{"id":43497,"date":"2026-06-01T14:38:20","date_gmt":"2026-06-01T14:38:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/43497\/"},"modified":"2026-06-01T14:38:20","modified_gmt":"2026-06-01T14:38:20","slug":"europaeische-aussenminister-kritisieren-israels-vorruecken-im-libanon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/43497\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Au\u00dfenminister kritisieren Israels Vorr\u00fccken im Libanon"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/libanon-israel-140.jpg\" alt=\"Von Nordisrael aus gesehen fahren israelische Soldaten mit einem Panzer durch den S\u00fcdlibanon.\" title=\"Von Nordisrael aus gesehen fahren israelische Soldaten mit einem Panzer durch den S\u00fcdlibanon. | Ariel Schalit\/AP\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 01.06.2026 \u2022 11:35 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        In Europa wachsen Sorge und Kritik angesichts Israels Vorgehen im Libanon. Au\u00dfenminister Wadephul forderte ein Ende der K\u00e4mpfe &#8211; auch von der Hisbollah. Ungeachtet dessen will Israel auch wieder Ziele in Beirut angreifen.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul hat besorgt auf <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-libanon-bodeneinsatz-kreuzfahrerburg-beaufort-eingenommen-100.html\" title=\"Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort im S\u00fcdlibanon\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das weitere Vorr\u00fccken der israelischen Armee<\/a> im S\u00fcden des Libanon reagiert. Dieses gebe &#8222;Anlass zu gro\u00dfer Sorge&#8220;, sagte der CDU-Politiker. Israel habe legitime Sicherheitsinteressen, aber Zivilisten d\u00fcrften nicht den Preis einer milit\u00e4rischen Eskalation zahlen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig m\u00fcsse die proiranische Hisbollah ihre Angriffe auf den Norden Israels einstellen, forderte Wadephul in einer vom <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/2773614-2773614\" title=\"Au\u00dfenminister Wadephul zum weiteren Vorr\u00fccken der israelischen Armee im S\u00fcden Libanons\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Ausw\u00e4rtigen Amt geteilten Mitteilung<\/a>. Alle Konfliktparteien seien dringend aufgefordert, die Kampfhandlungen einzustellen und zur vereinbarten Waffenruhe zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>    Kritik auch aus Frankreich und Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Wadephuls britische Amtskollegin Yvette Cooper forderte ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon. \u00c4hnlich wie Wadephul sagte sie <a href=\"https:\/\/x.com\/YvetteCooperMP\/status\/2061199289565450380?s=20\" title=\"Yvette Cooper\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">auf der Onlineplattform X<\/a>, die Eskalation habe Zivilisten get\u00f6tet und vertrieben, Infrastruktur zerst\u00f6rt und den Raum f\u00fcr Diplomatie eingeschr\u00e4nkt. Sie forderte auch die Hisbollah-Miliz auf, ihre Angriffe auf Israel einstellen und sich zu entwaffnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch sch\u00e4rfere Kritik am israelischen Vorgehen kam aus Frankreich. &#8222;Nichts rechtfertigt die derzeitige massive Eskalation im S\u00fcdlibanon&#8220;, sagte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron. Au\u00dfenminister Jean-No\u00ebl Barrot sagte dem Fernsehsender BFMTV, Frankreich erkenne Israels Recht zur Verteidigung gegen die Hisbollah-Angriffe an, doch nichts k\u00f6nne die Verl\u00e4ngerung der israelischen Milit\u00e4reins\u00e4tze im Libanon und die Besetzung von Gebieten immer tiefer auf libanesischem Gebiet rechtfertigen. Mit seinem Vorsto\u00df begehe Israel einen &#8222;schweren Fehler&#8220;.<\/p>\n<p>    Israel am Wochenende weit vorger\u00fcckt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Am Wochenende hatte Israel eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon angeordnet. Die Truppen sto\u00dfen nun vom Litani-Fluss weiter zum rund zehn Kilometer n\u00f6rdlich gelegenen Zaharani-Fluss vor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So hatten israelische Soldaten am Sonntag <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-libanon-bodeneinsatz-kreuzfahrerburg-beaufort-eingenommen-100.html\" title=\"Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort im S\u00fcdlibanon\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die strategisch wichtige Festung Beaufort<\/a> eingenommen &#8211; und sind damit nun so weit ins Nachbarland vorger\u00fcckt wie seit 26 Jahren nicht mehr. Au\u00dferdem melden libanesische Beh\u00f6rden <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/libanon-israel-angriffe-112.html\" title=\"Israel r\u00fcckt laut Netanjahu weiter ins Landesinnere des Libanon vor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">immer wieder Tote durch israelische Luftangriffe<\/a>, darunter den Angaben zufolge h\u00e4ufig Zivilistinnen und Zivilisten. Insgesamt seien im Land seit Kriegsbeginn im Nahen Osten mehr als 3.400 Menschen durch israelische Angriffe get\u00f6tet und mehr als eine Million Menschen vertrieben worden.<\/p>\n<p>    Netanjahu k\u00fcndigt Angriffe auf Beirut an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Morgen k\u00fcndigten Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz zudem an, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-angriffe-libanon-beirut-100.html\" title=\"Krieg im Nahen Osten: Israel greift wieder Vororte von Beirut an\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nun auch wieder Ziele in der Hauptstadt Beirut<\/a> anzugreifen, vor allem im s\u00fcdlich gelegenen, schiitisch gepr\u00e4gten Stadtbezirk Dahija. Dort soll die Hisbollah israelischen Angaben zufolge \u00fcber Bunker- und Tunnelanlagen verf\u00fcgen. Netanjahu und Katz begr\u00fcndeten die Anordnung mit anhaltenden Angriffen der Hisbollah.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor allem im Norden Israels gibt es immer wieder Luftalarm, weil die Miliz das Land mit Raketen und Drohnen angreift. In der Nacht ist israelischen Medien zufolge ein weiterer israelischer Soldat bei einem Drohnenangriff der Hisbollah get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>    Insider: USA planen Waffenruhe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrend die gegenseitigen Angriffe also weitergehen, unternehmen die USA einem Insider aus US-Regierungskreisen zufolge einen neuen Anlauf f\u00fcr eine Waffenruhe \u200czwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Die Vereinigten Staaten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/libanon-israel-waffenruhe-102.html\" title=\"Trump verk\u00fcndet Waffenruhe zwischen Israel und Libanon\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hatten bereits bei der im April verk\u00fcndeten ersten Waffenruhe<\/a> zwischen den Parteien eine zentrale Rolle gespielt &#8211; auch wenn diese immer wieder gebrochen wurde. In dieser neuen Runde solle die Hisbollah demnach alle Angriffe auf Israel einstellen. Im \u200cGegenzug m\u00fcsse Israel \u200cauf eine Eskalation in Beirut verzichten, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der US-Au\u00dfenminister Marco Rubio spreche \u00fcber diesen Plan bereits \u200bmit dem libanesischen Pr\u00e4sidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu. W\u00e4hrend Aoun versuche, den Vorschlag \u200bvoranzutreiben, fordere der libanesische Parlamentspr\u00e4sident Nabih Berri dem Insider zufolge, dass Israel zuerst \u200cdas Feuer einstelle.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Dienstag soll in Washington eine weitere Runde direkter Gespr\u00e4che zwischen Vertretern der israelischen und libanesischen Regierung beginnen. Die Hisbollah, die im Libanon einen Staat im Staate bildet, lehnte die Verhandlungen jedoch bisher stets ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Julio Segador, ARD-Studio Tel Aviv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.06.2026 \u2022 11:35 Uhr In Europa wachsen Sorge und Kritik angesichts Israels Vorgehen im Libanon. 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