{"id":31290,"date":"2026-05-13T19:50:42","date_gmt":"2026-05-13T19:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/31290\/"},"modified":"2026-05-13T19:50:42","modified_gmt":"2026-05-13T19:50:42","slug":"apple-praesentiert-trusted-os-agent-als-alternative-zu-eu-ki-vorgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/31290\/","title":{"rendered":"Apple pr\u00e4sentiert \u201eTrusted OS Agent\u201c als Alternative zu EU-KI-Vorgaben"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Dispute-over-EU-AI-orders-Google-receives-help-from-Apple-11293339.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Apple hat sich mit einer ungew\u00f6hnlichen und umfangreichen Stellungnahme <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Interoperabilitaet-mit-Googles-Android-EU-Kommission-schlaegt-Massnahmen-vor-11274212.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in das laufende DMA-Verfahren der EU-Kommission gegen Google<\/a> eingeschaltet. Obwohl der iPhone-Konzern formal nicht Partei des Verfahrens ist, warnt er auf 38 Seiten eindringlich vor den vorl\u00e4ufigen Interoperabilit\u00e4tsma\u00dfnahmen (Draft Measures, DMs), die Br\u00fcssel Ende April an Google \u00fcbermittelt hatte \u2013 und nutzt die Gelegenheit, erstmals \u00f6ffentlich ein alternatives KI-Sicherheitsmodell vorzustellen. Die<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Google-EU-fordert-Oeffnung-von-Android-fuer-KI-Konkurrenz-binnen-sechs-Monaten-11155741.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> EU-Kommission hatte Google im Rahmen von Artikel 6(7) des Digital Markets Act (DMA) im Januar 2026 eine Frist von sechs Monaten gesetzt, um Konkurrenten tieferen Zugang zu Android-Kernfunktionen zu verschaffen<\/a> \u2013 insbesondere f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Kuenstliche-Intelligenz\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">KI-Assistenten<\/a>, die auf Android derzeit schlechter gestellt seien als Googles eigener Gemini-Assistent. Interessierte Parteien konnten bis zum 13. Mai dazu Stellung nehmen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Apple: Ein Sicherheitsexperiment an Europ\u00e4ern<\/p>\n<p>Apple bezeichnet die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen als ernste Bedrohung f\u00fcr Privatsph\u00e4re, Sicherheit und Ger\u00e4testabilit\u00e4t europ\u00e4ischer Nutzer. Die Regelungen w\u00fcrden jene Funktionen offenlegen, die b\u00f6swillige Akteure und kompromittierte KI-Systeme ausnutzen wollten: dauerhaften Mikrofonzugang, Live-Bildschirminhalte, App-\u00fcbergreifende Steuerung und privilegierte Systemressourcen. Gleichzeitig w\u00fcrden die Ma\u00dfnahmen die zentralen Schutzfunktionen eines Betriebssystems aushebeln. Die EU-Kommission f\u00fchre damit \u201eein gro\u00dfangelegtes Sicherheits- und Datenschutzexperiment an europ\u00e4ischen Nutzern durch \u2013 genau in dem Moment, in dem KI-getriebene Bedrohungen am schnellsten zunehmen.\u201c<\/p>\n<p>Apples Stellungnahme kritisiert, dass andere Teile der Kommission selbst aktiv an KI-Sicherheitsinitiativen arbeiteten \u2013 w\u00e4hrend die zust\u00e4ndige Abteilung diese Risiken im Falle Googles vollst\u00e4ndig ignoriere. Apples Regulierungschef Kyle Andeer hatte bereits zuvor <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Datenschutz-und-Innovation-gefaehrdet-Apples-Regulierungschef-von-EU-genervt-11280553.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apples tiefe Frustration mit dem DMA<\/a> \u00f6ffentlich gemacht und der EU-Kommission vorgeworfen, Datenschutz- und Sicherheitsbedenken systematisch zu ignorieren. Weder der Europ\u00e4ische Datenschutzausschuss (EDPB) noch die EU-Cybersicherheitsbeh\u00f6rde ENISA seien trotz wiederholter Bitten in das Verfahren einbezogen worden.<\/p>\n<p>Wake-Words, Phishing und Spyware-Risiken<\/p>\n<p>Im Detail benennt Apple vier gravierende Sicherheitsprobleme. Erstens bei der Sprach-Aktivierung: Die Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden verlangen, dass beliebige Drittanbieter-Apps eigene Aktivierungsw\u00f6rter registrieren k\u00f6nnten und selbst bestimmen d\u00fcrften, wann eine Audioaufnahme endet. Das \u00f6ffne T\u00fcr und Tor f\u00fcr unbeabsichtigte oder absichtliche Daueraufzeichnung.<\/p>\n<p>Zweitens beim Datenzugriff: Die Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden Drittanbieter-Apps unbegrenzten Zugriff auf die sensibelsten Nutzerdaten erm\u00f6glichen \u2013 Benachrichtigungen, SMS, Kontakte, Bildschirminhalte und installierte Apps. Diese Datenkombination reiche aus, um Nutzerprofile zu erstellen, die etwa Gesundheitszustand, Religion, sexuelle Orientierung, politische \u00dcberzeugungen und finanzielle Lage offenbarten. Apple schreibt, die Ma\u00dfnahmen \u00f6ffneten eine \u201eB\u00fcchse der Pandora\u201c: So w\u00fcrde diskriminierende Preisgestaltung erm\u00f6glicht, die zum Beispiel auf Signalen f\u00fcr Sucht oder Notlagen gr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Drittens bei so genannten Overlay-Angriffen: Die Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden verlangen, dass Apps Inhalte \u00fcber die Benutzeroberfl\u00e4che anderer laufender Apps legen k\u00f6nnten. Genau diese Technik werde seit Jahren f\u00fcr Banking-Trojaner missbraucht. iOS verf\u00fcge \u00fcber keine API, die derartige Overlays erlaube \u2013 aus genau diesem Sicherheitsgrund.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Viertens beim Ger\u00e4tezugriff: Die vorgeschriebene Gleichzeitigkeit mehrerer immer-aktiver Wake-Word-Modelle von Drittanbietern auf dem digitalen Signalprozessor (DSP) sei technisch problematisch. Auf einem Amazon Echo etwa verbrauche die Erkennung allein bereits rund 50 Prozent der CPU-Leistung. Mehrere parallele Implementierungen ohne zentrale Koordination w\u00fcrden zu Ressourcenkonflikten, Systemverlangsamungen, thermischen Problemen und deutlich verk\u00fcrzter Akkulaufzeit f\u00fchren.<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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