{"id":48033,"date":"2026-06-08T22:23:15","date_gmt":"2026-06-08T22:23:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48033\/"},"modified":"2026-06-08T22:23:15","modified_gmt":"2026-06-08T22:23:15","slug":"tageblatt-lu-iran-krieg-steigende-preise-europaeische-zentralbank-koennte-zinsen-erhoehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48033\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Iran-Krieg | Steigende Preise: Europ\u00e4ische Zentralbank k\u00f6nnte Zinsen erh\u00f6hen"},"content":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) k\u00f6nnte in dieser Woche mit einer ersten Leitzinserh\u00f6hung seit \u00fcber zwei Jahren auf die steigenden Preise wegen des Iran-Krieges reagieren. \u201eAlles andere als eine Zinserh\u00f6hung bei der EZB-Sitzung w\u00e4re eine gro\u00dfe \u00dcberraschung\u201c, erkl\u00e4rt ING-\u00d6konom Carsten Brzeski mit Blick auf Donnerstag. Erwartet wird ein Anheben des zentralen Einlagenzinses um 0,25 Punkte auf 2,25 Prozent. <\/p>\n<p>Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die weitgehende Sperrung der Stra\u00dfe von Hormus haben die Energiepreise steigen lassen. Die Inflation zog insgesamt wieder an. In der Eurozone lag der Preisanstieg im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 3,2 Prozent \u2013 sp\u00fcrbar \u00fcber dem von der EZB anvisierten Wert von zwei Prozent. <\/p>\n<p>H\u00f6here Zinsen k\u00f6nnen die Inflation senken. Die h\u00f6heren Kreditkosten f\u00fcr Unternehmen senken die Nachfrage und k\u00fchlen die Wirtschaft ab. F\u00fcr die ohnehin schw\u00e4chelnde Wirtschaft der Eurozone kommen h\u00f6here Zinskosten allerdings zur Unzeit. Dennoch sind sich Beobachter weitgehend einig, dass die EZB diesen Schritt gehen wird. <\/p>\n<p>          Signal an Finanzm\u00e4rkte <\/p>\n<p>Dies \u201esoll ein Signal an die Finanzm\u00e4rkte, aber auch an die Unternehmen und Haushalte sein, dass die EZB die Inflationsdynamik sehr genau im Auge hat\u201c, erkl\u00e4rt der Chefvolkswirt der KfW, Dirk Schumacher. Zugleich bleibe die Unsicherheit \u00fcber den weiteren Verlauf der Konjunktur und die Preisentwicklung \u201esehr hoch\u201c. Verlangsame sich die Konjunktur in den kommenden Monaten deutlich, w\u00fcrden weitere Zinsanhebungen unn\u00f6tig. <\/p>\n<p>Auch der Chef\u00f6konom der Allianz, Ludovic Subran, h\u00e4lt die erwartete Zinserh\u00f6hung vor allem f\u00fcr symbolisch. \u201eDie EZB k\u00f6nnte abwarten, zumal sich die Wachstumsverlangsamung deutlich abzeichnet\u201c, erkl\u00e4rte er. Den Zentralbankern gehe es darum zu zeigen, dass sie handlungsbereit sind. <\/p>\n<p>Die EZB hatte in der Energiepreiskrise 2022 stark die Zinsen erh\u00f6ht. Kritiker warfen EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde und ihrem Team aber vor, zu sp\u00e4t auf die bereits seit der Corona-Pandemie deutlich gestiegenen Preise reagiert zu haben. Mit dem Abschw\u00e4chen der Inflation senkte die EZB die Zinsen ab 2023 wieder. Seit dem vergangenen Juni blieben die S\u00e4tze konstant. <\/p>\n<p>Die meisten Analysten betonen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld heute von dem im Jahr 2022 unterscheidet. Die Inflation war damals bereits vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs hoch, und die Weltwirtschaft hatte mit Versorgungsproblemen nach der Pandemie zu k\u00e4mpfen. Deshalb wird derzeit nicht mit weiteren Zinsanhebungen nach Juni gerechnet. Dennoch richten sich die Augen auf die Pressekonferenz von Lagarde nach der Zinsentscheidung am Donnerstag, um Hinweise auf den weiteren Kurs zu erhalten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) k\u00f6nnte in dieser Woche mit einer ersten Leitzinserh\u00f6hung seit \u00fcber zwei Jahren auf die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48034,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[18139,13,14,161,18140,3124],"class_list":["post-48033","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-europische-zentralbank","tag-europaeisch","tag-europaeische","tag-finanzen","tag-leitzinsen","tag-wirtschaftspolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48033"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48033\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48034"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}