{"id":58755,"date":"2026-06-26T13:36:14","date_gmt":"2026-06-26T13:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/58755\/"},"modified":"2026-06-26T13:36:14","modified_gmt":"2026-06-26T13:36:14","slug":"paramount-wbd-uebernahme-kurz-vor-eu-zulassung-worauf-sich-paramount-wohl-einlassen-muss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/58755\/","title":{"rendered":"Paramount-WBD-\u00dcbernahme kurz vor EU-Zulassung: Worauf sich Paramount wohl einlassen muss"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"696\" height=\"400\" class=\"entry-thumb\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DF-Fotos-2026-06-13T072429.497-696x400.jpg\" alt=\"Paramount+WBD\" title=\"Paramount+WBD\"\/>Foto: KI-generiert<\/p>\n<p>Laut Politico steht die EU-Kommission kurz davor, die Milliarden-\u00dcbernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount durchzuwinken \u2013 mit einer kleinen Auflage. Wor\u00fcber gerade spekuliert wird.<\/p>\n<p>Hinter den Kulissen der globalen Medienlandschaft bahnt sich eine tektonische Verschiebung an. Die geplante, gigantische \u00dcbernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount steht auf europ\u00e4ischer Ebene kurz vor dem entscheidenden Durchbruch. Wie das Politik-Magazin Politico berichtet, signalisieren die Br\u00fcsseler Wettbewerbsh\u00fcter kurz vor Ablauf der ersten Fristen gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Mega-Zusammenschluss.<\/p>\n<p>Auf einen Blick: Der Fahrplan f\u00fcr den Paramount-WBD-Merger<\/p>\n<p>Die Regulierungsbeh\u00f6rden auf beiden Seiten des Atlantiks treiben das 111-Milliarden-Dollar-Verfahren mit Hochdruck voran:<\/p>\n<p>Regulierungsbeh\u00f6rde \/ InstanzWichtige Frist \/ DatumAktueller Status im Pr\u00fcfverfahrenErwartete Auflage \/ BedingungUS-Justizministerium (DOJ)Bereits erteiltAuf Bundesebene offiziell durchgewunkenM\u00f6gliche Einzelklagen von US-Bundesstaaten offenEurop\u00e4ische Kommission (Phase 1)07. Juli 2026Zustimmung signalisiert (laut Politico)Trennung vom Joint Venture mit Universal in ausgew\u00e4hlten L\u00e4ndernEU-Pr\u00fcfung Nahost-Fonds (FSR)14. Juli 2026Separates Verfahren zur Finanzierung (gilt als Formalie)Keine nennenswerten Probleme erwartetWettbewerbsh\u00fcter UK (CMA)07. August 2026Erste Pr\u00fcfungsphase l\u00e4uft; wichtige europ\u00e4ische StimmeKleinere Auflagen in UK wahrscheinlich<\/p>\n<p>Die Ziellinie r\u00fcckt also n\u00e4her. Unter Berufung auf Personen, die mit den vertraulichen Gespr\u00e4chen hinter verschlossenen T\u00fcren in Br\u00fcssel vertraut sind, berichtet Politico, dass die EU-Kommission den Beteiligten eine zeitnahe Genehmigung in Aussicht gestellt hat. Die kartellrechtliche Freigabe im Rahmen der Phase-1-Pr\u00fcfung ist f\u00fcr den 7. Juli terminiert \u2013 vorausgesetzt, Paramount reicht die daf\u00fcr notwendigen Dokumente rechtzeitig bis Anfang Juli formell ein.<\/p>\n<p>Ganz ohne Bedingungen kommen die Hollywood-Riesen m\u00f6glicherweise aber nicht davon. Die EU-Wettbewerbsh\u00fcter kn\u00fcpfen ihr Ja-Wort Ger\u00fcchten zufolge an eine klare kartellrechtliche Trennung: Paramount muss sich in jenen europ\u00e4ischen Kernm\u00e4rkten, in denen man derzeit in einem Vertriebs-Joint-Venture mit Universal Pictures International (UIP) agiert, vollst\u00e4ndig aus dieser Partnerschaft l\u00f6sen. Betroffen von dieser Entflechtung sind unter anderem die M\u00e4rkte in Polen, Schweden, D\u00e4nemark, Norwegen, Ungarn und Griechenland. Branchen-Insider gehen fest davon aus, dass Paramount dieser Forderung ohne Z\u00f6gern nachkommen wird, um das gro\u00dfe Ganze nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Auch das parallele EU-Pr\u00fcfverfahren bez\u00fcglich der milliardenschweren Finanzierungsbeteiligungen von Staatsfonds aus dem Nahen Osten (Frist bis 14. Juli) gilt in Br\u00fcssel prim\u00e4r als b\u00fcrokratische Formalie.<\/p>\n<p>Das Zeitspiel: Warum Paramount die Milliarden-Uhr im Nacken sitzt<\/p>\n<p>F\u00fcr die beteiligten Studios ist die schnelle Freigabe aus Br\u00fcssel von existenzieller Bedeutung. Nach der bereits erfolgten Genehmigung durch das US-Justizministerium (DOJ) im Juni ist die EU-Kommission das zweite gro\u00dfe Puzzleteil auf dem Weg zum globalen Medienmonopol. Nun richten sich die Blicke auf die britische Competition and Markets Authority (CMA), deren erste Frist am 7. August ausl\u00e4uft. Zwar gilt eine Blockade durch die Briten aufgrund der engen transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen als unwahrscheinlich, doch die starke Film-Lobby in UK k\u00f6nnte zus\u00e4tzliche, l\u00e4nderspezifische Auflagen f\u00fcr Kinostarts erzwingen.<\/p>\n<p>Der Druck auf Paramount-Chef David Ellison ist immens: Sollte der 111-Milliarden-Dollar-Merger nicht bis zum 30. September 2026 vollst\u00e4ndig vollzogen und rechtlich unter Dach und Fach sein, greift eine vertraglich vereinbarte, extrem kostspielige Klausel. In diesem Fall ist Paramount zu einer sogenannten \u201eTicking Fee\u201c-Zahlung an die WBD-Aktion\u00e4re verpflichtet, die das ohnehin strapazierte Budget des Studios pro Quartal um rund 650 Millionen Dollar belasten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die drei wichtigsten Erkenntnisse zum Politico-Bericht:<\/p>\n<p>Br\u00fcssel gibt gr\u00fcnes Licht: Die EU-Kommission bereitet den Weg f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Medienzusammenschluss des Jahrzehnts und verzichtet auf langwierige Blockaden in Phase 2.<\/p>\n<p>Universal-Allianz vor dem Aus: Um die monopolartigen Strukturen im europ\u00e4ischen Filmvertrieb zu verhindern, muss Paramount seine UIP-Vertr\u00e4ge in Skandinavien und Osteuropa opfern.<\/p>\n<p>Milliardenschwerer Countdown: Aufgrund der drohenden Strafzahlungen ab Oktober z\u00e4hlt f\u00fcr die Rechtsabteilungen in Washington, Br\u00fcssel und London ab sofort jeder einzelne Tag.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem interessant:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: KI-generiert Laut Politico steht die EU-Kommission kurz davor, die Milliarden-\u00dcbernahme von Warner Bros. 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