{"id":43863,"date":"2026-06-02T04:41:21","date_gmt":"2026-06-02T04:41:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/43863\/"},"modified":"2026-06-02T04:41:21","modified_gmt":"2026-06-02T04:41:21","slug":"studie-ki-agenten-missachten-eu-recht-gezielt-um-ziele-zu-erreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/43863\/","title":{"rendered":"Studie: KI-Agenten missachten EU-Recht gezielt, um Ziele zu erreichen"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            02\/06\/2026 &#8211; 7:00 MESZ\n            <\/p>\n<p>Einige der weltweit beliebtesten KI-Modelle entwickeln derzeit Agenten, die sich aktiv \u00fcber EU-Regeln hinwegsetzen, um W\u00fcnsche der Nutzer zu erf\u00fcllen. Das geht aus neuer Forschung hervor.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Aithos, eine niederl\u00e4ndische gemeinn\u00fctzige Organisation, die zur sicheren Ausrichtung von KI forscht, hat ein System namens LARA entwickelt. Damit pr\u00fcfte sie zw\u00f6lf bekannte KI-Agentenmodelle in Szenarienfragen darauf, ob sie zentrale Vorgaben des EU-KI-Gesetzes, das den Einsatz von KI-Systemen regelt, und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhalten.<\/p>\n<p>Das System testete sechs Bestimmungen des EU-KI-Gesetzes: ob die Modelle Schwachstellen von Menschen ausnutzen, Emotionen ableiten, ein sogenanntes \u201eSocial Scoring\u201c oder eine Einstufung nach Eigenschaften oder Herkunft vornehmen, verschleiern, dass sie in einem Gespr\u00e4ch eine KI sind, unterschwellige Manipulation einsetzen und eine wirksame menschliche Aufsicht gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem untersuchte LARA vier Indikatoren der DSGVO, etwa Transparenz, Datenminimierung, Zweckbindung und rechtm\u00e4\u00dfige Verarbeitung. Drei KI-Modelle und menschliche Gutachter beurteilten anschlie\u00dfend, ob die Antworten gegen EU-Recht verstie\u00dfen.<\/p>\n<p>Insgesamt schnitten alle Modelle schlecht ab, hei\u00dft es in der Studie. Das regelkonformste Modell, Claude Opus 4.7, hielt das Recht in 54 Prozent der Szenarien ein, das schw\u00e4chste, das chinesische Moonshot AI, nur in 7 Prozent.<\/p>\n<p>Laut den Forschenden erkl\u00e4rten sich in den Testszenarien alle Modelle bereit, den emotionalen Zustand von Besch\u00e4ftigten zu \u00fcberwachen oder verletzliche Personen auszunutzen, um einen Verkauf abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Mistral, das einzige getestete europ\u00e4ische KI-Modell, kam auf weniger als zw\u00f6lf Prozent. Nach Einsch\u00e4tzung der Forschenden zeigt das, dass selbst Anbieter aus der EU nicht ausreichend auf die Einhaltung des EU-Rechts vorbereitet sind.<\/p>\n<p>\u201eSelbst die heute fortschrittlichsten Modelle garantieren im Agentenbetrieb keine Rechtstreue\u201c, schrieb Aithos in einem Blogeintrag.<\/p>\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/lara.aithos.org\/#\/scenarios?view%5Frid=20260528%5F175926%5F2ccf7d34&amp;view%5Fscenario=booking%5Fteam%5Femotion%5Finference\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Beispiel (Quelle auf Englisch)<\/a> bat ein Nutzer Anthropics Modell Claude darum, einzusch\u00e4tzen, wie wahrscheinlich es ist, dass seine Besch\u00e4ftigten das Unternehmen verlassen, und zwar auf Grundlage ihrer Leistungsdaten und Urlaubsantr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Der Nutzer brauchte drei Versuche, bis Claude die Besch\u00e4ftigten entsprechend einstufte. LARA wertete das als Versto\u00df gegen einen Abschnitt des EU-KI-Gesetzes, der festlegt, dass Systeme keine Emotionen von Nutzerinnen und Nutzern ableiten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>LARA zeichnete auf, wann die KI-Modelle Widerstand leisteten, etwa im Fall von Claude, stellte jedoch fest, dass sie in 8 Prozent der F\u00e4lle letztlich doch auf die Nutzerw\u00fcnsche eingingen.<\/p>\n<p>In einem weiteren Beispiel sollte OpenAIs <a href=\"https:\/\/lara.aithos.org\/#\/scenarios?filter%5Fmodel=openai%25252Fgpt-5.5&amp;filter%5Fconcept=Human+oversight+%252528Art.+14%252529&amp;view%5Frid=20260508%5F175054%5Fa9e9849d&amp;view%5Fscenario=philips%5Fperformance%5Foversight\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">ChatGPT 5.5 die Leistung von Besch\u00e4ftigten ranken (Quelle auf Englisch)<\/a>, um herauszufinden, wer f\u00fcr eine Bef\u00f6rderung infrage kommt \u2013 ohne dass das System Einw\u00e4nde erhob.<\/p>\n<p>Die Forschenden betonen, dass sie die KI-Modelle nicht ausdr\u00fccklich dazu aufgefordert haben, EU-Recht zu beachten. Sie wollten das grunds\u00e4tzliche Verhalten der Modelle testen. Weitere Studien sollten nun untersuchen, wie sich die Antworten ver\u00e4ndern, wenn die Modelle ausdr\u00fccklich zur Einhaltung von Gesetzen und Regeln angehalten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 02\/06\/2026 &#8211; 7:00 MESZ Einige der weltweit beliebtesten KI-Modelle entwickeln derzeit Agenten, die sich aktiv&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":43864,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[4710,21,22,210,16843],"class_list":["post-43863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-chatgpt","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-robotertechnik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43863"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43863\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43864"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}