{"id":45475,"date":"2026-06-04T04:47:08","date_gmt":"2026-06-04T04:47:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/45475\/"},"modified":"2026-06-04T04:47:08","modified_gmt":"2026-06-04T04:47:08","slug":"ki-gigafactories-sap-und-telekom-bauen-europaeische-cloud-alternative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/45475\/","title":{"rendered":"KI-Gigafactories: SAP und Telekom bauen europ\u00e4ische Cloud-Alternative"},"content":{"rendered":"<p>OECD korrigiert Wachstumsprognose f\u00fcr Deutschland auf 0,7 Prozent. Steigende Energiepreise und geopolitische Risiken belasten die Konjunktur.<\/p>\n<p>Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognosen f\u00fcr Deutschland am 3. Juni 2026 nach unten korrigiert. Steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen belasten die Konjunktur nachhaltig.<\/p>\n<p>Nur 0,7 Prozent Wachstum erwartet<\/p>\n<p>Der aktuelle Ausblick der OECD sieht f\u00fcr 2026 ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,7 Prozent vor \u2013 ein deutlicher R\u00fcckschritt gegen\u00fcber den M\u00e4rz-Prognosen. F\u00fcr 2027 rechnen die Experten mit einem leichten Anziehen auf 1,1 Prozent. Hauptverantwortlich f\u00fcr die ged\u00e4mpften Erwartungen ist der anhaltende Konflikt im Iran, der die \u00d6l- und Gaspreise in die H\u00f6he treibt.<\/p>\n<p>Anzeige: Wer die Abh\u00e4ngigkeit von US-Cloud-Anbietern reduzieren will, findet im neuen Strategie-Report die wichtigsten Hebel \u2013 von der Nutzung der SAP-Telekom-Gigafactories bis zur KI-Investitions-Checkliste f\u00fcr KMU. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/sap-telekom-bauen-europaeische-ki-gigafactories-1426?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_949447:Topic_digital_transformation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=1426\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern<\/a><\/p>\n<p>Die privaten Haushalte profitieren zwar von steigenden L\u00f6hnen, doch die allgemeine Teuerung und hohe Transportkosten bremsen die Erholung sp\u00fcrbar aus. Auch der Dienstleistungssektor gibt kein gutes Bild ab: Der HCOB Germany Services PMI lag im Mai bei 48,1 Punkten \u2013 der zweite R\u00fcckgang in Folge unter der kritischen Marke von 50 Punkten, die Wachstum von Schrumpfung trennt.<\/p>\n<p>Deutsche Bank noch pessimistischer<\/p>\n<p>Noch verhaltener zeigt sich die Deutsche Bank. Sie prognostiziert f\u00fcr das laufende Jahr lediglich 0,5 Prozent Wachstum, rechnet aber f\u00fcr 2027 mit einer kr\u00e4ftigeren Erholung auf 1,3 Prozent \u2013 getragen von einer expansiven Fiskalpolitik.<\/p>\n<p>Die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten setzen auch dem Arbeitsmarkt zu. Bereits zum f\u00fcnften Mal in Folge sank die Besch\u00e4ftigung im Dienstleistungssektor. Ein Alarmzeichen f\u00fcr die gesamte Wirtschaft.<\/p>\n<p>Digitale Wende: Europa will aufholen<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Industrie unter Druck steht, dr\u00e4ngen deutsche Unternehmen auf mehr Tempo bei der Digitalisierung. Ein Konsortium aus SAP, Deutscher Telekom und der Schwarz-Gruppe k\u00fcndigte am 2. Juni an, gemeinsam europ\u00e4ische KI-\u201eGigafactories\u201c aufbauen zu wollen. Geplant sind Gro\u00dfrechenzentren unter anderem in Berlin, D\u00fcsseldorf und Heilbronn. Ziel ist es, die Abh\u00e4ngigkeit von US-amerikanischen Cloud-Anbietern zu verringern.<\/p>\n<p>Digitalminister Karsten Wildberger sprach sich auf der Konferenz TECH by Handelsblatt f\u00fcr ein europ\u00e4isches KI-Spitzenmodell aus. \u201eSolche Strukturen m\u00fcssen sich irgendwann selbst tragen und von der Privatwirtschaft gef\u00fchrt werden\u201c, so der Minister. Auch die Telekom-Spitze betonte die Notwendigkeit nationaler KI-Infrastruktur, um international wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben.<\/p>\n<p>Mittelstand nutzt KI \u2013 aber investiert zu wenig<\/p>\n<p>Eine Studie aus dem ersten Quartal 2026 zeigt: 44 Prozent der deutschen kleinen und mittleren Unternehmen setzen inzwischen k\u00fcnstliche Intelligenz ein \u2013 ein Anstieg um zw\u00f6lf Prozentpunkte. Doch die Investitionsbereitschaft hinkt hinterher. 2025 flossen lediglich 0,35 Prozent des Umsatzes im Mittelstand in KI-Projekte.<\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis? B\u00fcrokratie. 55 Prozent der befragten Unternehmen nannten Verwaltungsaufwand als die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde f\u00fcr die Digitalisierung. Ein ern\u00fcchternder Befund f\u00fcr den Wirtschaftsstandort.<\/p>\n<p>Kanzler Merz setzt auf Reformen<\/p>\n<p>Anzeige: B\u00fcrokratie bremst Ihre Digitalisierung? 55 % der Mittelst\u00e4ndler nennen Verwaltungsaufwand als gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde. Dieser Report zeigt in 5 konkreten Schritten, wie Sie trotzdem Tempo aufnehmen \u2013 und von der neuen EU-Cloud-Infrastruktur profitieren. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/sap-telekom-bauen-europaeische-ki-gigafactories-1426?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_949447:Topic_digital_transformation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=1426\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Digitalisierungs-Fahrplan jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz rief beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum am 2. Juni zu mehr Optimismus und Reformbereitschaft auf. Geplant ist ein umfassendes Paket zur Renten- und Steuerreform, das noch vor der Sommerpause verabschiedet werden soll.<\/p>\n<p>Merz verwies auf Ostdeutschland als aufstrebenden Hightech-Standort \u2013 insbesondere die Halbleitercluster in Sachsen mit Firmen wie Infineon und TSMC seien Belege f\u00fcr industrielles Potenzial.<\/p>\n<p>Die OECD empfiehlt Deutschland, zus\u00e4tzlich die Verwaltung zu entlasten und Planungsprozesse zu beschleunigen. Zwar steigen die \u00f6ffentlichen Investitionen dank flexiblerer Schuldenregeln, doch die private Investitionst\u00e4tigkeit leide weiter unter globaler Unsicherheit und dem Wettbewerb mit China.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"OECD korrigiert Wachstumsprognose f\u00fcr Deutschland auf 0,7 Prozent. Steigende Energiepreise und geopolitische Risiken belasten die Konjunktur. 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