Boykott des Wettbewerbs zu fordern. Auf Transparenten war unter anderem \u201eEurovisihonte\u201c sowie Kritik an Israels Vorgehen im Gazastreifen zu lesen. Zu den Rednern geh\u00f6rten Alexis Deswaef, Pr\u00e4sident der Internationalen F\u00f6deration f\u00fcr Menschenrechte, sowie die Anw\u00e4ltin Selma Benkhelifa. Parallel dazu fand in Br\u00fcssel ein alternatives Solidarit\u00e4tsfestival unter dem Titel \u201eUnited for Palestine\u201c statt, organisiert von mehreren Gewerkschaften und Organisationen. Jacqueline Galant (MR), die Medienministerin der Franz\u00f6sischen Gemeinschaft, verteidigte die Entscheidung der RTBF erneut, trotz der Kontroverse am Eurovision Song Contest teilzunehmen. Im Parlament der Franz\u00f6sischen Gemeinschaft erkl\u00e4rte sie, der ESC sei keine politische Plattform zwischen Staaten, sondern ein Wettbewerb zwischen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern und ihren K\u00fcnstlern. Ein Boykott h\u00e4tte ihrer Ansicht nach vor allem der belgischen Kandidatin geschadet, ohne Israels Teilnahme zu verhindern. (belga\/sc)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"13.05.2026 um 07:27 Uhr | Lesedauer: 3 min Belgien hat sich etwas \u00fcberraschend f\u00fcr das Finale des 70.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30501,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11172],"tags":[2130,13323,12738,11173,11174,11359,13324,13322,13325],"class_list":["post-30500","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eurovision","tag-belgien","tag-erneut","tag-essyla","tag-eurovision","tag-eurovision-song-contest-2026","tag-finale","tag-gaza-debatte","tag-steht","tag-ueberschattet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30500"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30500\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30501"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30500"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30500"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}