{"id":48872,"date":"2026-06-10T03:12:09","date_gmt":"2026-06-10T03:12:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48872\/"},"modified":"2026-06-10T03:12:09","modified_gmt":"2026-06-10T03:12:09","slug":"eu-whatsapp-muss-andere-ki-chatbots-kostenfrei-zulassen-sonst-droht-zwangsgeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/48872\/","title":{"rendered":"EU: WhatsApp muss andere KI-Chatbots kostenfrei zulassen, sonst droht Zwangsgeld"},"content":{"rendered":"<p>              EU: WhatsApp muss andere KI-Chatbots kostenfrei zulassen, sonst droht Zwangsgeld<\/p>\n<p>Die EU-Kommission hat Meta Platforms angewiesen, WhatsApp f\u00fcr konkurrierende KI-Chatbots kostenfrei zu \u00f6ffnen. Das soll der Facebook-Konzern innerhalb von f\u00fcnf Arbeitstagen umsetzen, sonst drohen Zwangsgelder in erheblicher H\u00f6he. Denn laut EU-Kommission k\u00f6nnte die bislang erhobene Geb\u00fchr f\u00fcr andere Chatbots \u201eschweren und nicht wiedergutzumachenden Schaden f\u00fcr den Wettbewerb\u201c verursachen. Meta Platforms bezeichnet es als Kompetenz\u00fcberschreitung und k\u00fcndigt Rechtsmittel an.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Meta Platforms hat den eigenen KI-Chatbot \u201eMeta AI\u201c in WhatsApp integriert, aber das soll nach Ansicht der EU-Wettbewerbsh\u00fcter anderen Anbietern nicht verschlossen bleiben. Deshalb leitete die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/KI-Bots-auf-Whatsapp-EU-Kommission-droht-Meta-mit-Zwangsmassnahmen-11170428.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-Kommission eine Untersuchung gegen Meta<\/a> ein. Sie geht davon aus, dass Meta seinen Konkurrenten den Zugang zu WhatsApp-Daten erschwert und damit gegen europ\u00e4isches Wettbewerbsrecht verst\u00f6\u00dft. Die Wettbewerbsh\u00fcter drohten mit Zwangsma\u00dfnahmen, woraufhin Meta im M\u00e4rz <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nach-EU-Druck-Meta-laesst-KI-Chatbots-auf-WhatsApp-zu-aber-nur-gegen-Gebuehr-11201711.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">konkurrierende KI-Assistenten tempor\u00e4r f\u00fcr ein Jahr und gegen eine Geb\u00fchr wieder auf WhatsApp zulie\u00df<\/a>.<\/p>\n<p>Chatbot-Geb\u00fchr wie ein Ausschluss<\/p>\n<p>Doch diese Geb\u00fchr k\u00f6nnte ebenfalls ein mutma\u00dflicher Versto\u00df gegen Wettbewerbsregeln sein. Denn nach einer Analyse erkl\u00e4rte die EU-Kommission, \u201edass die \u00fcberarbeitete Richtlinie offenbar denselben Effekt hat, n\u00e4mlich den Ausschluss von KI-Assistenten von Drittanbietern aus WhatsApp, und somit auf den ersten Blick gegen EU-Wettbewerbsregeln verst\u00f6\u00dft\u201c. Deshalb wurde bereits im April berichtet, dass die EU Meta anweisen wird, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/KI-Chatbots-auf-WhatsApp-Meta-muss-Konkurrenten-zulassen-11259699.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">konkurrierende KI-Chatbots in WhatsApp zuzulassen<\/a> \u2013 zu \u201eden gleichen Bedingungen wie vor dem 15. Oktober\u201c, also kostenfrei.<\/p>\n<p>Das hat die EU-Kommission jetzt umgesetzt und \u201eeinstweilige Ma\u00dfnahmen gegen Meta verh\u00e4ngt, um f\u00fcr freien Zugang konkurrierender KI-Assistenten zu WhatsApp zu sorgen\u201c. Der <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/de\/ip_26_1276\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">EU-Beschluss ordnet an<\/a>, \u201edass Meta den Zugang von allgemeinen KI-Assistenten Dritter zur Programmierschnittstelle von WhatsApp for Business zu denselben Bedingungen wie vor dem 15. Oktober 2025 wiederherstellen muss, als dieser Zugang f\u00fcr alle diese KI-Assistenten kostenlos war\u201c. Das soll Meta innerhalb von f\u00fcnf Arbeitstagen umsetzen.<\/p>\n<p>Bu\u00dfgeld in Milliardenh\u00f6he droht<\/p>\n<p>Es handelt sich um eine einstweilige Ma\u00dfnahme. Diese soll gew\u00e4hrleisten, dass der Wettbewerb bis zum Abschluss des Kartellverfahrens nicht dauerhaft beeintr\u00e4chtigt wird. \u201eAuf von raschen Ver\u00e4nderungen gepr\u00e4gten M\u00e4rkten kann der Wettbewerb lange vor Erlass eines abschlie\u00dfenden Beschlusses ausgeschaltet werden\u201c, erkl\u00e4rt Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr einen sauberen, fairen und wettbewerbsf\u00e4higen Wandel. \u201eDie einstweiligen Ma\u00dfnahmen werden deshalb f\u00fcr die gesamte Dauer der Untersuchung gelten, damit wir einen Schaden verhindern, der fast nicht wiedergutzumachen w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Sollte der Facebook-Konzern der Anordnung nicht Folge leisten, kann die EU-Kommission Geldbu\u00dfen verh\u00e4ngen, die bis zu 10 Prozent des im Gesch\u00e4ftsjahr vor dem Versto\u00df erzielten Gesamtumsatzes betragen k\u00f6nnen. Angesichts des 2025 erzielten <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Meta-casht-ab-Mehr-User-schauen-mehr-Werbung-zu-hoeheren-Preisen-11157837.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jahresumsatzes von etwas mehr als 200 Milliarden US-Dollar<\/a> k\u00f6nnte dies Meta Platforms erheblich treffen. Zudem drohte die EU-Kommission bei Zuwiderhandlung mit t\u00e4glichen Zwangsgeldern von bis zu 5 Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes.<\/p>\n<p>Meta-Protest auf seltene Anordnung<\/p>\n<p>Die Reaktion von Meta Platforms erfolgte prompt und ist eindeutig. \u201eDie Europ\u00e4ische Kommission hat entschieden, dass OpenAI und einige der weltweit gr\u00f6\u00dften Unternehmen das kostenpflichtige Produkt WhatsApp Business unentgeltlich nutzen d\u00fcrfen\u201c, erkl\u00e4rte der Konzern <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/cn8qj8wjgxwo\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut BBC<\/a>. \u201eDies stellt eine regulatorische \u00dcberschreitung der Befugnisse dar, die von den vielen europ\u00e4ischen Unternehmen subventioniert wird, die daf\u00fcr bezahlen. Wir werden dagegen Rechtsmittel einlegen.\u201c<\/p>\n<p>Schon im April hatte ein Meta-Sprecher zu den sich abzeichnenden EU-Ma\u00dfnahmen erkl\u00e4rt: \u201eDas bedeutet, dass eine kleine B\u00e4ckerei in Frankreich, die f\u00fcr die Nutzung des Dienstes zur Annahme von Croissant-Bestellungen bezahlt, die Kosten f\u00fcr OpenAI tragen wird. Kleine europ\u00e4ische Unternehmen sollten nicht f\u00fcr OpenAI aufkommen m\u00fcssen.\u201c <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/eu-orders-meta-to-reopen-whatsapp-to-ai-rivals-for-free\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Laut Politico<\/a> ist dies erst das zweite Mal in mehr als zwei Jahrzehnten, dass die EU-Kommission zu einer solch dringenden Anordnung gegriffen hat.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fds@heise.de\" title=\"Frank Schr\u00e4er\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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