{"id":60081,"date":"2026-06-29T20:21:16","date_gmt":"2026-06-29T20:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/60081\/"},"modified":"2026-06-29T20:21:16","modified_gmt":"2026-06-29T20:21:16","slug":"ex-berater-netanyahus-eu-wird-im-israel-konflikt-zur-vernunft-kommen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/60081\/","title":{"rendered":"Ex-Berater Netanyahus: EU wird im Israel-Konflikt zur Vernunft kommen"},"content":{"rendered":"<p>Die Staats- und Regierungschefs der Europ\u00e4ischen Union m\u00fcssten erkennen, dass ihre dr\u00e4ngendste Herausforderung im Inneren liegt \u2013 und nicht in m\u00f6glichen Konflikten mit Israel, sagte Jacob Nagel, fr\u00fcherer nationaler Sicherheitsberater von Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu, gegen\u00fcber Euronews.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Nagel \u00e4u\u00dferte sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Belastung der Beziehungen zwischen EU und Israel. Anfang dieses Monats kappte Israels Au\u00dfenminister Gideon Sa&#8217;ar alle Kontakte zur Au\u00dfenbeauftragten der EU, Kaja Kallas, nachdem sie Israel angeblich mit dem Apartheid-Regime in S\u00fcdafrika verglichen hatte.<\/p>\n<p>Unterdessen steht die Europ\u00e4ische Kommission unter Druck einiger Mitgliedstaaten, <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/15\/eu-kommission-erwagt-handelsbeschrankungen-gegen-israelische-siedlungen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verschiedene Optionen f\u00fcr Handelsbeschr\u00e4nkungen der EU<\/a> gegen\u00fcber illegalen israelischen Siedlungen in den besetzten pal\u00e4stinensischen Gebieten vorzulegen.<\/p>\n<p>\u201eAm Ende, so glaube ich, werden auch die EU-Staaten zur Vernunft kommen und erkennen, wer die Guten und wer die B\u00f6sen sind\u201c, sagte Nagel, der mehr als 40 Jahre im israelischen Verteidigungsministerium und im B\u00fcro des Ministerpr\u00e4sidenten t\u00e4tig war und heute Senior Fellow bei der Foundation for Defence of Democracies (FDD) ist, in der Euronews-Sendung Zw\u00f6lf Minuten mit.<\/p>\n<p>Er behauptete, die EU sei \u201enicht relevant\u201c, obwohl der Staatenverbund weiterhin Israels wichtigster Handelspartner ist, und griff damit <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/10\/05\/netanjahu-europa-irrelevant-kritik-israel-gaza-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Formulierung auf, die Netanjahu im vergangenen Jahr bei Euronews benutzt hatte<\/a>.<\/p>\n<p>Nagel forderte zudem, die EU und ihre F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten sollten sich auf andere, dringendere Probleme konzentrieren.<\/p>\n<p>\u201eSchauen Sie sich einige L\u00e4nder in Europa an \u2013 ich will keine Namen nennen \u2013, man geht auf die Stra\u00dfe und erlebt Terror\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>\u201eEinige europ\u00e4ische Staaten haben das verstanden und ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, aber manche haben den \u201aKrieg gegen die Einwanderer\u2018 bereits verloren. Europa steht vor einem gro\u00dfen Problem, das es l\u00f6sen muss, und dieses Problem ist nicht Israel.\u201c<\/p>\n<p>USA bleiben \u201eunser bester Freund\u201c<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob das Verh\u00e4ltnis zwischen den USA und Israel wegen des Milit\u00e4reinsatzes im Libanon zuletzt gelitten habe, r\u00e4umte Nagel Spannungen ein. Zugleich betonte er: \u201eIsrael und die USA sind die engsten Verb\u00fcndeten. Sie sind unsere besten Freunde.\u201c<\/p>\n<p>In Israel mied Netanjahu zwar offene \u00f6ffentliche Kritik. Doch Vertreter von Regierung und Opposition warfen Washington vor, Israel im US-Waffenstillstands-Memorandum mit Iran, das am 17. Juni unterzeichnet wurde, an den Rand gedr\u00e4ngt und den j\u00fcdischen Staat aus dem Konflikt gezogen zu haben, bevor er seine Ziele erreicht habe.<\/p>\n<p>In den USA soll Trump Netanjahu Anfang Juni scharf zurechtgewiesen haben. Hintergrund waren israelische Drohungen, die Luftangriffe auf Beirut und dessen s\u00fcdliche Vororte wiederaufzunehmen und damit die damals laufenden Gespr\u00e4che mit Iran zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter erkl\u00e4rte Vizepr\u00e4sident J.D. Vance gegen\u00fcber Israel, das Land sei international isoliert; Trump sei Israels einziger verbliebener Verb\u00fcndeter in der Welt.<\/p>\n<p>Nagel betonte, er verstehe Trumps Gr\u00fcnde f\u00fcr die Ann\u00e4herung an Iran. Dennoch mache der US-Pr\u00e4sident seiner Ansicht nach \u201eeinen Fehler\u201c, wenn er innenpolitische Interessen, vor allem die Wirtschaft \u2013 das Hauptthema f\u00fcr amerikanische W\u00e4hler \u2013, \u00fcber ein besseres Abkommen zur Beendigung des Iran-Konflikts und zur Verhinderung einer k\u00fcnftigen Atombombe der Islamischen Republik stelle.<\/p>\n<p>\u201eIran bekommt jetzt genau das, was es will und braucht\u201c, sagte er. Er verwies auf die Wieder\u00f6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus und auf befristete Ausnahmen f\u00fcr iranische \u00d6lexporte. Das bedeute, dass Iran zumindest in der 60-t\u00e4gigen Verhandlungsphase des Memorandums direkte Zahlungen in harter W\u00e4hrung erhalte.<\/p>\n<p>Experten sch\u00e4tzen, dass der legale \u00d6lverkauf allein in diesem ersten Zeitraum von 60 Tagen rund 8 Milliarden Dollar (etwa 7 Milliarden Euro) einbringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u201eTrump h\u00f6rt jetzt auf enge Vertraute wie Vizepr\u00e4sident J.D. Vance, [Steve] Witkoff und [Jared] Kushner und weniger auf [Verteidigungsminister Pete] Hegseth, [Au\u00dfenminister Marco] Rubio und andere. Er hat entschieden, amerikanische Interessen zu priorisieren; er will den \u00d6lpreis senken.\u201c<\/p>\n<p>Hegseth und Rubio dr\u00e4ngen seit Langem auf einen h\u00e4rteren Kurs gegen\u00fcber Iran, um dessen Macht einzuschr\u00e4nken und die Sicherheit der USA und ihrer Verb\u00fcndeten, darunter Israel, zu garantieren.<\/p>\n<p>Nagel r\u00e4umte jedoch ein, dass Trumps \u201aAmerica first\u2018-Ansatz und der Fokus auf einen niedrigeren \u00d6lpreis angesichts der Zwischenwahlen im November und der wachsenden Sorge der Republikaner vor einer demokratischen Mehrheit im Kongress \u201elegitim\u201c seien.<\/p>\n<p>\u201eDie Menschen in den USA wissen nicht, wo Iran liegt, wo Israel liegt, was angereichertes Uran ist. Sie wissen nur, wie viel sie f\u00fcr eine Gallone Benzin an der Tankstelle bezahlen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>\u201eWir w\u00fcrden uns sehr w\u00fcnschen, dass die USA an unserer Seite stehen, aber manchmal verfolgen sie ihre eigenen Interessen\u201c, sagte Nagel weiter. Das sei jedoch nur eine vor\u00fcbergehende Haltungs\u00e4nderung.<\/p>\n<p>\u201eDie USA werden sehr bald zur Vernunft kommen. Wir arbeiten mit ihnen zusammen. Am Ende werden sie verstehen, wer die Iraner sind, und wieder daf\u00fcr sorgen, dass die Aufgabe zu Ende gef\u00fchrt wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Staats- und Regierungschefs der Europ\u00e4ischen Union m\u00fcssten erkennen, dass ihre dr\u00e4ngendste Herausforderung im Inneren liegt \u2013 und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":60063,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[21,22,662,322,9503,4768],"class_list":["post-60081","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-iran","tag-israel","tag-israel-iran-konflikt","tag-libanon"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60081"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60081\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}