{"id":59545,"date":"2026-06-29T06:21:08","date_gmt":"2026-06-29T06:21:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/59545\/"},"modified":"2026-06-29T06:21:08","modified_gmt":"2026-06-29T06:21:08","slug":"brief-an-die-eu-oesterreich-will-anthropic-nach-europa-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/59545\/","title":{"rendered":"Brief an die EU: \u00d6Sterreich will Anthropic nach Europa holen"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6sterreichs Regierung will die KI-Firma Anthropic nach Europa holen und hat die EU-Kommission aufgefordert, diesbez\u00fcgliche Schritte zu pr\u00fcfen. <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2026-06-28\/austria-lobbies-eu-to-host-anthropic-after-us-access-curbs\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Das berichtet Bloomberg<\/a> unter Berufung auf einen Brief, den Alexander Pr\u00f6ll, der Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Digitalisierung, an EU-Kommissarin Henna Virkkunen geschickt hat. Darin hei\u00dft es, dass sich die EU auf Aspekte wie Rechtssicherheit, Marktzugang, Kapital und eine Reihe von Werten konzentrieren soll, die dem Unternehmen zusagen d\u00fcrften. Zentrale Details, etwa zum praktischen Vorgehen und dazu, wie Anthropic in Europa operieren sollte, l\u00e4sst der \u00d6VP-Politiker demnach aber offen. Anthropic selbst hat sich zu dem Vorschlag nicht ge\u00e4u\u00dfert, der klingt aber auch nicht sehr realistisch.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Anthropic in Konflikt mit der Trump-Regierung<\/p>\n<p>Pr\u00f6lls Vorschlag werfe ein Schlaglicht auf europ\u00e4ische Bem\u00fchungen, die Unabh\u00e4ngigkeit von US-amerikanischer und chinesischer Technologie zu erh\u00f6hen, schreibt Bloomberg \u2013 etwa durch die F\u00f6rderung eigener KI-Modelle. Derartige \u00dcberlegungen haben seit Beginn der Amtszeit von US-Pr\u00e4sident Donald Trump an Dringlichkeit gewonnen, anfangs hat vor allem dessen Zollpolitik die gro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeit sichtbar gemacht. Als die US-Regierung dann zuletzt Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern den Zugang zu Anthropics m\u00e4chtigster KI-Technik Mythos beziehungsweise Fable versperrt hat, war deutlich geworden, welche Kontrollm\u00f6glichkeit Washington in diesem Bereich hat. Gleichzeitig gibt es in Europa bislang kein KI-Modell, das mit den m\u00e4chtigsten Modellen aus den USA mithalten kann.<\/p>\n<p>Bei Anthropic d\u00fcrfte ein Umzug nach Europa nun deshalb nicht von vorneherein als vollkommen ausgeschlossen gelten, weil die KI-Firma zuletzt mehrfach in Konflikt mit der US-Regierung geraten war. Bevor das Unternehmen im Fr\u00fchjahr sein leistungsf\u00e4higstes KI-Modell freigegeben hat, war ein Streit zwischen dem Pentagon und Anthropic um KI-Einsatzm\u00f6glichkeiten eskaliert. Weil die KI-Firma daf\u00fcr rote Linien formuliert hatte, hat das US-Verteidigungsministerium <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nach-Streit-Pentagon-stuft-Anthropic-als-Risiko-ein-11201725.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">drastische Ma\u00dfnahmen<\/a> ergriffen, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Klage-gegen-die-ganze-US-Regierung-Anthropic-wehrt-sich-gegen-das-Pentagon-11204878.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wogegen sich Anthropic gerichtlich wehrt<\/a>. Trotzdem gab es zuletzt immer wieder Hinweise darauf, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Mythos-Preview-Anthropic-unterstuetzt-NSA-angeblich-bei-offensivem-KI-Einsatz-11319206.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dass Anthropic weiterhin mit der US-Regierung kooperiert<\/a>.<\/p>\n<p>In dem Brief wird laut Bloomberg zwar angedeutet, mit welchen Versprechen Anthropic nach Europa gelockt werden k\u00f6nnte, aber es ist zu bezweifeln, dass die KI-Firma damit \u00fcberzeugt werden k\u00f6nnte. Vor allem, wenn es darum geht, frisches Kapital zu bekommen, kann Europa bislang nicht mit den USA mithalten. Trotz des Konflikts mit der US-Regierung <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Anthropic-reicht-vertraulich-Antrag-auf-Boersengang-in-den-USA-ein-11314424.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bereitet Anthropic aktuell einen B\u00f6rsengang in den USA vor<\/a>. Zudem d\u00fcrfte die US-Regierung gegebenenfalls versuchen, einen Umzug von Anthropic zu verhindern, die KI-Firma k\u00f6nnte in der Folge den Zugang zum mit Abstand wichtigsten Markt verlieren. Vor diesem Hintergrund wirkt es sehr unwahrscheinlich, dass die Idee aus \u00d6sterreich Erfolg haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00d6sterreichs Regierung will die KI-Firma Anthropic nach Europa holen und hat die EU-Kommission aufgefordert, diesbez\u00fcgliche Schritte zu pr\u00fcfen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":59546,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[8643,804,21,6,127,210,160],"class_list":["post-59545","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-anthropic","tag-digitale-souveraenitaet","tag-eu","tag-europa","tag-it","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59545"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59545\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}