{"id":30781,"date":"2026-05-13T10:55:15","date_gmt":"2026-05-13T10:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30781\/"},"modified":"2026-05-13T10:55:15","modified_gmt":"2026-05-13T10:55:15","slug":"eu-kommission-plant-einheitliches-zugticket","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30781\/","title":{"rendered":"EU-Kommission plant einheitliches Zugticket"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Einfach in den Urlaub mit dem Zug von Berlin nach Amsterdam oder von Wien nach Antwerpen? Wer Bahnreisen durch die Nachbarl\u00e4nder plant, ger\u00e4t buchst\u00e4blich schnell an seine oder besser europ\u00e4ische Grenzen. Denn in der EU werden Strecken auf der Schiene bis heute oft nur bis zur n\u00e4chsten Grenze gedacht. F\u00fcr Verbraucher bedeutet der Flickenteppich mehr Aufwand, Nerven und Geld.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Realit\u00e4t ist: Man braucht drei Apps, f\u00fcnf Tabs und vielleicht ein Sto\u00dfgebet vor dem Schlafengehen\u201c, sagte die \u00f6sterreichische EU-Abgeordnete Lena Schilling von den Gr\u00fcnen. Nicht nur m\u00fcssen sich Reisende durch unterschiedliche nationale Systeme je nach Land k\u00e4mpfen und Tickets f\u00fcr verschiedene Z\u00fcge einzeln buchen. Falls ein Passagier in Frankfurt seinen ICE-Anschluss nach Paris wegen einer Versp\u00e4tung verpasst, darf er nicht in den n\u00e4chsten TGV einsteigen. Hinzu kommt, dass Studien zufolge rund die H\u00e4lfte der Flugrouten mit dem Zug nicht einmal zu machen sind, wie es vonseiten der Gr\u00fcnen im EU-Parlament hie\u00df. Es herrscht Chaos. Und mit dem m\u00f6chte die EU nun zumindest in Teilen aufr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Besserer Schutz vor Versp\u00e4tungen bei internationalen Reisen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Internationale Bahnreisen sollen in der EU einfacher werden. Kunden sollen daf\u00fcr Tickets f\u00fcr zusammenh\u00e4ngende Verbindungen mehrerer Verkehrsunternehmen auf Plattformen kaufen k\u00f6nnen und dadurch bei Versp\u00e4tungen und Zugausf\u00e4llen besser gesch\u00fctzt sein, wie aus einem Vorschlag der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/eu-kommission\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-Kommission<\/a> hervorgeht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Zentrum des Vorschlags steht die sogenannte Single-Ticketing-Regulierung, ganz nach dem Motto: ein Klick, eine Fahrkarte, eine ununterbrochene Reise. Mit dem neuen System will <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruessel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcssel<\/a> den nationalen Gesellschaften vorschreiben, dass sie auch Tickets der Konkurrenz mitverkaufen m\u00fcssen. Konkret hei\u00dft das etwa f\u00fcr die Bundesrepublik, dass die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/deutsche-bahn\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutsche Bahn<\/a> auch Karten von Flixtrain anbieten muss. Das soll in den 27 Mitgliedstaaten den Wettbewerb auf der Schiene st\u00e4rken.<\/p>\n<p>\u201eDer Vorschlag hat die Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend es hier erst einmal um den heimischen Markt geht, schwebt der Kommission dar\u00fcber hinaus vor, dass Verbraucher k\u00fcnftig im Internet problemlos grenz\u00fcberschreitende Fahrkarten erstehen k\u00f6nnen. In der Praxis w\u00fcrde das hei\u00dfen, dass unabh\u00e4ngige Online-Reiseb\u00fcros und Vermittler Tickets aller Bahnanbieter verkaufen k\u00f6nnen, egal ob mehrere Gesellschaften aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/deutschland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a>, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/frankreich\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreich<\/a>, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/polen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polen<\/a> oder Italien beteiligt sind.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Reisende k\u00f6nnen dann ein Ticket kaufen und quer durch <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> tingeln. Heute verbietet die Deutsche Bahn den Vertrieb ihrer Tickets \u00fcber andere Plattformen oder erlaubt diesen lediglich mit hohen Geb\u00fchren. Der FDP-Europaparlamentarier Jan-Christoph Oetjen hofft, mit den Pl\u00e4nen \u201edas Ende der Bahnmonopole\u201c einzuleiten und damit f\u00fcr die Passagiere \u201emehr Angebote, besseren Service und niedrigere Preise\u201c zu erreichen. \u201eDer Vorschlag hat die Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen und damit Europa besser zu verbinden\u201c, so der Liberale.<\/p>\n<p>\u201eBetreiber m\u00fcssen verpflichtet werden, ihre Daten mit Wettbewerbern zu teilen\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei forderte der Volt-Europaabgeordnete Kai Tegethoff einen \u201eumfassendem Fahrgastschutz von Anfang bis Ende\u201c. Hinter den Kulissen war zu vernehmen, dass die EU-Kommission die Anbieter deutlich st\u00e4rker in die Pflicht nehmen will. Falls etwa ein Passagier von Hamburg nach Br\u00fcssel fahren will und in K\u00f6ln umsteigen muss, dort aber seinen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ice\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ICE<\/a> verpasst, dann soll er auch den Eurostar nehmen d\u00fcrfen \u2013 ohne Zusatzkosten oder anschlie\u00dfenden \u00c4rger. Vielmehr w\u00e4re die Deutsche Bahn verpflichtet, die Fahrg\u00e4ste weiterzutransportieren, auch wenn ein anderer Anbieter den Zug bis zum Ziel stellt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eBetreiber m\u00fcssen verpflichtet werden, ihre Daten mit Wettbewerbern zu teilen, damit Reisende Informationen nicht m\u00fchsam zusammensuchen m\u00fcssen\u201c, verlangte Tegethoff. \u201eEin einfacher, transparenter Buchungsprozess ergibt nur Sinn, wenn die Verantwortung nicht an der Grenze endet\u201c, sagte auch die Gr\u00fcne Schilling und forderte, \u201enationale Zersplitterung\u201c zu \u00fcberwinden und den Binnenmarkt im Schienenverkehr zu vollenden. Dabei w\u00e4ren weiterhin nicht alle H\u00fcrden verschwunden, wie Kritiker regelm\u00e4\u00dfig anf\u00fchren. Obwohl die EU gerne von Harmonisierung tr\u00e4umt, im Bahnverkehr macht fast jeder Mitgliedstaat sein eigenes Ding. Es fehlt an einem einheitlichen Signal- oder Schienensystem, an gemeinsamen Regeln und einer einheitlichen Betriebssprache. Hinzu kommen unterschiedliche Stromnetze.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einfach in den Urlaub mit dem Zug von Berlin nach Amsterdam oder von Wien nach Antwerpen? 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