{"id":57596,"date":"2026-06-24T19:28:29","date_gmt":"2026-06-24T19:28:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/57596\/"},"modified":"2026-06-24T19:28:29","modified_gmt":"2026-06-24T19:28:29","slug":"digitaler-euro-eu-parlament-beschliesst-pilotstart-mitte-2027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/57596\/","title":{"rendered":"Digitaler Euro: EU-Parlament beschlie\u00dft Pilotstart Mitte 2027"},"content":{"rendered":"<p>Gleich mehrere Projekte treiben unabh\u00e4ngige Alternativen zu US-Diensten voran \u2013 von B\u00fcrosoftware \u00fcber Cloud-Infrastruktur bis zur eigenen Digitalw\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Euro-Office: Die Antwort auf Microsoft?<\/p>\n<p>Das Euro-Office-Projekt hat sich seit seiner Gr\u00fcndung Ende 2025 rasant entwickelt. Mit \u00fcber zwei Dutzend \u00f6ffentlichen Repositories und fast 6.000 Followern zeigt die Initiative, wie gro\u00df der Hunger nach europ\u00e4ischen L\u00f6sungen ist. Der zentrale Dokumentenserver erreichte allein am 24. Juni 1.606 Sterne auf der Entwicklerplattform GitHub \u2013 ein klares Signal der Community.<\/p>\n<p>Anzeige: Die Abh\u00e4ngigkeit von nicht-europ\u00e4ischen Zahlungsdienstleistern wird mit dem digitalen Euro zur strategischen Frage. Wer die Anpassungskosten von bis zu 18 Milliarden Euro realistisch einsch\u00e4tzen will, findet im Report konkrete Checklisten und Compliance-Leitf\u00e4den. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/digitaler-euro-eu-parlament-pilotstart-2027-8036?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_991675:Topic_technology:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=8036\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern<\/a><\/p>\n<p>Doch das Projekt ist nicht allein. ONLYOFFICE und der M\u00fcnchner IT-Dienstleister SpaceNet AG gaben eine Partnerschaft bekannt. Ihr Ziel: Gemeinsam pr\u00e4sentieren sie auf der GITEX Europe in Berlin (30. Juni bis 1. Juli) sogenannte \u201eSovereign Collaboration Tools&#8220;. SpaceNet hostet die Dienste ausschlie\u00dflich in deutschen Rechenzentren \u2013 ein entscheidender Vorteil f\u00fcr Unternehmen, die ihre Daten innerhalb der EU behalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Parallel dazu r\u00fcsten auch internationale Anbieter auf. WPS Office k\u00fcndigte am 24. Juni Verbesserungen bei Cloud-Integration und Verschl\u00fcsselung an. Und die Open-Source-Gemeinde feiert die Ver\u00f6ffentlichung von GNOME Commander 2.0 \u2013 komplett neu geschrieben in der sicheren Programmiersprache Rust.<\/p>\n<p>Identit\u00e4tssicherheit als Schl\u00fcssel<\/p>\n<p>Wer die Kontrolle \u00fcber seine Daten behalten will, muss auch die Identit\u00e4tsverwaltung selbst in der Hand haben. Omada brachte am 23. Juni seine \u201eIdentity Sovereign&#8220;-L\u00f6sung auf den Markt. Die Besonderheit: Die Plattform l\u00e4uft vollst\u00e4ndig containerisiert und kann auf jeder Infrastruktur deployt werden \u2013 ohne Funktionseinbu\u00dfen gegen\u00fcber Cloud-Diensten. Entwicklung und Betrieb bleiben komplett in der EU. Der allgemeine Marktstart ist f\u00fcr Anfang 2027 geplant.<\/p>\n<p>Diese L\u00f6sungen kommen nicht von ungef\u00e4hr. Die EU hat mit den Sovereignty Effective Assurance Levels (SEAL) einen strengen Rahmen geschaffen. Version 1.2.1 liegt seit Ende 2025 vor. Im April 2026 zog die Europ\u00e4ische Kommission die erste gro\u00dfe Konsequenz: Sie vergab Auftr\u00e4ge im Wert von 180 Millionen Euro f\u00fcr souver\u00e4ne Cloud-Dienste \u2013 basierend auf den neuen Standards. Das Bewertungssystem kann Anbieter disqualifizieren, die rechtlich nicht nachweisen k\u00f6nnen, dass sie au\u00dfereurop\u00e4ischen Zugriffen nicht ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Der digitale Euro nimmt Form an<\/p>\n<p>Die wohl weitreichendste Entscheidung fiel am 24. Juni im EU-Parlament: Die Abgeordneten stimmten \u00fcber den digitalen Euro ab. Die Europ\u00e4ische Zentralbank plant einen Pilotstart Mitte 2027, die vollst\u00e4ndige Einf\u00fchrung k\u00f6nnte 2029 folgen.<\/p>\n<p>Der Hintergrund ist brisant: Rund zwei Drittel aller Kartenzahlungen im Euroraum werden von nicht-europ\u00e4ischen Firmen abgewickelt. Diese Abh\u00e4ngigkeit soll der digitale Euro brechen. Die Kosten sind allerdings enorm: Die EZB sch\u00e4tzt den Anpassungsaufwand auf 4 bis 5,8 Milliarden Euro. Manche Gesch\u00e4ftsbanken halten sogar bis zu 18 Milliarden Euro f\u00fcr realistisch.<\/p>\n<p>KI made in Europe<\/p>\n<p>Anzeige: Bereits 2027 startet der Pilot des digitalen Euro \u2013 doch die Kosten f\u00fcr Institute sind enorm. Unser Report hilft Ihnen, den Anpassungsaufwand pr\u00e4zise zu kalkulieren und EU-Souver\u00e4nit\u00e4tsstandards rechtzeitig zu erf\u00fcllen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/digitaler-euro-eu-parlament-pilotstart-2027-8036?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_991675:Topic_technology:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=8036\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenanalyse &amp; Leitfaden jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Auch bei k\u00fcnstlicher Intelligenz geht es voran. Epicor brachte seine Prism AI-Plattform am 23. Juni nach Gro\u00dfbritannien und ausgew\u00e4hlte europ\u00e4ische M\u00e4rkte. Das Paket enth\u00e4lt \u00fcber 18 vorgefertigte KI-Agenten f\u00fcr Fertigung und Einzelhandel. Epicor verspricht, dass sich die Anpassungszeit f\u00fcr Software damit um 60 Prozent reduzieren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Ebenfalls am 23. Juni ver\u00f6ffentlichte Qodo Version 2.4 seiner Governance-Tools. Die Neuerung: Die Software erkennt automatisch, wenn Code-\u00c4nderungen an einer Stelle andere Projekte besch\u00e4digen \u2013 und kann Programmierstandards direkt aus der Historie von Entwickleranfragen ableiten.<\/p>\n<p>Die Botschaft dieser Woche ist klar: Europa baut seine digitale Infrastruktur um \u2013 St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, aber mit wachsendem Tempo.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gleich mehrere Projekte treiben unabh\u00e4ngige Alternativen zu US-Diensten voran \u2013 von B\u00fcrosoftware \u00fcber Cloud-Infrastruktur bis zur eigenen Digitalw\u00e4hrung.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":57597,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[959,3331,21,89,810,22,20643,20642,20640,20641],"class_list":["post-57596","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-cloud","tag-digitaler","tag-eu","tag-eu-parlament","tag-euro","tag-europaeische-union","tag-fahrt","tag-office-loesungen","tag-pilotstart","tag-unabhaengige"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57596"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57596\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}