{"id":41208,"date":"2026-05-28T07:06:08","date_gmt":"2026-05-28T07:06:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/41208\/"},"modified":"2026-05-28T07:06:08","modified_gmt":"2026-05-28T07:06:08","slug":"hassrede-im-netz-plattformen-loeschen-in-der-eu-rassistische-und-antisemitische-inhalte-oft-nicht-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/41208\/","title":{"rendered":"Hassrede im Netz: Plattformen l\u00f6schen in der EU rassistische und antisemitische Inhalte oft nicht"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            28\/05\/2026 &#8211; 7:01 MESZ\n            <\/p>\n<p>Soziale Netzwerke wie Facebook, TikTok, Instagram und YouTube setzen nach einem umfangreichen Transparenzbericht ihre eigenen Regeln gegen Hassrede systematisch nicht durch.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Das Appeals Centre Europe (ACE), eine im Rahmen des Digital Services Act der Europ\u00e4ischen Union eingerichtete unabh\u00e4ngige Stelle f\u00fcr Nutzerstreitigkeiten, erhielt im Jahr bis M\u00e4rz 2026 mehr als 24.000 Beschwerden von Personen und Organisationen in der gesamten EU. Das entspricht im Schnitt etwa einer Beschwerde alle 22 Minuten.<\/p>\n<p>In 70 % von 1.400 F\u00e4llen, in denen die Organisation Entscheidungen der Plattformen \u00fcberpr\u00fcfte, gemeldete Hassrede dennoch online zu lassen, hob ACE diese Entscheidungen wieder auf.<\/p>\n<p>Zu den beanstandeten F\u00e4llen z\u00e4hlen rassistische Kommentare, in denen Schwarze Fu\u00dfballer mit Affen verglichen wurden. Nach einem Spiel der UEFA Champions League blieben sie nach Angaben von ACE auf Instagram online.<\/p>\n<p>In einem anderen Fall wurden antisemitische Videos auf YouTube von prominenten Pers\u00f6nlichkeiten in Polen verbreitet. Sie blieben trotz Versto\u00dfes gegen die Richtlinie der Plattform zu Hassrede online, so ACE.<\/p>\n<p>Weitere Formen von Hassrede richteten sich gegen religi\u00f6se Minderheiten, Romnja und Roma, Migrantinnen und Migranten sowie LGBTQI+-Gemeinschaften. ACE meldete zudem ein KI-generiertes Video zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine, das trotz Versto\u00dfes gegen TikToks Regeln zu Desinformation online blieb.<\/p>\n<p>Am schlechtesten schnitt in dem Bericht TikTok ab: ACE kassierte dort in 83 % der F\u00e4lle die Entscheidung, m\u00f6gliche Hassrede online zu lassen. Instagram folgte mit 74 %, Facebook mit 61 % und YouTube mit 58 %.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Entscheidungen beginnen, Muster prominenter und wiederkehrender Probleme bei der Moderation von Inhalten durch soziale Netzwerke sichtbar zu machen\u201c, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>Europas Nutzer wehren sich<\/p>\n<p>Der Bericht zeigt zudem, dass immer mehr Menschen in Europa gegen Entscheidungen der Plattformen vorgehen. Insgesamt hat ACE nach eigenen Angaben bereits mehr als 30.000 Beschwerden erhalten. Die meisten zul\u00e4ssigen F\u00e4lle kamen aus Frankreich, gefolgt von Belgien und Italien.<\/p>\n<p>Doch nicht alle Verfahren drehen sich um Hassrede. In einem prominenten Fall wurden die Fotos eines tschechischen Fotografen von Facebook f\u00e4lschlich unter Verweis auf die Regeln zu Nacktheit von Erwachsenen und sexueller Aktivit\u00e4t entfernt.<\/p>\n<p>\u201eHass und Bel\u00e4stigung im Netz haben ganz reale Folgen f\u00fcr viele Menschen und Gemeinschaften\u201c, sagte Thomas Hughes, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Appeals Centre Europe.<\/p>\n<p>\u201eIn mehr als zwei Dritteln unserer Entscheidungen zu Hassrede haben wir festgestellt, dass die Plattformen ihre eigenen Richtlinien nicht eingehalten und hasserf\u00fcllte Inhalte online gelassen haben.<\/p>\n<p>\u201eDas zeigt, dass die Plattformen keineswegs immer richtig liegen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 28\/05\/2026 &#8211; 7:01 MESZ Soziale Netzwerke wie Facebook, TikTok, Instagram und YouTube setzen nach einem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":41209,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[21,22,16050,2235,484],"class_list":["post-41208","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-hate-speech","tag-soziale-netzwerke","tag-tiktok"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}