{"id":57452,"date":"2026-06-24T14:15:35","date_gmt":"2026-06-24T14:15:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/57452\/"},"modified":"2026-06-24T14:15:35","modified_gmt":"2026-06-24T14:15:35","slug":"dropbox-reagiert-auf-sorgen-der-kunden-in-der-eu-bezueglich-datenhoheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/57452\/","title":{"rendered":"Dropbox reagiert auf Sorgen der Kunden in der EU bez\u00fcglich Datenhoheit"},"content":{"rendered":"<p>Alle US-Technologieanbieter sp\u00fcren den Druck von Kunden in der EU, der vom Wunsch nach digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t ausgeht. Dropbox baut seine Datacenter in der EU nun aus. Ein zentrales Problem k\u00f6nnen US-amerikanische, und auch manche Techriesen aus Deutschland mit ihrer &#8222;souver\u00e4nen&#8220; Infrastruktur auf dem Boden der EU nicht l\u00f6sen.<\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" alt=\"\" src=\".\/media_1cbf70d28ca7fadbb86f5f788c4345b6ff0fd2e7e.png?width=750&amp;format=png&amp;optimize=medium\" width=\"963\" height=\"547\"\/><\/p>\n<p>Eric Webster, Chief Business Officer bei Dropbox, sieht seine Firma beim Thema digitale Souver\u00e4nit\u00e4t gest\u00e4rkt. (Foto: Dropbox)<\/p>\n<p>Kollaboration-Plattformanbieter Dropbox, Konzernsitz in den USA, erweitert seine Datenspeicherung in der EU durch neue Infrastruktur: In Frankfurt und Paris entstehen neue Rechenzentren. Die Investitionen spiegelten &#8222;die wachsende Bedeutung des Datenstandorts f\u00fcr Unternehmen in ganz Europa wider&#8220;, sagt Eric Webster, Chief Business Officer bei Dropbox. &#8222;Durch den Betrieb unserer eigenen Infrastruktur innerhalb der EU geben wir unseren Kunden mehr Kontrolle \u00fcber ihre Daten und bieten ihnen gleichzeitig weiterhin die Sicherheit, Zuverl\u00e4ssigkeit und Einfachheit, die sie von Dropbox erwarten.&#8220; Letzteres wird ohne Zweifel der Fall sein, der Teufel steckt im Detail der ersten Aussage. &#8220; Mehr Kontrolle&#8220; hei\u00dft eben nicht vollst\u00e4ndige Datenhoheit sowie 100-prozentige Autonomie und damit Datensouver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n<p>Herr \u00fcber Daten und Infrastruktur ist ein SaaS-Nutzer nicht ganz, was \u00fcbrigens selbst bei On-Prem im eigenen Rechenzentrum gilt. Hardware, Software, Layer, Switche stammen oft von US-Anbietern. Damit haben im Zweifelsfall US-Beh\u00f6rden einen Hebel, um bei Ermittlungen auf den Datenbestand eines Kunden zugreifen zu k\u00f6nnen, egal, wo die Speicherorte liegen. Die Gesetzeslage ist kompliziert, bisweilen m\u00fcssen US-Beh\u00f6rden lokale Staatsanwaltschaften um Amtshilfe bitten.<\/p>\n<p>Eines kann man mit Gewissheit sagen: Technologisch und in rechtlicher Hinsicht kann Dropbox und jeder andere Techanbieter aus einem Nicht-EU-Staat eine &#8222;EU-Infrastruktur&#8220; samt EU-Gesellschaft bauen und Personal mit einer Staatsb\u00fcrgerschaft eines EU-Landes einstellen und eine solche &#8222;Souvereign Cloud&#8220; betreiben. Das US-Recht, insbesondere den Cloud Act, k\u00f6nnen die Anbieter nicht \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Auch deutsche Konzerne, die in den USA an der B\u00f6rse gelistet sind und US-Tochtergesellschaften haben, wie beispielsweise SAP, unterliegen der US-Gesetzgebung.<\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" alt=\"\" src=\".\/media_1197f97cb730e0aa298372ea92e4f3989e11f906b.png?width=750&amp;format=png&amp;optimize=medium\" width=\"847\" height=\"523\"\/><\/p>\n<p>Datensouver\u00e4nit\u00e4t, Transparenz und Compliance sind bei Kundengespr\u00e4chen immer ein zentrales Thema, sagt Malte Stolze vom Dropbox-Partner Wirverbindenwelten GmbH (Foto: Wirverbindenwelten)<\/p>\n<p>Aber Schutzma\u00dfnahmen treffen k\u00f6nnen sie, wie es eben Dropbox tut, und damit auf ein zentrales Anliegen der hiesigen Kundschaft reagieren, die Dropbox-Partner Malte Stolze, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wirverbindenwelten GmbH, so beschreibt: &#8222;Datensouver\u00e4nit\u00e4t, Transparenz und Compliance werden f\u00fcr Unternehmen in ganz Deutschland zu immer wichtigeren Anforderungen. Das Angebot von Dropbox zur lokalen Datenspeicherung tr\u00e4gt dazu bei, diese Priorit\u00e4ten zu erf\u00fcllen&#8220;.<\/p>\n<p>Lokale Datenresidenz sei f\u00fcr viele seiner Kunden heute eine &#8222;grundlegende Voraussetzung&#8220;, sagt auch Jimmy Lesage, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Abis Informatique. &#8222;Die M\u00f6glichkeit, Daten innerhalb der EU zu speichern, vereinfacht Compliance-Gespr\u00e4che und unterst\u00fctzt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften&#8220;, weist der Dropbox-Partner auf EU-Gesetze wie die DSGVO hin.<\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" alt=\"\" src=\".\/media_1c2bf7b8744eb34358db45516bac2eaef6e8de8ac.png?width=750&amp;format=png&amp;optimize=medium\" width=\"670\" height=\"313\"\/><\/p>\n<p>Viktoria Schmittmann, auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanw\u00e4ltin und Vizepr\u00e4sidentin des Microsoft-Partnernetzwerks IAMCP: IT-Dienstleister m\u00fcssen auf Fragen der Kunden bez\u00fcglich digitale Souver\u00e4nit\u00e4t gut vorbereitet sein (Foto: CRN)<\/p>\n<p>Dropbox w\u00e4re im europ\u00e4ischen Channel nicht so gut positioniert, w\u00fcrde der Anbieter die Diskussion \u00fcber Datensouver\u00e4nit\u00e4t ignorieren. Regionale Datenhaltung ist seit l\u00e4ngeren schon ein Thema nicht nur bei Dropbox. Auch IT-Dienstleister, die Kunden in dieser Hinsicht beraten, m\u00fcssen hier technische und rechtliche Fragen beantworten k\u00f6nnen. &#8222;Deutsche Partner aus unserem Microsoft-Umfeld sehen sich mit Kundenanliegen konfrontiert, die sie so noch nie erlebt haben,&#8220; sagte Viktoria Schmittmann, auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanw\u00e4ltin und Vizepr\u00e4sidentin des Microsoft-Partnernetzwerks IAMCP, die auf einer <a href=\"https:\/\/www.crn.de\/news\/2026\/xchange-emea-msp-community-diskutiert-herausforderungen-bei-ki-und-digitaler-souveranitat\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diskussionsrunde der CRN-Veranstaltung XChange am Montag in Den Haag aus der Praxis zum Thema digitale Souver\u00e4nit\u00e4t berichtet<\/a>.<\/p>\n<p>Nachfrage nach digitalsouver\u00e4ner Infrastruktur bleibt hoch \u2013 Dropbox investiert in KI-Zukunft<\/p>\n<p>Mit dem Ausbau der beiden Datacenter-Standorte Frankfurt\/Main und Paris l\u00e4utet Dropbox die n\u00e4chste Investition in digitalsouver\u00e4ne Infrastruktur ein. Ein Trend, der in den n\u00e4chsten Jahren bleiben wird. Denn die geopolitischen Spannungen f\u00e4rben l\u00e4ngst ab auf KI und Daten\u00f6konomie. Risikomanagement wird in global unsicheren Zeiten immer wichtiger.<\/p>\n<p>Die Bereitstellung der Dienste von Dropbox erfolgt weiterhin \u00fcber die globale Plattform des Anbieters. Lokale Teams in Paris und Frankfurt unterst\u00fctzen Kunden und Vertriebspartner. \u00c4nderungen bei Abonnements, Logins oder bestehenden Workflows werde es mit der Kapazit\u00e4tserweiterung der Rechenzentren nicht geben, teilt Dropbox mit. Investitionen und Innovationen w\u00fcrden fortgesetzt, &#8222;mit denen Dropbox eine moderne, zukunftsorientierte Arbeitsweise im Zeitalter der K\u00fcnstlichen Intelligenz gestalten m\u00f6chte&#8220;, so der Anbieter.<\/p>\n<p>CRN-Newsletter beziehen und Archiv nutzen &#8211; kostenlos: <a href=\"https:\/\/membership.crn.de\/virtual\/joinCRNDE?WYVtc=UpcomingEventsTicker&amp;WYVtcTypeID=16\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jetzt bei der CRN Community anmelden<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Alle US-Technologieanbieter sp\u00fcren den Druck von Kunden in der EU, der vom Wunsch nach digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t ausgeht. 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