{"id":34778,"date":"2026-05-18T10:19:16","date_gmt":"2026-05-18T10:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/34778\/"},"modified":"2026-05-18T10:19:16","modified_gmt":"2026-05-18T10:19:16","slug":"pflegereform-koennte-eigenanteile-massiv-steigen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/34778\/","title":{"rendered":"Pflegereform k\u00f6nnte Eigenanteile massiv steigen lassen"},"content":{"rendered":"\n<p>Pflegereform k\u00f6nnte Eigenanteile massiv steigen lassen<\/p>\n<p>   Lesezeit: 5 Minuten    Erstellt: 18. Mai 2026    <img decoding=\"async\" class=\"caption\" title=\"Foto: \u00a9 cc0 \/ EU-Schwerbehinderung\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Web-Rollator.jpg\" alt=\"Bildbeschreibung: Eine \u00e4ltere Frau mit einem Rollator.\"\/>  <\/p>\n<p>Die bisher bekannten gewordenen Pl\u00e4ne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken f\u00fcr eine Pflegereform w\u00fcrden das Armutsrisiko f\u00fcr Pflegeheimbewohnende weiter versch\u00e4rfen. Das zeigt ein aktuelles Kurzgutachten des Bremer Gesundheits\u00f6konom Prof. Heinz Rothgang im Auftrag der DAK-Gesundheit. Wird die Auszahlung der Zusch\u00fcsse f\u00fcr Pflegeheimbewohnende k\u00fcnftig merklich nach hinten geschoben, k\u00e4me dies laut DAK-Sonderanalyse einer Leistungsk\u00fcrzung gleich. Durch die Pflegereform w\u00fcrde der durchschnittliche Eigenanteil von Betroffenen sofort um 161 Euro im Monat steigen. In den ersten viereinhalb Jahren station\u00e4rer Pflege w\u00fcrden die K\u00fcrzungen nach den Berechnungen von Prof Rothgang eine zus\u00e4tzliche Kostenlast von insgesamt knapp 20.000 Euro f\u00fcr Heimbewohnende bedeuten. Der Anteil der Pflegeheimbewohnenden, die auf Hilfe zur Pflege angewiesen sind, k\u00f6nnte demnach dramatisch auf rund 46,2 Prozent bis zum Jahr 2035 ansteigen. Dies w\u00fcrde bei den Kommunen zu einer Mehrbelastung von zwei Milliarden Euro f\u00fchren. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnt vor einem pflegepolitischen Kahlschlag und fordert eine faire Lastenverteilung.<\/p>\n<p>\u201eDas Armutsrisiko Pflege w\u00fcrde durch die Reform weiter zunehmen. Schon jetzt hat die Sozialhilfequote f\u00fcr Pflegeheimbewohnende einen historischen H\u00f6chststand von fast 38 Prozent erreicht. Wenn sich diese Spirale aufgrund der vorgesehenen Ma\u00dfnahmen noch schneller dreht, n\u00e4hern wir uns im n\u00e4chsten Jahrzehnt immer mehr der 50-Prozent-Marke. Das ist nicht akzeptabel\u201c, sagt DAK-Vorstandsvorsitzender Andreas Storm. \u201eGleichzeitig w\u00fcrde dieser Schritt massive finanzielle Mehrbelastungen f\u00fcr die kommunalen Sozialhilfetr\u00e4ger bedeuten. Diese Ma\u00dfnahme w\u00fcrde die Pflegekrise nicht l\u00f6sen, sondern noch einmal drastisch versch\u00e4rfen. Gemeinsam mit anderen K\u00fcrzungen droht ein pflegepolitischer Kahlschlag, den die Bundesregierung stoppen muss. Es braucht eine L\u00f6sung zur Schlie\u00dfung der gro\u00dfen finanziellen Defizite in der Pflegeversicherung, die die Lasten fair verteilt und keine weitere finanzielle \u00dcberforderung vieler Heimbewohnenden nach sich zieht.\u201c<\/p>\n<p>Mit der geplanten Pflegereform soll nach bisherigen Informationen die zeitliche Staffelung der Zuschl\u00e4ge, die Heimbewohnende je nach Dauer ihres Aufenthalts erhalten, k\u00fcnftig gestreckt werden. Dadurch w\u00fcrden die Eigenanteile f\u00fcr Pflegebed\u00fcrftige in Heimen deutlich langsamer sinken als bisher, was unmittelbare Auswirkungen auf die finanzielle Belastung der Betroffenen h\u00e4tte. W\u00fcrden die neuen Zuschlagsregelungen sofort gelten, l\u00e4ge laut DAK-Kurzgutachten von Prof. Rothgang der durchschnittliche Eigenanteil f\u00fcr alle Heimbewohnenden unabh\u00e4ngig von der Aufenthaltsdauer sofort um 161 Euro im Monat h\u00f6her als bisher.<\/p>\n<p>Nach dem neuen Reformplan dauert es viereinhalb Jahre, bis Heimbewohnende die maximale Entlastung in H\u00f6he von 75 Prozent erhalten. Wer seit Januar dieses Jahres im Heim lebt, m\u00fcsste innerhalb dieses Zeitraums insgesamt knapp 20.000 Euro zus\u00e4tzlich selbst zahlen. Bis zum Jahr 2035 w\u00fcrde sich die Gesamtbelastung durch Eigenanteile f\u00fcr die Heimbewohnenden auf mehr als 4.500 Euro monatlich vergr\u00f6\u00dfern. Das bedeutet einen Kostenzuwachs von 330 Euro gegen\u00fcber der Kostenh\u00f6he, die gem\u00e4\u00df der aktuellen Rechtslage entstehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Parallel zu den Kosten f\u00fcr die Heimbewohnenden steigen ebenfalls die Sozialhilfeausgaben. Den j\u00fcngsten Berechnungen von Prof. Rothgang zufolge werden sich diese bis Mitte der 2030er-Jahre auf rund 12 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Zum Vergleich: F\u00fcr das laufende Jahr wird von Sozialhilfeausgaben in H\u00f6he von knapp 5 Milliarden Euro ausgegangen. Bei geltendem Recht entwickeln sich die Ausgaben bis 2035 auf rund 10 Milliarden Euro \u2013 greifen aber die geplanten Reformma\u00dfnahmen, beliefen sich allein im Jahr 2035 die Mehrausgaben auf rund 2 Milliarden Euro, sodass die Gesamth\u00f6he der Sozialausgaben bei rund 12 Milliarden liegen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Heinz Rothgang (Universit\u00e4t Bremen) sieht die m\u00f6gliche Reformma\u00dfnahme kritisch: \u201eEin solcher Reformansatz erzeugt nur Verlierer und gef\u00e4hrdet das langfristige Ziel der sozialen Pflegeversicherung. Anstatt die ohnehin schon zu hohen Kosten f\u00fcr die Heimbewohnenden effektiv zu deckeln, nehmen deren Belastungen aufgrund der Leistungsk\u00fcrzungen weiter zu. Ein wirksamer Schutz gegen das Armutsrisiko Pflegebed\u00fcrftigkeit ist mit diesem Ansatz nicht m\u00f6glich. Damit f\u00fchrt sich die Pflegeversicherung selbst ad absurdum.\u201c<\/p>\n<p>    NewsletterPost von der Redaktion EU-Schwerbehinderung<a href=\"https:\/\/www.eu-schwerbehinderung.eu\/index.php\/schwerbehinderung\/11-vl-list\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><\/a>Kostenlos per E-Mail in Ihrem Posteingang<a id=\"rcorners2\" href=\"https:\/\/www.eu-schwerbehinderung.eu\/index.php\/schwerbehinderung\/11-vl-list\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Newsletter bestellen<\/a>  <\/p>\n<p>Quelle: <a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50313\/6276593\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">ots<\/a> &#8211; news aktuell<\/p>\n<p>Autor: Redaktion \u00fcber ots &#8211; news aktuell<\/p>\n<p>       EU-Schwerbehinderung Tag: Pflegereform, k\u00f6nnte, Eigenanteile, massiv, steigen, lassen, EUS, EUS-Nachrichten, Nachrichten, News, Behindertenpolitik, Inklusion, Teilhabe, Barrierefreiheit, Pflege, Schwerbehinderung, Behinderung, Gesundheit, Berichte, Informationen, Liveticker, Newsticker, Nachrichten-App, News-App, Medien, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Kultur, Literatur   <\/p>\n<p class=\"cookieconsent-optout-marketing-header\">\n<p> EU-Schwerbehinderung Nachrichtenmagazin<\/p>\n<p style=\"line-height: 50%\">EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.<\/p>\n<p style=\"line-height: 50%\">Werbung unterst\u00fctzt uns unsere journalistischen Inhalte anzubieten, zu finanzieren und zu verbessern.<\/p>\n<p style=\"line-height: 50%\">Um diesen Artikel lesen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen Sie der Werbung zustimmen.<\/p>\n<p>Details zu Werbe- und Analyse-Trackern sowie zum jederzeit m\u00f6glichen Widerruf finden Sie in unserer <a href=\"http:\/\/datenschutz.eu-schwerbehinderung.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> oder im <a href=\"https:\/\/www.eu-schwerbehinderung.eu\/index.php\/34-master\/5760-cookie-declaration\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Privacy Center<\/a> am Ende jeder Seite.<\/p>\n<p><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.eu-schwerbehinderung.eu\/index.php\/richtlinien\/1318-impressum\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Impressum &#8211; <\/a> <a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/datenschutz.eu-schwerbehinderung.eu\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Datenschutz &#8211; <\/a> <a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/agb.eu-schwerbehinderung.eu\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Nutzungsbedingungen<\/a><\/p>\n<p>Werbeblocker aktiv !<\/p>\n<p>EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.<\/p>\n<p>Um diesen Inhalt lesen zu k\u00f6nnen, schalten sie<\/p>\n<p>bitte den Werbeblocker ab!<\/p>\n<p>HINWEIS: Wird die Seite &#8218;inPrivat&#8216; oder im &#8218;Inkonito&#8216; Modus aufgerufen, kann die Seite bei einigen Browsern nicht angezeigt werden.<\/p>\n<p>Wenn sie die Werbung zulassen, unterst\u00fctzen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.eu-schwerbehinderung.eu\/index.php\/richtlinien\/1318-impressum\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Impressum<\/a> <a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/datenschutz.eu-schwerbehinderung.eu\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Datenschutz<\/a> <a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/agb.eu-schwerbehinderung.eu\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Nutzungsbedingungen<\/a> <a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.eu-schwerbehinderung.eu\/index.php\/34-master\/5760-cookie-declaration\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutzeinstellung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pflegereform k\u00f6nnte Eigenanteile massiv steigen lassen Lesezeit: 5 Minuten Erstellt: 18. 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