{"id":48451,"date":"2026-06-09T11:03:16","date_gmt":"2026-06-09T11:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48451\/"},"modified":"2026-06-09T11:03:16","modified_gmt":"2026-06-09T11:03:16","slug":"kriminalitaet-eu-bericht-drogenmafia-setzt-verstaerkt-jugendliche-ein-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48451\/","title":{"rendered":"Kriminalit\u00e4t: EU-Bericht: Drogenmafia setzt verst\u00e4rkt Jugendliche ein"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Europas Drogenbanden setzen zunehmend Jugendliche f\u00fcr den Handel mit Rauschgift, aber auch f\u00fcr Gewalttaten ein. Junge Menschen vor allem aus sozial benachteiligten Vierteln w\u00fcrden von der Mafia f\u00fcr Einsch\u00fcchterungen, K\u00f6rperverletzungen und sogar als Auftragskiller angeworben, hei\u00dft es im Jahresbericht 2026 der EU-Drogenagentur (EUDA). Kriminelle Hinterm\u00e4nner stellten Planung, Waffen, Geld und Transport bereit.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Anwerbung im Rahmen von sogenannten Gewalt-als-Dienstleistung-Modellen l\u00e4uft nach Angaben der Experten teilweise \u00fcber soziale Medien. Diese Entwicklung ist nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rde mit Sitz in Portugals Hauptstadt Lissabon Teil eines komplexer und gef\u00e4hrlicher werdenden Drogenmarktes, auf dem immer neue und oft hochwirksame Substanzen auftauchen.\n  <\/p>\n<p>            Neue Substanzen und traditionelle Drogen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Neue Substanzen kommen in hoher Geschwindigkeit auf den Markt, w\u00e4hrend traditionelle Drogen wie Cannabis, Kokain und Heroin weiterhin weit verbreitet sind. Im vergangenen Jahr wurden in Europa erstmals 50 neue psychoaktive Substanzen registriert. Insgesamt \u00fcberwacht die Agentur inzwischen 1.050 solcher Stoffe.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDie Drogenm\u00e4rkte entwickeln sich rasant weiter,\u00a0und die Vielfalt der Substanzen auf den Stra\u00dfen Europas wird immer unvorhersehbarer\u201c, warnte EUDA-Direktorin Lorraine Nolan. Dadurch steige das Risiko, dass Menschen hochwirksame Drogen konsumierten, ohne dies zu wissen.\n  <\/p>\n<p>            Tausende Drogentote in Europa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Sorge bereiten den Experten vor allem neue synthetische Opioide. Diese hochwirksamen Stoffe k\u00f6nnen bereits in geringen Mengen lebensgef\u00e4hrlich sein. Opioide, meist in Kombination mit anderen Substanzen, sind nach wie vor die h\u00e4ufigste Ursache drogenbedingter Todesf\u00e4lle in Europa. Die EUDA sch\u00e4tzt, dass es 2024 mindestens 7.600 Todesf\u00e4lle (2023: knapp 7.500) durch \u00dcberdosierung gab, bei denen gr\u00f6\u00dftenteils mehrere Substanzen im Spiel waren.\u00a0Mit 1.912 entfiel ein Viertel aller registrierten Todesf\u00e4lle\u00a0auf Deutschland.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    EU-Innenkommissar Magnus Brunner verwies auf die Folgen des Drogenkonsums f\u00fcr die Gesellschaft. \u201eWir m\u00fcssen alles daransetzen, um zu verhindern, dass gef\u00e4hrliche neue Produkte den Markt \u00fcberschwemmen\u201c, betonte er. Man m\u00fcsse \u201emit aller H\u00e4rte des Gesetzes gegen illegale H\u00e4ndler vorgehen\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Cannabis bleibt mit rund 25 Millionen Konsumenten pro Jahr die am weitesten verbreitete Droge in Europa. Zudem beobachten die Beh\u00f6rden eine Ausbreitung des besonders problematischen Crack-Konsums. Auch der Kokainmarkt bleibt auf hohem Niveau: Etwa 4,3 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren h\u00e4tten im vergangenen Jahr in Europa diese Droge konsumiert.\n  <\/p>\n<p>            Katz-und-Maus-Spiel der Schmuggler<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gleichzeitig passen sich Schmuggler immer besser dem wachsenden Druck der Beh\u00f6rden an. Nach verst\u00e4rkten Kontrollen in gro\u00dfen H\u00e4fen wie Rotterdam und Antwerpen nutzen sie laut dem Bericht zunehmend kleinere H\u00e4fen. Zudem setzten sie auf neue Methoden wie Umladungen auf hoher See, Drohnen, Schnellboote und sogar Halbtauchboote, um Drogen etwa von S\u00fcdamerika oder Afrika nach Europa zu bringen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als alarmierend gilt derweil auch eine neue Gefahr: In mehreren EU-L\u00e4ndern wurden zuletzt E-Zigaretten beschlagnahmt, die neben Nikotin auch Cannabisstoffe enthielten. Solche Produkte k\u00f6nnten k\u00fcnftig auch als Tr\u00e4ger f\u00fcr noch gef\u00e4hrlichere Substanzen dienen, warnt die EUDA, dessen Bericht auf Daten aus den 27 EU-Staaten sowie aus Norwegen und der T\u00fcrkei basiert.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europas Drogenbanden setzen zunehmend Jugendliche f\u00fcr den Handel mit Rauschgift, aber auch f\u00fcr Gewalttaten ein. 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