{"id":34076,"date":"2026-05-17T10:01:09","date_gmt":"2026-05-17T10:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/34076\/"},"modified":"2026-05-17T10:01:09","modified_gmt":"2026-05-17T10:01:09","slug":"schutz-gegen-katastrophen-europas-kampf-gegen-waldbraende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/34076\/","title":{"rendered":"Schutz gegen Katastrophen: Europas Kampf gegen Waldbr\u00e4nde"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Schutz gegen Katastrophen: Europas Kampf gegen Waldbr\u00e4nde\" title=\"Schutz gegen Katastrophen: Europas Kampf gegen Waldbr\u00e4nde\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.45c106da-94fb-416a-8b00-62d8fcb798d2.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tEin Berg in Flammen. Auf dem Saur\u00fcsselkopf in den bayrischen Alpen musste die Feuerwehr einen Waldbrand unter schwierigsten Bedingungen l\u00f6schen. Grund f\u00fcr das Feuer war auch das trockene Wetter.\u00a0Foto: Matthias Br\u00fcning\/dpa\t\t\t<\/p>\n<p>Im Sommer w\u00fcten immer h\u00e4ufiger Feuer, gef\u00e4hrden Leben und zerst\u00f6ren Hab und Gut. Die EU hilft den Staaten \u00fcber ein neues Katastrophenschutzprogramm mit Rat, Tat und viel Geld.<\/p>\n<p>Der Sommer ist noch fern, doch in Deutschland k\u00fcndigt sich bereits die Waldbrandsaison an. Auf einem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz im brandenburgischen J\u00fcterbog brach Anfang Mai ein gro\u00dffl\u00e4chiges <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Feuer\" title=\"Feuer\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Feuer<\/a> aus. Die L\u00f6scharbeiten gestalteten sich schwierig, da auf dem gesamten Gel\u00e4nde noch Munition in der Erde liegt. Erst in diesen Tagen konnten die letzten Glutnester nach einem spektakul\u00e4ren Brand am Saur\u00fcsselkopf im Chiemgau gel\u00f6scht werden. Dort schien auf rund 1250 Metern H\u00f6he der gesamte Gipfel in Flammen zu stehen.<\/p>\n<p>So viele Waldbr\u00e4nde wie nie zuvor <\/p>\n<p>Damit setzt sich fort, was sich im vergangenen Jahr bereits angek\u00fcndigt hatte. 2025 wurden bei Waldbr\u00e4nden mehr als eine Million Hektar Wald zerst\u00f6rt &#8211; noch nie zuvor waren so gro\u00dfe Sch\u00e4den registriert worden. Ein Grund f\u00fcr die zunehmende Zahl der Feuer ist der sich versch\u00e4rfende Klimawandel, was bedeutet, dass die Gefahr in den kommenden Jahren noch zunehmen wird. Steigende Temperaturen und l\u00e4ngere Trockenperioden machen den Wald anf\u00e4lliger f\u00fcr gef\u00e4hrliche Fl\u00e4chenbr\u00e4nde.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/EU\" title=\"Europ\u00e4ische Union\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ische Union<\/a> zieht nun Konsequenzen und hat begonnen, sich gezielt auf m\u00f6gliche Katastrophenszenarien vorzubereiten. Dabei steht aber nicht nur die akute Bek\u00e4mpfung von Waldbr\u00e4nden im Zentrum, vor allem soll verhindert werden, dass die Feuer \u00fcberhaupt ausbrechen.<\/p>\n<p>Ziegen und Schafe verhindern Waldbr\u00e4nde <\/p>\n<p>Das geschieht durch die richtige Bepflanzung und Bewirtschaftung von Waldgebieten. Dazu werden etwa statt leicht brennbarer Monokulturen aus Nadelholz eher widerstandf\u00e4hige Mischw\u00e4lder aufgeforstet. Vor allem der Anteil heimischer Laubb\u00e4ume wie Buchen und Eichen wird erh\u00f6ht, da deren Bl\u00e4tter und Kronen wesentlich schwerer entflammbar sind und den Boden feuchter halten. In bestehenden gro\u00dfen Nadelw\u00e4ldern wird versucht, breite Streifen mit Laubholz zu pflanzen, um ein schnelles Ausbreiten der Feuer zu vermeiden. Wichtig ist auch das sogenannte Totholz-Management. Zwar sind trocken \u00c4ste und St\u00e4mme wichtig f\u00fcr die Artenvielfalt, aber in waldbrandgef\u00e4hrdeten Abschnitten wie Stra\u00dfen, muss es abtransportiert werden. Auch Ziegen oder Schafe k\u00f6nnen helfen, das Unterholz und die Vegetation kurzzuhalten und so die Brandgefahr mindern.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sorgt die EU auch f\u00fcr den Fall der F\u00e4lle vor. Um gro\u00dffl\u00e4chige Waldbr\u00e4nde schneller und besser bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen, wird f\u00fcr rund 600 Millionen Euro eine eigene Flotte von zw\u00f6lf L\u00f6schflugzeugen und f\u00fcnf Hubschraubern aufgebaut. Die sind in Frankreich, Italien, Griechenland, Portugal, Kroatien und Spanien stationiert, kommen im Katastrophenfall aber in der gesamten Union zum Einsatz. Bei den schweren Waldbr\u00e4nden im Jahr 2025 hatte sich zudem gezeigt, dass das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus den Einsatzkr\u00e4ften wichtige Informationen liefern kann. Der Dienst bietet zeitnahe und pr\u00e4zise Geoinformationen, die f\u00fcr die Abgrenzung betroffener Gebiete und die Planung von Katastrophenhilfeeins\u00e4tzen n\u00fctzlich sind.<\/p>\n<p>Br\u00fcssel kauft mehr L\u00f6schflugzeuge  <\/p>\n<p>Die EU-Kommission betont mit ihrem Ansatz, dass kein EU-Land im Fall eines Ungl\u00fcckes alleingelassen wird. \u201eWaldbr\u00e4nde kennen keine Grenzen, und unsere Reaktion sollte sie auch nicht kennen\u201c, betont EU-Kommissarin Hadja Lahbib, zust\u00e4ndig f\u00fcr Krisenvorsorge und -management. \u201eIndem wir Pr\u00e4vention st\u00e4rken, Ressourcen teilen und in Resilienz investieren, sch\u00fctzen wir Leben, Lebensgrundlagen und die Zukunft unseres Kontinents.\u201c F\u00fcr die Eins\u00e4tze im Rahmen des Katastrophenmechanismus m\u00fcssen die betroffenen Staaten nichts bezahlen, die Flugzeuge und Feuerwehrleute werden von der EU kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Um die Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen zu koordinieren und im Katastrophenfall einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, arbeitet die EU-Kommission am Aufbau eines Europ\u00e4ischen Brandbek\u00e4mpfungszentrums mit Sitz in Zypern. Das soll nicht nur als operative Basis f\u00fcr die Reaktion auf Waldbr\u00e4nde dienen, es soll auch die Ausbildung und europaweite Schulung der entsprechenden Feuerwehrleute und Brandschutzexperten organisieren. Zudem werden dort die Informationen bei der Bewertung von m\u00f6glichen Risiken, die Forschung zur Verbesserung der Widerstandsf\u00e4higkeit gegen solche Katastrophen und nat\u00fcrlich die Daten der Fr\u00fchwarnsysteme zusammenlaufen. Dabei setzt die EU-Kommission nach eigenen Angaben immer mehr auf die Entwicklung KI-gest\u00fctzter Waldbrandmodellierungsinstrumente, die den Experten bei der Entscheidungsfindung helfen sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Berg in Flammen. 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