{"id":52545,"date":"2026-06-16T06:59:08","date_gmt":"2026-06-16T06:59:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/52545\/"},"modified":"2026-06-16T06:59:08","modified_gmt":"2026-06-16T06:59:08","slug":"eu-beschliesst-neue-benchmarks-im-emissionshandel-schlag-in-die-magengrube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/52545\/","title":{"rendered":"EU beschlie\u00dft neue Benchmarks im Emissionshandel \/ Schlag in die Magengrube"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">16.06.2026 \u2013 08:49<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Verband der Chemischen Industrie (VCI)\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/12523\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verband der Chemischen Industrie (VCI)<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Frankfurt%252FMain\" title=\"News aus Frankfurt\/Main \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt\/Main<\/a> (ots)<\/p>\n<p> J\u00e4hrliche Mehrkosten f\u00fcr deutsche Chemie im dreistelligen Millionenbereich  Unternehmen wollen transformieren, k\u00f6nnen aber nicht  Benchmarks realit\u00e4tsfremd  Systemfehler bei anstehender Reform l\u00f6sen <\/p>\n<p> Die Europ\u00e4ische Kommission hat in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten neue Benchmarkwerte f\u00fcr das Europ\u00e4ische Emissionshandelssystem (ETS 1) beschlossen. Nach diesen Effizienzma\u00dfst\u00e4ben f\u00fcr den CO2-Aussto\u00df von Industrieanlagen wird berechnet, wie viele CO2-Zertifikate Unternehmen kostenlos erhalten. Durch die neuen Werte entstehen f\u00fcr die deutsche Chemieindustrie schon ab 2026 j\u00e4hrliche Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich. <\/p>\n<p> Wolfgang Gro\u00dfe Entrup, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), kommentiert: &#8222;Wir haben seit Monaten davor gewarnt, jetzt ist er da: der angek\u00fcndigte Schlag in die Magengrube. Die neuen Benchmarks sind reine Schreibtisch-Arithmetik, die an der Realit\u00e4t der Basischemie vorbeigeht. Statt Transformation zu erm\u00f6glichen, entzieht Br\u00fcssel den Unternehmen mitten in der Krise dreistellige Millionenbetr\u00e4ge. Das sch\u00fctzt kein Klima, das verlagert nur Wertsch\u00f6pfung.&#8220; <\/p>\n<p>Voraussetzungen f\u00fcr Zukunftsinvestitionen fehlen<\/p>\n<p> Die EU-Kommission will mit den versch\u00e4rften Bedingungen Investitionen in emissions\u00e4rmere Produktionsverfahren forcieren. Warum das in der Chemie aktuell nicht funktioniert, erl\u00e4utert der VCI-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer: &#8222;Unsere Unternehmen arbeiten intensiv an der Transformation und haben schon viele neue Verfahren in der Pipeline. Technische Machbarkeit allein reicht aber nicht: Es fehlt an Infrastruktur und bezahlbarer Energie. Und am Ende braucht es auch Kunden, die bereit sind, mehr f\u00fcr gr\u00fcne Produkte zu bezahlen. Daran scheitert es aktuell.&#8220; <\/p>\n<p> Der VCI fordert daher: Die EU-Kommission muss die Belastungen durch den Kauf von CO2-Zertifikaten auf das Niveau von 2025 begrenzen. Zumindest so lange, bis die Transformationsvoraussetzungen in greifbarer N\u00e4he sind &#8211; zum Beispiel Netzanschl\u00fcsse, CO2- und Wasserstoffinfrastruktur sowie gr\u00fcner Strom und Wasserstoff zu konkurrenzf\u00e4higen Preisen. <\/p>\n<p>EU-Kommission muss realit\u00e4tsfremde Benchmarks nachbessern<\/p>\n<p> Erschwerend kommt hinzu: Bei der Berechnung der Benchmarks sind seit Jahren methodische Schw\u00e4chen bekannt. Gro\u00dfe Entrup kritisiert: &#8222;Die EU-Kommission setzt wissentlich realit\u00e4tsfremde Vorgaben um, die Unternehmen in gro\u00dfen Teilen der EU technisch nicht erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Es kann doch nicht sein, dass skandinavische Produktionsanlagen zum Ma\u00dfstab werden. Diese werden mit Holz aus riesigen W\u00e4ldern betrieben, das in Deutschland nicht in dem Ausma\u00df zur Verf\u00fcgung steht. Diese M\u00e4ngel m\u00fcssen schnellstm\u00f6glich behoben werden.&#8220; Der VCI dr\u00e4ngt darauf, dass die EU-Kommission die von den Mitgliedstaaten verlangte \u00dcberpr\u00fcfung der Methodik schnellstm\u00f6glich abschlie\u00dft und notwendige Korrekturen umsetzt. <\/p>\n<p>Grundlegende ETS-Reform n\u00f6tig<\/p>\n<p> Mit Blick auf die im Juli anstehende Reform des Gesamtsystems sagt Gro\u00dfe Entrup: &#8222;Unsere Industrie steht zum Klimaschutz. Solange die Transformationsvoraussetzungen fehlen, kann der Emissionshandel aber nicht versch\u00e4rft werden. Deshalb muss die EU jetzt sp\u00fcrbar nachjustieren &#8211; etwa bei der Marktstabilit\u00e4tsreserve und mit einem realistischeren Zeitplan bei der Emissionsminderung.&#8220; <\/p>\n<p>Hintergrund<\/p>\n<p> Der Emissionshandel gilt als wichtigstes Klimaschutzinstrument der EU: Unternehmen m\u00fcssen f\u00fcr ihren CO2-Aussto\u00df Zertifikate erwerben &#8211; je knapper diese werden, desto teurer wird das Emittieren. <\/p>\n<p> Ein Teil der Zertifikate wird der Industrie kostenlos zugeteilt, um Wettbewerbsnachteile gegen\u00fcber Unternehmen au\u00dferhalb Europas abzufedern. Wie viele dieser kostenlosen Zertifikate ein Unternehmen erh\u00e4lt, h\u00e4ngt von sogenannten Benchmarkwerten ab &#8211; also technischen Vergleichswerten f\u00fcr besonders effiziente Produktion. Es gibt bislang dezidierte Benchmarks f\u00fcr Produkte und Produktgruppen sowie einen Brennstoff- und einen W\u00e4rme-Benchmark, die als sogenannte Fallbacks genutzt werden. Fallback-Benchmarks kommen dann zum Einsatz, wenn es f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit keinen eigenen Produkt-Benchmark gibt. Insgesamt existieren 52 Produkt-Benchmarks. <\/p>\n<p> Die Benchmarkwerte f\u00fcr die Jahre 2026 bis 2030 werden nach der nun erfolgten Abstimmung mit den Mitgliedstaaten von der EU-Kommission nur noch final ver\u00f6ffentlicht und treten dann in Kraft. <\/p>\n<p>Der VCI ist Europas gr\u00f6\u00dfter Verband f\u00fcr Chemie, Pharma und Biotechnologie. Mit seinen 22 Fach- und 7 Landesverb\u00e4nden repr\u00e4sentiert er die Interessen von rund 2.000 Unternehmen &#8211; vom Global Player bis zum hoch spezialisierten Mittelst\u00e4ndler. Mit 230 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025 und rund 545.000 Besch\u00e4ftigten in Deutschland z\u00e4hlt die Branche zu den st\u00e4rksten Treibern f\u00fcr Innovation, Wohlstand und Zukunft. F\u00fcr eine starke chemisch-pharmazeutische Industrie von heute und morgen ist der VCI in Deutschland, in Europa und weltweit aktiv.<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">VCI-Pressestelle:<br \/>Telefon: 069 2556-1496<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/12523\/mailto:presse@vci.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">presse@vci.de<\/a><br \/>Der VCI auf LinkedIn<\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Verband der Chemischen Industrie (VCI), \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"16.06.2026 \u2013 08:49 Verband der Chemischen Industrie (VCI) Frankfurt\/Main (ots) J\u00e4hrliche Mehrkosten f\u00fcr deutsche Chemie im dreistelligen Millionenbereich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":49777,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[2376,1842,3079,21,4143,22,1390,945,1591,1593,1592,1523,2895],"class_list":["post-52545","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-chemie","tag-emissionshandel","tag-ets","tag-eu","tag-europische-kommission","tag-europaeische-union","tag-industrie","tag-klimaschutz","tag-presse","tag-pressemeldung","tag-pressemitteilung","tag-pressemitteilungen","tag-verbnde"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52545"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52545\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}