{"id":48507,"date":"2026-06-09T12:21:29","date_gmt":"2026-06-09T12:21:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48507\/"},"modified":"2026-06-09T12:21:29","modified_gmt":"2026-06-09T12:21:29","slug":"iphone-konzern-iphones-in-eu-ohne-ki-siri","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48507\/","title":{"rendered":"iPhone-Konzern: iPhones in EU ohne KI-Siri"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Apple wirft der EU-Kommission vor, mit Forderungen nach einer vollst\u00e4ndigen \u00d6ffnung seiner iPhones und iPads f\u00fcr KI-Assistenten anderer Anbieter die Privatsph\u00e4re der europ\u00e4ischen Nutzer zu gef\u00e4hrden. Der Konzern entschied, stattdessen die neue Version seiner Assistenzsoftware Siri mit K\u00fcnstlicher Intelligenz auf iPhone und iPad nicht in der Europ\u00e4ischen Union verf\u00fcgbar zu machen. Auf Mac-Computern und der Computer-Brille Vision Pro werden auch europ\u00e4ische Nutzer darauf zugreifen k\u00f6nnen, weil Apple in diesen Segmenten nicht als \u201eGatekeeper\u201c mit viel Marktmacht eingestuft wurde.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Apple habe der Kommission die Risiken eines \u201ewirklich uneingeschr\u00e4nkten\u201c Zugangs von Assistenten anderer Anbieter zum gesamten Betriebssystem und allen Informationen erkl\u00e4rt, sagte Marketingchef Greg Jozwiak. \u201eAber sie haben unsere Bedenken komplett zur\u00fcckgewiesen.\u201c Apple habe auch bereits im vergangenen Jahr einen konkreten Vorschlag f\u00fcr eine technische L\u00f6sung vorgelegt, mit der aus Sicht des Konzerns die Zugangsanforderungen erf\u00fcllt und zugleich der Datenschutz gewahrt geblieben w\u00e4re. Die Kommission habe ihn jedoch abgelehnt, ohne sich damit auseinanderzusetzen.\n  <\/p>\n<p>            EU-Kommission weist Kritik scharf zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Sprecher der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde widersprach deutlich: Anstatt nach einer L\u00f6sung zur Einhaltung der Vorschriften zu suchen, habe Apple die Europ\u00e4ische Kommission einfach gebeten, das Unternehmen f\u00fcr mindestens 18 Monate von seinen Verpflichtungen zu befreien. \u201eDas ist keine Option, denn es w\u00fcrde bedeuten, dass kein anderer KI-Assistent als Siri \u2013 der \u00fcbrigens von Google betrieben wird \u2013 die gleiche Chance h\u00e4tte, von iPhone-Nutzern ausgew\u00e4hlt zu werden\u201c, sagte der EU-Kommissionssprecher. \u201eEU-Recht ist nicht verhandelbar\u201c, f\u00fcge er hinzu.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das EU-Digitalgesetz DMA (Digital Markets Act) schreibt unter anderem vor, dass als Gatekeeper eingestufte Unternehmen Konkurrenten den gleichen Zugang zu ihren Plattformen bieten m\u00fcssen wie ihren eigenen Diensten. Apple argumentiert, die neue KI-Siri sei so datenschutzfreundlich umgesetzt, dass der Konzern selbst dabei keinen Zugriff auf die Informationen der Nutzer bekomme. Der Apple-Vorschlag f\u00fcr andere Anbieter sieht demnach vor, dass nach einem \u00e4hnlichen Muster deren KI-Modelle zwar Anfragen der Nutzer erf\u00fcllen k\u00f6nnten, aber keine Daten behielten. Dieser Plan sei weiterhin auf dem Tisch.\n  <\/p>\n<p>            N\u00fctzlich durch Personalisierung<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Apple stellte die neue Siri mit K\u00fcnstlicher Intelligenz am Montag auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC vor. Die Software soll sich von anderen KI-Angeboten dadurch abheben, dass sie besonders tief ins Leben der Nutzer eingebettet ist.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als ein Beispiel einer Frage, die man der neue Siri stellen k\u00f6nne, nennt Apple etwa: \u201eWie hie\u00df der Podcast, den mir meine Schwester neulich empfohlen hat?\u201c Um dies zu beantworten, muss die Software unter anderem die E-Mail oder Textnachricht kennen, in der der Name des Podcasts gefallen sein k\u00f6nnte, richtig die Unterhaltung verstehen &#8211; und zun\u00e4chst einmal wissen, wer in den Kontakten die Schwester ist. Ein weiterer Vorteil vieler Angebote aus einer Hand: Danach kann man Siri auch gleich bitten, den Podcast abzuspielen.\n  <\/p>\n<p>            Apple sch\u00fcrt Nutzer-Erwartungen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWenn das alles funktioniert, ist es die KI, die die Leute wollen\u201c, sagt Branchenexperte Avi Greengart von der Analysefirma Techsponential. Die Vorsicht ist nicht unbegr\u00fcndet: Urspr\u00fcnglich k\u00fcndigte Apple eine Siri mit \u00e4hnlichen F\u00e4higkeiten bereits auf der WWDC vor zwei Jahren an. Doch im Jahr darauf musste der Konzern einr\u00e4umen, dass die Software nicht verl\u00e4sslich genug sei. Danach wurde die technische Basis umgebaut &#8211; unter anderem mit Verwendung von KI-Modellen des Rivalen Google. Apple betont aber, dass der Internet-Riese dabei keinen Zugang zu Nutzerdaten bekomme.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Analyst Francisco Jeronimo von der Marktforschungsfirma IDC sieht in der neuen KI-Siri eine strategische Weichenstellung f\u00fcr Apple: Sie k\u00f6nne der neue Weg werden, \u00fcber den Nutzer mit iPhones und k\u00fcnftigen Ger\u00e4tekategorien des Konzerns interagieren. Zugleich m\u00fcsse Apple nun aber auch die Erwartungen der Nutzer erf\u00fcllen: Kunden werden Siri danach bewerten, ob sie sie verstehe, und die Personalisierung sich n\u00fctzlich und nicht aufdringlich anf\u00fchle.\n  <\/p>\n<p>            Eine App f\u00fcr Siri<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Erstmals bekommt Siri, die vor rund 15 Jahren als Sprachassistentin auf iPhones kam, eine eigenst\u00e4ndige App. Apple-Manager Mike Rockwell zeigte in einer aufgezeichneten Demonstration, wie die neue Siri den Termin des n\u00e4chsten Konzerts einer Musikerin in der N\u00e4he sowie Informationen zum Ticket-Verkauf heraussuchen, eine Erinnerung erzeugen und danach auf Wunsch einen ihrer neuen Songs abspielen kann.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zun\u00e4chst wird die neue KI-Siri nur auf Englisch angeboten. Weitere Sprachen sollen \u201eschnell\u201c folgen, sagte Software-Chef Craig Federighi. Zun\u00e4chst gibt es eine Testversion der neuen Software f\u00fcr Entwickler. Allgemein eingef\u00fchrt werden die neuen Programme und Funktionen traditionell ab Herbst.\n  <\/p>\n<p>            Nutzer kauften Apple-Ger\u00e4te trotz KI-Verz\u00f6gerung<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    W\u00e4hrend Apple mit den Siri-Problemen k\u00e4mpfte, \u00fcberboten sich Google als Entwickler des konkurrierenden Mobil-Betriebssystems Android und der gro\u00dfe iPhone-Rivale Samsung mit Ank\u00fcndigungen immer neuer KI-Assistenzfunktionen. Gemessen daran wirkte Apple im R\u00fcckstand &#8211; den Kunden schien das jedoch egal zu sein. Die Verk\u00e4ufe der Apple-Ger\u00e4te stiegen weiter und das iPhone schubste nach Berechnungen von Marktforschern Samsung nach vielen Jahren vom Smartphone-Thron. Federighi erlaubte sich zugleich einen Seitenhieb gegen Unternehmen die in einem Wettlauf \u201eKI im Namen von KI\u201c verfolgten und dabei nicht die Interessen der Nutzer beachteten.\n  <\/p>\n<p>            Abschiedsrunde f\u00fcr Cook<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es ist die letzte WWDC f\u00fcr Tim Cook als Konzernchef. Im September soll der bisher f\u00fcr Ger\u00e4te zust\u00e4ndige Top-Manager John Ternus die F\u00fchrung \u00fcbernehmen.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/tim-cook.jpg\" alt=\"F\u00fcr Tim Cook ist es die letzte WWDC als Konzernchef. Er \u00fcbergibt die F\u00fchrung zum September an John Ternus, der bisher f\u00fcr Ger\u00e4te zust\u00e4ndig war.\" title=\"F\u00fcr Tim Cook ist es die letzte WWDC als Konzernchef. Er \u00fcbergibt die F\u00fchrung zum September an John Ternus, der bisher f\u00fcr Ger\u00e4te zust\u00e4ndig war.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    F\u00fcr Tim Cook ist es die letzte WWDC als Konzernchef. Er \u00fcbergibt die F\u00fchrung zum September an John Ternus, der bisher f\u00fcr Ger\u00e4te zust\u00e4ndig war.<br \/>\n    Foto: Noah Berger\/FR34727 AP\/AP\/dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    F\u00fcr Tim Cook ist es die letzte WWDC als Konzernchef. Er \u00fcbergibt die F\u00fchrung zum September an John Ternus, der bisher f\u00fcr Ger\u00e4te zust\u00e4ndig war.<br \/>\n    Foto: Noah Berger\/FR34727 AP\/AP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple wirft der EU-Kommission vor, mit Forderungen nach einer vollst\u00e4ndigen \u00d6ffnung seiner iPhones und iPads f\u00fcr KI-Assistenten anderer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48508,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1302,1759,21,22,8187,1610,1608,210,1611,5134,17205],"class_list":["post-48507","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-apple","tag-computer","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-google-inc","tag-ipad","tag-iphone","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-mac","tag-software","tag-wwdc"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48507"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48507\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}