{"id":46432,"date":"2026-06-05T11:49:38","date_gmt":"2026-06-05T11:49:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/46432\/"},"modified":"2026-06-05T11:49:38","modified_gmt":"2026-06-05T11:49:38","slug":"schrottmarkt-kompakt-preisanstieg-trotz-nachfrageschwaeche-eu-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/46432\/","title":{"rendered":"Schrottmarkt kompakt: Preisanstieg trotz Nachfrageschw\u00e4che \u2013 EU-Recycling"},"content":{"rendered":"<p>Im Berichtsmonat April zeigten die Stahlschrottpreise eine leichte Aufw\u00e4rtsbewegung, wenn auch die Nachfrage allgemein etwas zur\u00fcckging. Viele Stahlwerke decken ihren Bedarf nun kurzfristig. Nach einer Seitw\u00e4rtsphase stiegen im April die Preise f\u00fcr Altschrott um circa 10 und f\u00fcr Neuschrott um bis zu 5 Euro pro Tonne. Die Nachfrage t\u00fcrkischer Stahlproduzenten, die zuvor zwei Monate lang zur\u00fcckhaltend im Markt agiert hatten, lebte wieder auf (Quelle: IKB Rohstoffpreis-Information vom 6. Mai 2026).<\/p>\n<p>Wie sich der Schrottmarkt im Mai entwickelte, dazu lagen bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe (18. Mai 2026) noch keine aussagekr\u00e4ftigen Daten vor. Der anhaltende Nahostkonflikt und die damit verbundene globale Verunsicherung belasten weiterhin den internationalen Schrotthandel und die Kreislaufwirtschaft. Hohe Energiepreise sowie gest\u00f6rte Lieferketten treiben die Produktions- und Logistikkosten in die H\u00f6he und verst\u00e4rken die Marktunsicherheit. Die IKB Deutsche Industriebank AG und andere Marktakteure prognostizieren weiter steigende Stahlpreise. Anders die Situation bei Industriemetallen: Die Nickel-Notierung stieg im Berichtsmonat April deutlich auf \u00fcber 19.000 US-Dollar pro Tonne, wobei die Auswirkungen auf Edelstahlschrotte begrenzt bleiben. Die Werke haben ihren Bedarf reduziert und passen die Nickel-Inhaltspreise an. Bei Wolfram-legierten Werkstoffen ist \u2013 bedingt durch spezifische Nachfrage \u2013 eine explosive Preisentwicklung zu beobachten.<\/p>\n<p>Seit Beginn des Irankriegs stieg der Preis f\u00fcr Prim\u00e4raluminium um 17,3 Prozent auf 3.600 US-Dollar pro Tonne. Die IKB erwartet aufgrund der angespannten geopolitischen Situation bis Ende des ersten Halbjahres einen Prim\u00e4raluminiumpreis von 3.650 US-Dollar pro Tonne in einem Band von plus 200 US-Dollar pro Tonne. Bei Sekund\u00e4r-Aluminiumschrotten versch\u00e4rfen sich die Engp\u00e4sse. Die Verf\u00fcgbarkeit ist stark eingeschr\u00e4nkt; die Sekund\u00e4rschmelzwerke sind gut ausgelastet. Die Preise f\u00fcr Sekund\u00e4raluminium und Umschmelzbl\u00f6cke steigen deutlich \u2013 verst\u00e4rkt durch die Lieferunterbrechungen von Prim\u00e4raluminium aus der Golfregion.<\/p>\n<p>Der Kupfermarkt bleibt angespannt und volatil. Die Werke passen ihre H\u00fcttenaufschl\u00e4ge flexibel an die Kursentwicklung an. Zwar gilt die Versorgung mit Kupferschrotten derzeit als gesichert, doch hohe Energiekosten und die Beschaffung von Betriebsmitteln wie Schwefel stellen weiterhin gro\u00dfe Herausforderungen dar.<\/p>\n<p>(Erschienen im EU-Recycling Magazin 06\/2026, Seite 32, Foto: O. K\u00fcrth)<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t 122&#13;\n\t\t\t<\/p>\n<p><a data-bid=\"1\" data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/eu-recycling.com\/linkout\/50192\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"notrack\" target=\"_blank\" aria-label=\"UT_OW_26_01-Banner-2026-Recycling-468\u00d760\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1775826263_697_UT_OW_26_01-Banner-2026-Recycling-468x60-1.jpg\" alt=\"\"   width=\"468\" height=\"60\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Berichtsmonat April zeigten die Stahlschrottpreise eine leichte Aufw\u00e4rtsbewegung, wenn auch die Nachfrage allgemein etwas zur\u00fcckging. 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