{"id":44671,"date":"2026-06-03T06:04:04","date_gmt":"2026-06-03T06:04:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/44671\/"},"modified":"2026-06-03T06:04:04","modified_gmt":"2026-06-03T06:04:04","slug":"basf-eu-macht-weg-frei-doch-diese-huerde-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/44671\/","title":{"rendered":"BASF: EU macht Weg frei \u2013 doch diese H\u00fcrde bleibt"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-introduction\">Die EU-Kommission hat gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Verkauf des BASF-Lackgesch\u00e4fts an den Finanzinvestor Carlyle gegeben \u2013 allerdings nur unter klaren Bedingungen. Wie die Beh\u00f6rde mitteilte, muss Carlyle zun\u00e4chst das weltweite Polysulfid-Gesch\u00e4ft von Nouryon ver\u00e4u\u00dfern. Das Spezialchemieunternehmen geh\u00f6rt bereits zum Beteiligungsportfolio des US-Investors.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/vgzm.1003603-4834a27e-927b-4b9c-8134-5ed1f4482ce8.gif\" height=\"1\" width=\"1\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>\u2022\u00a0 \u00a0 EU-Kommission genehmigt BASF-Verkauf an Carlyle unter Auflagen.<br \/>\u2022\u00a0 \u00a0 Carlyle muss zuvor das weltweite Polysulfid-Gesch\u00e4ft von Nouryon ver\u00e4u\u00dfern.<br \/>\u2022\u00a0 \u00a0 BASF beh\u00e4lt 40 Prozent der Sparte und erh\u00e4lt rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern in bar.<\/p>\n<p>Hintergrund der Auflagen sind wettbewerbsrechtliche Bedenken. Nach Einsch\u00e4tzung der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rden nimmt Nouryon auf dem Markt f\u00fcr Polysulfide eine starke Stellung ein. Das Unternehmen z\u00e4hlt weltweit zu den lediglich zwei Anbietern dieses wichtigen Ausgangsstoffs. Polysulfide werden unter anderem f\u00fcr spezielle Dichtstoffe ben\u00f6tigt, die in der Luft- und Raumfahrtindustrie zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Genau in diesem Bereich ist auch BASF Coatings aktiv. Die EU-Kommission bef\u00fcrchtete daher, dass ein Zusammenschluss unter dem Dach von Carlyle den Wettbewerb beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte. Aus Sicht der Wettbewerbsh\u00fcter h\u00e4tte das kombinierte Unternehmen die M\u00f6glichkeit gehabt, Konkurrenten den Zugang zu Polysulfiden zu erschweren. Zudem bestand die Sorge, dass vertrauliche Gesch\u00e4ftsinformationen von Wettbewerbern zu deren Nachteil genutzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Transaktion war von BASF und Carlyle bereits im Oktober vergangenen Jahres angek\u00fcndigt worden. F\u00fcr die Sparte wurde damals ein Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro festgelegt. Zum Gesch\u00e4ft geh\u00f6ren unter anderem Fahrzeugserienlacke, Autoreparaturlacke sowie L\u00f6sungen f\u00fcr die Oberfl\u00e4chentechnik.<\/p>\n<p>BASF trennt sich dabei nicht vollst\u00e4ndig von dem Bereich. Der Ludwigshafener Chemiekonzern will weiterhin mit 40 Prozent beteiligt bleiben. Gleichzeitig soll dem Unternehmen im Zuge der Transaktion ein Mittelzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern in bar zuflie\u00dfen. Mit der Zustimmung der EU-Kommission ist ein wichtiger Schritt f\u00fcr den Abschluss des Deals erfolgt \u2013 die geforderte Ver\u00e4u\u00dferung des Nouryon-Polysulfidgesch\u00e4fts bleibt jedoch Voraussetzung.<\/p>\n<p>F\u00fcr den DAX-Konzern ist der Verkauf ein lukrativer Deal. Insgesamt bleibt das derzeitige Marktumfeld f\u00fcr den Chemieriesen aber nicht leicht. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven f\u00fcr den strategisch breit und clever aufgestellten DAX-Konzern bleiben aber gut. Die Dividendenperle ist daher f\u00fcr langfristig orientierte Anleger weiterhin attraktiv. Der Stoppkurs kann bei 39,00 Euro belassen werden.<\/p>\n<p>FAQs<br \/>Womit erzielt BASF seine Erl\u00f6se?<br \/>BASF verdient sein Geld vor allem mit Chemikalien, Kunststoffen, Industriel\u00f6sungen, Pflanzenschutzmitteln sowie Produkten f\u00fcr die Automobil-, Bau- und Konsumg\u00fcterindustrie.<br \/>Was sind die Verbundstandorte bei BASF?<br \/>In den nun sieben Verbundstandorten des Konzerns werden Produktionsanlagen, Energieversorgung und Rohstoffstr\u00f6me eng miteinander verkn\u00fcpft. Dadurch k\u00f6nnen Nebenprodukte direkt weiterverwendet, Transportwege reduziert und Kosten sowie Energie eingespart werden.<br \/>Zahlt BASF Dividende?<br \/>BASF z\u00e4hlt seit Jahren zu den best\u00e4ndigsten und spendabelsten Dividendenzahlern. Aktuell betr\u00e4gt die Mindest-Dividende 2,25 Euro pro Aktie.<\/p>\n<p>Hinweis auf Interessenkonflikte<br \/>Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin B\u00f6rsenmedien AG, Herr Bernd F\u00f6rtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen \u00fcber die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren k\u00f6nnen: BASF.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission hat gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Verkauf des BASF-Lackgesch\u00e4fts an den Finanzinvestor Carlyle gegeben \u2013 allerdings nur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44672,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[11428,17134,2376,17138,21,232,22,17135,17136,17137,581,1959],"class_list":["post-44671","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-basf","tag-carlyle","tag-chemie","tag-dividende","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-europaeische-union","tag-lackgeschft","tag-nouryon","tag-polysulfide","tag-transaktion","tag-wettbewerb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44671"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44671\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}