{"id":30981,"date":"2026-05-13T13:46:18","date_gmt":"2026-05-13T13:46:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30981\/"},"modified":"2026-05-13T13:46:18","modified_gmt":"2026-05-13T13:46:18","slug":"neue-europaeische-start-up-landkarte-fuer-die-kreislaufwirtschaft-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/30981\/","title":{"rendered":"Neue europ\u00e4ische Start-up-Landkarte f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"05FLIESSTEXT\">Circular Republic hat eine neue europ\u00e4ische Start-up-Landkarte f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft vorgelegt. Die Erhebung wurde 2026 zum vierten Mal ver\u00f6ffentlicht und auf der IFAT Munich vorgestellt. Nach Angaben der Initiative f\u00fcr Kreislaufwirtschaft der Start-up-Plattform UnternehmerTUM zeigt die Analyse eine wachsende Innovationsdynamik bei der R\u00fcckgewinnung kritischer Rohstoffe sowie bei industriellen Anwendungen wie der automatisierten Demontage.<\/p>\n<p class=\"05FLIESSTEXTmitEinzug\">F\u00fcr die Start-up-Landkarte wurden rund 2.800 Start-ups mit zirkul\u00e4ren Gesch\u00e4ftsmodellen in Europa identifiziert, teilte Circular Republic mit. Damit bleibe Europa ein wichtiger Standort f\u00fcr Unternehmensgr\u00fcndungen in der Kreislaufwirtschaft. Die meisten Start-ups in diesem Bereich entst\u00fcnden demnach weiterhin in Deutschland, Gro\u00dfbritannien und Frankreich. Im Verh\u00e4ltnis zur Einwohnerzahl l\u00e4gen L\u00e4nder wie Estland und Finnland vorn.<\/p>\n<p class=\"05FLIESSTEXTmitEinzug\">Die aktuelle Auswertung nimmt neben allgemeinen Finanzierungstrends vor allem die automatisierte Demontage und die R\u00fcckgewinnung kritischer Rohstoffe in den Blick. Hintergrund sind geopolitische Krisen, fragile Lieferketten und steigende Rohstoffpreise. Nach Darstellung von Circular Republic gewinnt die Kreislaufwirtschaft dadurch an Bedeutung f\u00fcr die wirtschaftliche Resilienz Europas und den Umgang mit kritischen Rohstoffabh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p>Europa muss zirkul\u00e4re L\u00f6sungen ausbauen,\u00a0um Marktf\u00fchrerschaft zu sichern<\/p>\n<p class=\"05FLIESSTEXTmitEinzug\">Beim Wagniskapital sieht die Erhebung Europa in einer f\u00fchrenden Rolle. Mehr als 55 Prozent des weltweit in Circular-Economy-Start-ups investierten Wagniskapitals seien 2024 nach Europa geflossen. Circular Republic verweist zugleich darauf, dass zirkul\u00e4re L\u00f6sungen industrialisiert und skaliert werden m\u00fcssten, damit Europa diesen Vorsprung nicht verliere.<\/p>\n<p class=\"05FLIESSTEXTmitEinzug\">Ein besonderer Fokus liegt auf kritischen Rohstoffen. Nach Angaben der Initiative sind die Recyclingquoten gerade bei Materialien mit hoher Importabh\u00e4ngigkeit besonders niedrig. Bei Seltenen Erden, die unter anderem in Windkraftanlagen, Traktionsmotoren und Robotik eingesetzt werden, sei Europa bis zu 95 Prozent von Importen aus China abh\u00e4ngig. Vor diesem Hintergrund werde Kreislaufwirtschaft zunehmend als strategisches Instrument f\u00fcr wirtschaftliche Souver\u00e4nit\u00e4t betrachtet.<\/p>\n<p class=\"05FLIESSTEXTmitEinzug\">W\u00e4hrend zirkul\u00e4re Gesch\u00e4ftsmodelle lange stark im B2C-Bereich, also im Gesch\u00e4ft mit Endkunden, vertreten gewesen seien, gewinnen laut Circular Republic industrielle Anwendungen an Bedeutung. Das seien unter anderem Technologien zur automatisierten Demontage, mit denen wertvolle Materialien einschlie\u00dflich kritischer Rohstoffe zur\u00fcckgewonnen und Prozesskosten gesenkt werden k\u00f6nnen. Als Beispiele nennt die Initiative R3 Robotics mit KI-gest\u00fctzter Robotik f\u00fcr industrielle Demontage, WeSort.AI mit KI-basierter Sortierung von Stoffstr\u00f6men und DEScycle mit Verfahren zur R\u00fcckgewinnung von Seltenen Erden.<\/p>\n<p>Nur f\u00fcnf Prozent der Start-ups konzentrieren\u00a0sich auf kritische Rohstoffe<\/p>\n<p class=\"05FLIESSTEXTmitEinzug\">Nach der Erhebung arbeiten rund 15 Prozent der europ\u00e4ischen Circular-Economy-Start-ups an Recyclingl\u00f6sungen zur Schlie\u00dfung von Materialkreisl\u00e4ufen. Weniger als f\u00fcnf Prozent der Start-ups konzentrieren sich jedoch auf kritische Rohstoffe. Circular Republic sieht au\u00dferdem bislang nur wenige Start-ups an der Schnittstelle von Kreislaufwirtschaft und K\u00fcnstlicher Intelligenz, obwohl diese f\u00fcr die Skalierung hardwarebasierter L\u00f6sungen eine Rolle spielen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Start-up-Landkarte wurde im Rahmen der <a href=\"https:\/\/www.euwid-recycling.de\/news\/wirtschaft\/circular-republic-startet-circular-technology-award-gemeinsam-mit-knorr-bremse-280126\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Verleihung des Knorr-Bremse Circular Technology Awards<\/a> pr\u00e4sentiert. Der Preis wird von Knorr-Bremse und der Heinz Hermann Thiele Familienstiftung in Partnerschaft mit Circular Republic vergeben und richtet sich an Start-ups sowie kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen aus Europa. Ausgezeichnet wurden die bereits genannten Unternehmen DEScycle und R3 Robotics sowie Hiro Robotics und die HyProMag GmbH. Hiro Robotics entwickelt L\u00f6sungen f\u00fcr die robotik- und KI-gest\u00fctzte Demontage und Sortierung von Elektroaltger\u00e4ten. HyProMag gewinnt Permanentmagnete auf Basis Seltener Erden zur\u00fcck und bereitet sie wieder auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Circular Republic hat eine neue europ\u00e4ische Start-up-Landkarte f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft vorgelegt. 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