{"id":60285,"date":"2026-06-30T07:12:10","date_gmt":"2026-06-30T07:12:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/60285\/"},"modified":"2026-06-30T07:12:10","modified_gmt":"2026-06-30T07:12:10","slug":"eu-paketsteuer-was-shein-kunden-jetzt-zahlen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/60285\/","title":{"rendered":"EU-Paketsteuer: Was Shein-Kunden jetzt zahlen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Europ\u00e4ische Union erhebt ab Mittwoch einen neuen Zoll auf P\u00e4ckchen aus L\u00e4ndern au\u00dferhalb der EU. Pro Bestellung werden dann mindestens drei Euro f\u00e4llig. Die EU will damit eine Paketflut eind\u00e4mmen, die in den vergangenen Jahren mit der Beliebtheit von Onlineh\u00e4ndlern wie Shein und Temu gewachsen ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er liegt bei drei Euro pro Produktkategorie. F\u00fcr ein P\u00e4ckchen mit einem T-Shirt und einer Haarspange w\u00fcrden also sechs Euro f\u00e4llig. Enth\u00e4lt ein P\u00e4ckchen ein, zwei, drei oder zehn T-Shirts, bleibt die Abgabe hingegen bei drei Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Regelung gilt f\u00fcr Sendungen mit einem Gesamtwert bis 150 Euro, die bislang von Z\u00f6llen ausgenommen waren. Dar\u00fcber hinaus gelten die regul\u00e4ren Z\u00f6lle. Mit einer Reihe von L\u00e4ndern wie der Schweiz hat die EU Freihandelsabkommen abgeschlossen, die alle Z\u00f6lle abschaffen, hier greift auch die neue Regelung nicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ab dem ersten November soll eine Bearbeitungsgeb\u00fchr dazukommen, deren H\u00f6he noch nicht feststeht. Sie k\u00f6nnte bei zwei Euro pro P\u00e4ckchen liegen und soll die Mehrkosten in den Zollbeh\u00f6rden durch die kleinen Pakete decken.<\/p>\n<p>Wie begr\u00fcndet die EU die Abgabe?      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Zahl der P\u00e4ckchen aus L\u00e4ndern au\u00dferhalb der EU ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, auf rund 4,6 Milliarden im Jahr 2024. Das sind mehr als 145 pro Sekunde. Mehr als 90 Prozent dieser P\u00e4ckchen stammten nach Angaben der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/eu-kommission\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-Kommission<\/a> aus China.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Europ\u00e4ische Firmen kritisieren die Flut zollfrei eingef\u00fchrter Waren als unfair. Die EU-Kommission bef\u00fcrchtet zudem, dass zahlreiche verbotene Produkte durchrutschen, weil die Zollbeh\u00f6rden nicht jedes kleine P\u00e4ckchen kontrollieren k\u00f6nnen. Dabei geht es etwa um verschluckbare Kleinteile und Chemikalien in Kinderspielzeug.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf dem Papier muss die Firma zahlen, die ihre Waren in die EU schickt. Die Unternehmen d\u00fcrfen den Zoll aber auf ihre Kundinnen und Kunden abw\u00e4lzen. \u201eDas ist ganz ihre wirtschaftliche Entscheidung\u201c, sagte ein Kommissionsbeamter in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruessel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcssel<\/a>. Einzige Voraussetzung ist, die Kundinnen und Kundin deutlich \u00fcber die Mehrkosten zu informieren.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen die Firmen den Zoll umgehen?      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das ginge zum Beispiel, indem sie ihre Ware zuerst in ein Land wie die Schweiz schicken und \u00fcber diesen Umweg in die EU, solche Tricks sind aber bereits verboten. Die Kommission k\u00fcndigte an, m\u00f6glichen Umgehungen der neuen Z\u00f6lle streng zu kontrollieren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehrere Onlineh\u00e4ndler haben als Reaktion auf die Regelung bereits angek\u00fcndigt, neue Lagerhallen und Verteilzentren in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> zu bauen. Sie k\u00f6nnten ihre Ware dann zuerst gesammelt dorthin liefern und m\u00fcssten den regul\u00e4ren Zoll anstelle der Abgabe auf kleine Pakete zahlen. Den Zollbeh\u00f6rden d\u00fcrfte dies recht sein, weil gro\u00dfe Lieferungen einfacher zu kontrollieren sind.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die neue Regelung gilt f\u00fcr zwei Jahre. Dann tritt eine gr\u00f6\u00dfere Reform der europ\u00e4ischen Zollregeln in Kraft. Sie schafft den bisherigen Zollfreibetrag bei 150 Euro vollst\u00e4ndig ab, sodass die \u00dcbergangsregelung hinf\u00e4llig wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Union erhebt ab Mittwoch einen neuen Zoll auf P\u00e4ckchen aus L\u00e4ndern au\u00dferhalb der EU. 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