{"id":31183,"date":"2026-05-13T17:33:11","date_gmt":"2026-05-13T17:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/31183\/"},"modified":"2026-05-13T17:33:11","modified_gmt":"2026-05-13T17:33:11","slug":"apple-kritisiert-eu-plaene-fuer-ki-zugriff-auf-android","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/31183\/","title":{"rendered":"Apple kritisiert EU-Pl\u00e4ne f\u00fcr KI-Zugriff auf Android"},"content":{"rendered":"<p>            <a name=\"body\"\/><\/p>\n<p>Apple hat sich in einem laufenden EU-Verfahren zu Google ungew\u00f6hnlich deutlich positioniert. Laut Reuters <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/sustainability\/boards-policy-regulation\/apple-criticises-eu-measures-help-ai-rivals-access-google-services-2026-05-13\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kritisiert<\/a> der iPhone-Hersteller geplante Ma\u00dfnahmen der Europ\u00e4ischen Kommission, mit denen Google im Rahmen des Digital Markets Act zu mehr Offenheit gegen\u00fcber konkurrierenden KI-Diensten verpflichtet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Quickread: Auf einen Blick<\/p>\n<p>Apple kritisiert EU-Vorschl\u00e4ge zu Googles Android-\u00d6kosystem.<br \/>\nKI-Dienste von Drittanbietern k\u00f6nnten k\u00fcnftig st\u00e4rker mit Android-Apps interagieren.<br \/>\nApple warnt vor Risiken f\u00fcr Datenschutz, Sicherheit und Ger\u00e4teleistung.<br \/>\nDas Verfahren l\u00e4uft im Rahmen des Digital Markets Act.<br \/>\nEine Entscheidung der EU k\u00f6nnte bis zum 27. Juli 2026 fallen.<\/p>\n<p>Konkret geht es um Vorschl\u00e4ge, nach denen KI-Dienste von Drittanbietern st\u00e4rker mit Android-Apps interagieren k\u00f6nnten. Solche Systeme k\u00f6nnten dann etwa E-Mails \u00fcber die bevorzugte Mail-App verschicken, Essensbestellungen ausl\u00f6sen oder Fotos mit Kontakten teilen. Die EU sieht darin einen Weg, Googles eigene KI-Dienste nicht dauerhaft gegen\u00fcber Wettbewerbern zu bevorzugen.<\/p>\n<p>Apple warnt vor Risiken f\u00fcr Nutzer<\/p>\n<p>Apple argumentiert in seiner Eingabe, die Entw\u00fcrfe w\u00fcrden \u201edringende und ernsthafte Bedenken\u201c aufwerfen. Nach Darstellung des Unternehmens k\u00f6nnten die Ma\u00dfnahmen Risiken f\u00fcr Datenschutz, Sicherheit, Ger\u00e4teschutz und Leistung schaffen. Besonders kritisch sieht Apple den Bereich KI, weil sich F\u00e4higkeiten, Verhalten und m\u00f6gliche Angriffspunkte solcher Systeme schnell ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Konzern stellt sich damit in einem konkreten Punkt auf die Seite von Google, obwohl beide Unternehmen in vielen Bereichen direkte Wettbewerber sind. Apple begr\u00fcndet seine Position auch mit den Auswirkungen auf die eigene Plattform: Der Konzern steht in der EU selbst unter Druck, iOS, iPadOS und macOS st\u00e4rker f\u00fcr Drittanbieter zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Was der Digital Markets Act regelt<\/p>\n<p>Digital Markets Act erkl\u00e4rt!<\/p>\n<p>Der Digital Markets Act ist ein EU-Gesetz f\u00fcr gro\u00dfe digitale Plattformen. Es soll verhindern, dass marktstarke Anbieter ihre eigenen Dienste bevorzugen oder Wettbewerbern den Zugang zu wichtigen Funktionen erschweren. Betroffene Unternehmen m\u00fcssen bestimmte Regeln f\u00fcr Interoperabilit\u00e4t, Datenzugang und fairen Wettbewerb einhalten.<\/p>\n<p>Der Digital Markets Act richtet sich an gro\u00dfe Plattformbetreiber, die in der EU als sogenannte Gatekeeper gelten. Ziel ist es, Wettbewerbern fairere Zug\u00e4nge zu zentralen digitalen Diensten zu erm\u00f6glichen und eine Bevorzugung eigener Angebote einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Apple geh\u00f6rt ebenso wie Google zu den Unternehmen, die von den Vorgaben betroffen sind. Der iPhone-Hersteller hat die EU-Regeln bereits mehrfach kritisiert und unter anderem auf m\u00f6gliche Sicherheitsprobleme sowie eine schlechtere Nutzererfahrung verwiesen.<\/p>\n<p>Entscheidung bis Ende Juli m\u00f6glich<\/p>\n<p>Die R\u00fcckmeldefrist zu den Google-Vorschl\u00e4gen lief vom 27. April bis zum 13. Mai 2026. Die Europ\u00e4ische Kommission will die eingegangenen Stellungnahmen pr\u00fcfen und kann die geplanten Ma\u00dfnahmen noch anpassen.<\/p>\n<p>Eine finale Entscheidung muss nach Angaben des Berichts innerhalb von sechs Monaten nach Er\u00f6ffnung des Spezifizierungsverfahrens getroffen werden. Daraus ergibt sich als Frist der 27. Juli 2026. F\u00fcr Google steht dabei nicht nur die konkrete Ausgestaltung seiner Android- und KI-Schnittstellen im Raum, sondern auch die grunds\u00e4tzliche Frage, wie weit die EU bei technischen Zugriffspflichten gehen will.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/image-126997--4619662.jpg\"\/>Stefan Keller \u201eDer Feind meines Feindes \u2026&#8220;? Dass Apple hier ein gutes Wort f\u00fcr Google einlegt, d\u00fcrfte in erster Linie dem Eigennutz geschuldet sein. Zwar hat die EU im konkreten Fall Google im Visier, doch auch Apple hatte schon das Vergn\u00fcgen, gegen den Digital Markets Act anzuk\u00e4mpfen \u2013 mit \u00fcbersichtlichem Erfolg.<\/p>\n<p>Die Argumente, die Apple hier vortr\u00e4gt, sind \u00e4hnlich derer, mit denen man sich in Cupertino selbst verteidigen w\u00fcrde. Aber sie sind auch nicht von der Hand zu weisen: Gerade KI-Dienste, die chronisch hungrig auf Training sind, sollte man mit Vorsicht behandeln, bevor man sie auf die teils sensiblen Daten auf dem Smartphone losl\u00e4sst. Das sollte eigentlich auch die EU wissen \u2013 hat sie doch mit dem <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/ai-act-2285944\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AI Act<\/a> h\u00f6chstselbst eine Regulierung f\u00fcr die K\u00fcnstliche Intelligenz geschaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple hat sich in einem laufenden EU-Verfahren zu Google ungew\u00f6hnlich deutlich positioniert. 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