{"id":49137,"date":"2026-06-10T10:22:08","date_gmt":"2026-06-10T10:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/49137\/"},"modified":"2026-06-10T10:22:08","modified_gmt":"2026-06-10T10:22:08","slug":"whatsapp-muss-andere-ki-anbieter-zulassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/49137\/","title":{"rendered":"WhatsApp muss andere KI-Anbieter zulassen"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat eine einstweilige Anordnung gegen Meta erlassen. <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/de\/ip_26_1276\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Demnach muss der US-Konzern Rivalen binnen f\u00fcnf Werktagen wieder kostenlos Zugriff auf die Schnittstelle gew\u00e4hren, \u00fcber die Firmen ihre Dienste mit WhatsApp verkn\u00fcpfen.<\/a> Im vergangenen Oktober hatte Meta diesen Zugriff gesperrt. Die Kommission will durch ihr Vorgehen das \u201cRisiko eines schweren Schadens f\u00fcr die Wettbewerbsstruktur auf dem wachsenden Markt f\u00fcr allgemeine KI-Assistenten\u201d abwenden. Die Politik von Meta berge die Gefahr, \u201cdass der Wettbewerb zu einem f\u00fcr die Entwicklung dieses Marktes sehr wichtigen Zeitpunkt beeintr\u00e4chtigt wird, da zurzeit n\u00e4mlich kleinere Marktteilnehmer und neue Marktteilnehmer die M\u00f6glichkeit haben, gro\u00dfe etablierte Unternehmen herauszufordern\u201d. <a href=\"https:\/\/meedia.de\/news\/beitrag\/21104-eu-will-meta-zwingen-whatsapp-fuer-fremde-ki-chatbots-zu-oeffnen.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Das harte Vorgehen der Kommission hatte sich bereits im Februar angedeutet.<\/a><\/p>\n<p>Viele Unternehmen nutzen WhatsApp zur Steuerung ihrer Kundenkommunikation: \u00dcber KI-Chatbots k\u00f6nnen Verbraucher zum Beispiel ihren Kundendienst kontaktieren oder Bestellungen in Online-Shops aufgeben. Die Sperrung des Zugangs zu Schnittstellen im Oktober 2025 f\u00fchrte laut EU-Kommission dazu, dass f\u00fcr Nutzer nur Metas eigene KI (&#8222;Meta AI&#8220;) zur Verf\u00fcgung stehe. Mittlerweile hat Meta den Zugang zwar formal wieder ge\u00f6ffnet, verlangt aber eine Geb\u00fchr. Die EU-Kommission wertet das als faktische Fortsetzung der Zugangssperre. Sie will Meta dazu verpflichten, den Zugang zu denselben Bedingungen wiederherzustellen, die vor dem 15. Oktober 2025 galten.<\/p>\n<p>Bu\u00dfgelder bis zu 10 Prozent des Gesamtumsatzes<\/p>\n<p>Bei einem Versto\u00df gegen die Ma\u00dfnahmen drohen Meta Bu\u00dfgelder in H\u00f6he von bis zu zehn Prozent des Gesamtumsatzes im vorausgegangenen Gesch\u00e4ftsjahr. Au\u00dferdem kann die Kommission t\u00e4gliche Zwangsgelder von bis zu f\u00fcnf Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes verh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Meta argumentiert in dem Konflikt, es gebe keinen Grund f\u00fcr die EU einzugreifen. &#8222;Es gibt viele KI-Optionen, die \u00fcber App-Stores, Betriebssysteme, Ger\u00e4te, Websites und Industriepartnerschaften genutzt werden k\u00f6nnen&#8220;, sagte im Februar ein Sprecher gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur dpa. Die EU-Kommission gehe f\u00e4lschlicherweise davon aus, dass die Schnittstelle bei WhatsApp ein wichtiger Vertriebskanal f\u00fcr diese Chatbots sei. Das Unternehmen k\u00fcndigte damals an, vor Gericht gegen die Entscheidung vorzugehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission hat eine einstweilige Anordnung gegen Meta erlassen. 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