{"id":45620,"date":"2026-06-04T09:01:38","date_gmt":"2026-06-04T09:01:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/45620\/"},"modified":"2026-06-04T09:01:38","modified_gmt":"2026-06-04T09:01:38","slug":"prognose-immer-mehr-fluessigerdgas-transporte-nach-europa-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/45620\/","title":{"rendered":"Prognose: Immer mehr Fl\u00fcssigerdgas-Transporte nach Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Fl\u00fcssigerdgas wird nach Einsch\u00e4tzung von Energieexperten schon in wenigen Jahren mehr als die H\u00e4lfte des Gasaufkommens in den gro\u00dfen Gasm\u00e4rkten Europas ausmachen. \u201eDer Anteil von Fl\u00fcssiggas im Gasmix von West- und Zentraleuropa steigt nach unseren Prognosen von 44 Prozent im vergangenen Jahr auf 47 Prozent im Jahr 2027\u201c, sagte Gasmarktexperte Andreas Schr\u00f6der vom Analysehaus ICIS der Deutschen Presse-Agentur dpa. F\u00fcr 2029 werde dann ein Anteil von 52 Prozent erwartet.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Als Hauptgrund f\u00fcr die Entwicklung sieht Schr\u00f6der eine weltweite Ausweitung des LNG-Angebots vor allem in Nordamerika. Die Ausweitung sei so stark, \u201edass sie die tempor\u00e4ren Lieferausf\u00e4lle Katars schnell wieder kompensiert und die Preise f\u00fcr Fl\u00fcssiggas perspektivisch niedrig h\u00e4lt.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    F\u00fcr seine Analyse hat ICIS die M\u00e4rkte in zw\u00f6lf L\u00e4ndern betrachtet: Gro\u00dfbritannien sowie die EU-L\u00e4nder Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Belgien, Polen, \u00d6sterreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn. LNG ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr das englische \u201eLiquefied Natural Gas\u201c, also verfl\u00fcssigtes Erdgas.\n            <\/p>\n<p>            Sefe und Uniper haben mehrere LNG-Tanker gechartert<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Am weltweiten Handel mit LNG sind auch mehrere deutsche Energiekonzerne beteiligt, vor allem Sefe, Uniper und RWE. So hat etwa Sefe (ehemals Gazprom Germania) nach eigenen Angaben sechs LNG-Gastanker gechartert. LNG-Liefervertr\u00e4ge bestehen mit Produzenten den USA, Westafrika, S\u00fcdamerika, dem Nahen Osten und Ostasien, wie das Unternehmen auf Anfrage berichtet. \u201eDar\u00fcber hinaus bezieht Sefe noch LNG aus einem Altvertrag mit dem russischen Produzenten Yamal, wobei russische LNG-Lieferungen ab 1. Januar 2027 EU-Sanktionen und einem Importverbot unterliegen\u201c, erkl\u00e4rt ein Sprecher. Das LNG werde weltweit geliefert, Europa und Indien seien die wichtigsten Sefe-M\u00e4rkte. 2025 habe das Unternehmen rund 180 Schiffsladungen an Kunden geliefert.\n            <\/p>\n<p>\n                                Fl\u00fcssigerdgas mit dem Schiff zu transportieren, ist technisch sehr aufwendig. Das Foto zeigt Leitungen an Deck des LNG-Tankschiffs \u201eMaran Gas Amorgos\u201c. Die Aufnahme entstand w\u00e4hrend einer Wartung des Schiffes im Trockendock.<br \/>\n                            Foto: Helge Toben\/dpa<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/2pkxfm3ijq-v10-ax-w1600h900.jpg\" title=\"Fl\u00fcssigerdgas mit dem Schiff zu transportieren, ist technisch sehr aufwendig. Das Foto zeigt Leitungen an Deck des LNG-Tankschiffs \u201eMaran Gas Amorgos\u201c. Die Aufnahme entstand w\u00e4hrend einer Wartung des Schiffes im Trockendock.\" alt=\"Fl\u00fcssigerdgas mit dem Schiff zu transportieren, ist technisch sehr aufwendig. Das Foto zeigt Leitungen an Deck des LNG-Tankschiffs \u201eMaran Gas Amorgos\u201c. Die Aufnahme entstand w\u00e4hrend einer Wartung des Schiffes im Trockendock.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"210\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    In \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfenordnung war auch der Energiekonzern Uniper unterwegs, der aktuell vier Schiffe gechartert hat. 167 LNG-Schiffsladungen hat das Unternehmen 2025 nach eigenen Angaben gehandelt. \u201eVor der Krise 2022 waren wir bei 360 Ladungen pro Jahr\u201c, erkl\u00e4rt Uniper-Manager Niels Fenzl, bei Uniper zust\u00e4ndig f\u00fcr den LNG-Ein- und Verkauf sowie Infrastruktur. Uniper will sich an dem erwarteten starken Wachstum des LNG-Markts beteiligen. Derzeit sei man \u201esehr aktiv\u201c dabei, das Portfolio wieder auf das alte Niveau hochzubringen oder auch \u201edar\u00fcber hinauszuentwickeln\u201c, sagt Fenzl. Langfristige Abnahmevertr\u00e4ge gibt es nach seinen Angaben etwa f\u00fcr Gas aus den USA oder dem australischen Raum.\n            <\/p>\n<p>            RWE verschifft LNG aus den USA vor allem nach Europa<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Auch RWE hat im vergangenen Jahr LNG geliefert und zwar rund neun Millionen Tonnen. Dies entspreche rein rechnerisch 144 Schiffsladungen, erkl\u00e4rt eine Sprecherin. \u201eLangfristig beziehen wir LNG derzeit aus Australien (Woodside) und k\u00fcnftig auch aus den USA.\u201c Perspektivisch wolle man auch LNG aus dem Nahen Osten beziehen. \u201eDas LNG, das wir in den USA beschaffen, flie\u00dft derzeit haupts\u00e4chlich nach Europa. Das LNG, das wir beispielsweise in Australien kaufen, flie\u00dft haupts\u00e4chlich nach Asien.\u201c Eigene Schiffe hat auch RWE nicht. \u201eWir chartern bei Bedarf Transportkapazit\u00e4ten, Art und Umfang variieren je nach Gesch\u00e4ft\u201c, so die Sprecherin.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fl\u00fcssigerdgas wird nach Einsch\u00e4tzung von Energieexperten schon in wenigen Jahren mehr als die H\u00e4lfte des Gasaufkommens in den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":45621,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[5304,2804,6,4421,10710,1150],"class_list":["post-45620","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-energietraeger","tag-energiewirtschaft","tag-europa","tag-export","tag-fluessiggas","tag-lng"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45620\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}