{"id":48855,"date":"2026-06-10T02:07:52","date_gmt":"2026-06-10T02:07:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48855\/"},"modified":"2026-06-10T02:07:52","modified_gmt":"2026-06-10T02:07:52","slug":"eu-reagiert-auf-apples-siri-ai-blockade-weist-dma-vorwuerfe-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48855\/","title":{"rendered":"EU reagiert auf Apples Siri-AI-Blockade, weist DMA-Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Ein Sprecher der Br\u00fcsseler EU-Kommission hat Apples Vorwurf vom Montag, der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wegen-DMA-Wettbewerbsregeln-Keine-KI-Siri-fuer-EU-iPhones-11322380.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digital Markets Act (DMA) sorge daf\u00fcr, dass Siri AI nicht nach Europa kommen<\/a> kann, deutlich widersprochen. Anstatt nach einer L\u00f6sung zur Einhaltung der Vorschriften zu suchen, habe Apple die Europ\u00e4ische Kommission einfach gebeten, das Unternehmen f\u00fcr mindestens 18 Monate von seinen Verpflichtungen zu befreien. Apple hatte angegeben, man wolle mit einem sogenannten <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Streit-ueber-KI-Anordnungen-der-EU-Google-erhaelt-Hilfe-von-Apple-11293280.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trusted OS Agent<\/a> daf\u00fcr sorgen, dass KI-Systeme, die die EU-Kommission auf Systemebene f\u00fcr iOS und iPadOS zulassen will, in einer gesch\u00fctzten Umgebung laufen. Begr\u00fcndet wurde dies unter anderem mit dem Schutz der Privatsph\u00e4re der Nutzer.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Sprecher: \u201eEU-Recht nicht verhandelbar\u201c<\/p>\n<p>Der EU-Sprecher sagte bei einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/shorts\/ATg_W0N3K80\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Pressebriefing<\/a>, an dem auch die Nachrichtenagentur dpa teilnahm, man sehe keine Option in einer Aussetzung der Regulierung, \u201edenn [das] w\u00fcrde bedeuten, dass kein anderer KI-Assistent als Siri die gleiche Chance h\u00e4tte, von iPhone-Nutzern ausgew\u00e4hlt zu werden\u201c. EU-Recht sei nicht verhandelbar, so der Kommissionssprecher weiter.<\/p>\n<p>Apple nutzt zwar Googles Gemini-Technik f\u00fcr die Verbesserung seiner eigenen Grundmodelle (Apple Foundation Model, AFM), <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Google-ganz-nah-und-doch-auf-Distanz-So-erklaert-Apple-seinen-KI-Deal-11322434.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">betont allerdings, dass weder Apple selbst noch Google an Nutzerdaten kommen kann<\/a>. Stattdessen l\u00e4uft die KI-Verarbeitung im Rahmen von Apples verschl\u00fcsseltem Private-Cloud-Compute-System (PCC), das nun auf Nvidia-Chips erweitert wurde.<\/p>\n<p>Gatekeeper soll System \u00f6ffnen<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Digital-Markets-Act\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-Digitalgesetz DMA (Digital Markets Act)<\/a> schreibt unter anderem vor, dass als Gatekeeper eingestufte Unternehmen Konkurrenten den gleichen Zugang zu ihren Plattformen bieten m\u00fcssen wie ihren eigenen Diensten. Bei Apple wurden iPhone und iPad als solche Gatekeeper eingeordnet. F\u00fcr macOS, watchOS und visionOS gilt diese Einschr\u00e4nkung nicht \u2013 Siri AI soll daher mit macOS 27, watchOS 27 und visionOS 27 direkt in der EU, aber zun\u00e4chst nur auf Englisch verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Apple argumentiert, die neue KI-Siri sei so datenschutzfreundlich umgesetzt, dass der Konzern selbst dabei keinen Zugriff auf die Informationen der Nutzer bekomme. Diesen Zugang sollen auch keine anderen KI-Firmen erhalten. Der Apple-Vorschlag f\u00fcr andere Anbieter sieht daher vor, dass nach einem \u00e4hnlichen Muster deren KI-Modelle zwar Anfragen der Nutzer erf\u00fcllen k\u00f6nnten, aber keine Daten behielten. Dieser Plan sei weiterhin auf dem Tisch, so Apples Softwarechef Craig Federighi, der auf eine Reaktion seitens der EU pocht. \u201eWir hoffen, Siri AI bald auch in der EU anbieten zu k\u00f6nnen, und werden weiterhin mit den EU-Regulierungsbeh\u00f6rden an einer L\u00f6sung arbeiten. Da sie sich jedoch weigern, konstruktiv mit uns auf L\u00f6sungen hinzuarbeiten, die Datenschutz und Sicherheit gew\u00e4hrleisten, k\u00f6nnen wir derzeit keinen Zeitplan f\u00fcr die Verf\u00fcgbarkeit von Siri AI in iOS und iPadOS in der EU nennen.\u201c<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:bsc@heise.de\" title=\"Ben Schwan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bsc<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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